All Inclusive – was ist im Paket dabei?


Zurücklehnen und sich um gar nichts mehr kümmern zu müssen. Klingt nach einem erholsamen Urlaub, oder? Viele Urlauber schwören deshalb auf All Inclusive (deutsch: alles inklusive), eine Art zu reisen, bei der ihr euch keine Gedanken um zusätzliche Kosten machen müsst. Doch welche Angebote sind inbegriffen und lohnt sich All Inclusive wirklich für jeden?

All Inclusive | Varianten | Vorteile | Für wen? | Tipps

Was ist All Inclusive?

Ob in Hotels, auf Kreuzfahrtschiffen oder bei Rundreisen – viele Reiseveranstalter bieten All-Inclusive-Pakete unter dem Kürzel „AI“ an. All Inclusive ist eine besondere Art der Pauschalreise, welche den Flug, die Unterkunft und die Verpflegung am Urlaubsort in einem Paket vereint. Doch nicht nur das: Wenn ihr euch für einen All-Inclusive-Urlaub entscheidet, ist meist eine Vielzahl an sonst kostenpflichtigen Angeboten und Dienstleistungen schon im gezahlten Endpreis enthalten. Diese Leistungen unterscheiden sich je nach Reiseveranstalter und Hotel.

Meist bekommt ihr aber die Übernachtungen, mindestens drei Mahlzeiten pro Tag und ausgewählte Snacks sowie alkoholische und alkoholfreie Getränke dazu – ohne extra dafür zahlen zu müssen.

Zu den Getränken zählen neben ortsüblichen Softdrinks in der Regel Kaffee, Bier, Hauswein und einige ausgewählte Cocktails. Importiere Getränke von bekannten Marken sind meist nicht im Preis inbegriffen. Die inkludierten Snacks bekommt ihr meistens in Form von Kuchen, Eis und einem Mitternachtssnack gereicht. Solltet ihr außerhalb der Buffet-Zeiten jedoch ein Gericht von der Speisekarte wählen, müsst ihr dieses oft extra bezahlen.

Buffet zum Genießen

Buffet zum Genießen

Auch Wellness- und Sportprogramme sowie ein Entertainmentprogramm mit Shows und Events können in eurem All-Inclusive-Paket enthalten sein. Falls ihr mit der ganzen Familie verreist, könnt ihr die Kinder in einem Kidsclub abgeben, in dem sie gemeinsam mit anderen Kindern betreut und beschäftigt werden. Damit die Mitarbeiter eures Hotels euch direkt als All-Inclusive-Urlauber identifizieren können, müsst ihr in vielen Fällen ein Armband tragen und dies bei euren Bestellungen vorzeigen. Informiert euch vor eurer Buchung immer über die jeweiligen Leistungen und Besonderheiten eures Hotels.

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Welche Varianten von All Inclusive gibt es?

All Inclusive Light/Soft

Einige Reiseveranstalter bieten eine abgewandelte, reduzierte Version von All Inclusive an. Diese kann so aussehen, dass ihr beim Buffet und den Getränken etwas weniger Auswahl habt oder keine alkoholischen Getränke oder Snacks wählen könnt. Der Preis für All-Inclusive-Light-Urlauber daher deutlich geringer aus.

All Inclusive

Bei All Inclusive könnt ihr auch außerhalb der Hauptmahlzeiten verschiedene Getränke und Snacks bestellen. Ab einer Sperrzeit, die meist um 22 Uhr erreicht ist, endet das All Inclusive und ihr müsst selbst für eure Snacks und Getränke zahlen. Tagsüber werdet ihr mit Pool-Tänzen oder Sport-Animationen und abends mit einem Showprogramm entertaint.

All Inclusive Ultra/Plus/Premium

Das nächste Level von All Inclusive beinhaltet zusätzliche Extra-Leistungen für euch. Dabei handelt es sich meist um Wellness-Behandlungen wie Massagen, einen Shuttle-Service, der euch zum Flughafen oder gebuchten Touren bringt, sowie importierte Getränke von bekannten Marken. Die Getränke und Verpflegungsangebote unterliegen dabei meist keiner Sperrfrist und sind damit 24 Stunden ohne Aufpreis für euch verfügbar.

Fitness- und Spa-Angebote sind jedoch häufig nur zu bestimmten Zeiten buchbar oder können nur zu einer beschränkten Anzahl oder Stundenzahl von euch genutzt werden.  Sollte eure Minibar leer sein, wird auch diese in dem All-Inclusive-Plus-Paket meist gratis wieder aufgefüllt. Eine Liege am Pool müsst ihr morgens um 6 Uhr nicht mit einem Handtuch als belegt markieren. Diesen Service übernimmt das Hotel.

Bestens verpflegt dank All Inclusive

Bestens verpflegt dank All Inclusive

Abgrenzung zu Halb- und Vollpension

Oft wird All Inclusive noch immer mit Halb- oder Vollpension verwechselt. Bei diesen Arten der Pauschalreise sind jedoch meist nur die Mahlzeiten inbegriffen, aber keine Getränke und Snacks. Bucht ihr einen Urlaub mit Halbpension, so ist meistens mindestens ein Frühstücks-Buffet in eurem gezahlten Preis dabei. Solltet ihr zusätzliche Speisen, Getränke oder Snacks bestellen, kosten diese fast immer extra.

Bei einer Vollpension bekommt ihr drei Mahlzeiten pro Tag, nämlich Frühstück, Mittag und Abendessen. Auch bei der Vollpension kosten zusätzliche Getränke, Kaffee und Kuchen sowie Mahlzeiten von der Speisekarte jedoch meist extra. Hier lohnt sich ein Preisvergleich. Die Vollpension ist nämlich in vielen Fällen genauso teuer wie ein All-Inclusive-Paket.

Welche Vorteile bietet All Inclusive?

Die Buchung eines All-Inclusive-Urlaubs bietet euch das Rundum-Sorglos-Programm zum attraktiven Preis-/Leistungs-Verhältnis: Einen Urlaub, den ihr unkompliziert und bequem von zu Hause aus bezahlt und schließlich ohne Stress und Sorgen antretet.

Flug, Hotel und Verpflegung sind inklusive, ihr müsst euch um nichts mehr kümmern und keine Sorgen um Extra-Kosten machen. Die Kostenkalkulation fällt so viel leichter, denn gerade bei Familien summieren sich die Kosten im Urlaub meist schneller als geplant. Hier ein Eis, dort eine Cola – und schon gebt ihr mehr Geld aus, als ihr eigentlich vorhattet. All Inclusive bietet euch dagegen eine viel bessere Kostenkontrolle und damit eine kalkulierbare Rundumversorgung. Lasst die Geldbörse im Hotelzimmer und genießt eure Zeit!

Übrigens sind Trinkgelder für Hotelangestellte bei einem All-Inclusive-Paket meist schon enthalten. Bedenkt dabei aber, dass diese nicht sehr hoch ausfallen. Zimmermädchen, Animateure, Kellner und Reiseleiter freuen sich deswegen immer über einen kleinen Obolus. Wie viel Trinkgeld im Urlaub angemessen ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Entspannter All Inclusive Urlaub

Entspannter All Inclusive Urlaub

Im Urlaubsort müsst ihr außerdem nicht jeden Tag darüber diskutieren, welches Restaurant ihr heute besucht. Denn das kann aufs Gemüt schlagen. Die große Auswahl an Speisen und Getränken wird euch genug Abwechslung für jeden Tag bieten und am Buffet auch den größten Hunger stillen. Dabei seid ihr zeitlich meist recht flexibel. Satt essen und mit Cocktail an den Strand legen – klingt doch traumhaft!

Während es bei Entscheidungen wie der Essens- oder Tagesplanung in Gruppen oder Familien gerne mal kriselt, geht es bei einem All-Inclusive-Urlaub oft harmonischer zu, da euch viele Entscheidungen einfach abgenommen werden – ohne Kompromisse.

Für wen lohnt sich All Inclusive?

Familien

Kinder stehen oft nicht so wirklich auf das volle Kultur- und Ausflugsprogramm, sondern geben sich mit witzigen Kinder-Animationsprogrammen zufrieden, bei denen sie mit Gleichaltrigen herumtollen können. Perfekt auch für die Eltern, denn die können sich zurücklehnen und endlich mal wieder wertvolle Zeit zu zweit erleben, während die Kids voll auf ihre Kosten kommen. Und sollten die Kleinen einmal einen spontanen Wunsch haben, zeigt ihr einfach euer Armbändchen vor.

Ihr wollt eure Kids im Urlaub beschäftigt wissen? Findet hier dieTipps für Kinderunterhaltung im Urlaub.

Genießer

Wer im Alltag viel Stress hat und den wohlverdienten Urlaub zur vollkommenen Entspannung nutzt, ist mit All Inclusive bestens versorgt. Während ihr zu Hause viele wichtige Entscheidungen treffen müsst, werden sie euch im All-Inclusive-Urlaub einfach abgenommen. Ladet eure Batterien am Pool auf, schlemmt ohne Reue und entspannt euch ausgiebig bei Spa und Wellness.

Wellness im Spa

Wellness im Spa

Sportskanonen

Heute tauchen, morgen Tennis und übermorgen mal Zumba ausprobieren? Wer Sport liebt und auch einmal etwas Neues ausprobieren mag, sollte einen All-Inclusive-Urlaub mit inkludierten Sportangeboten buchen. Hier bekommt ihr die perfekte Kombination aus Sport und Entspannung, ganz ohne Ablenkung. Und außerdem könnt ihr am Buffet doppelt zuschlagen, ohne dass die Kalorien auf den Hüften landen.

Partyurlauber

Die Nächte durchtanzen, ausschlafen und nach einem Langschläfer-Frühstück den Hangover am Pool ausschlafen oder mit einem Konter-Cocktail bekämpfen. Dieser Tagesplan klingt vor allem für junge Leute und bei Abschlussfahrten oder Junggesellenabschieden attraktiv. In vielen All-Inclusive-Hotels gibt es Diskos, Clubs und Bars, die Nachtschwärmer voll auf ihre Kosten kommen lassen – und einen Grund zum Feiern gibt es im Urlaub ja schließlich immer. Tipp: Die Top 10 Partystrände in Europa gibt’s hier!

Senioren

Bei einem All-Inclusive-Urlaub sind die Wege vom Zimmer zum Strand, Buffet oder hoteleigenen Geschäften meist kurz. Perfekt für ältere Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so weit laufen können und statt anstrengender Touren lieber eine ruhige Zeit im Hotel verbringen möchten. In einigen All-Inclusive-Hotels gibt es seniorengerechte Angebote, die sich an ältere Hotelgäste richten, wie Aquagymnastik oder Nordic Walking.

Sparfüchse

Nun denkt ihr vielleicht, dass ein All-Inclusive-Urlaub weitaus teurer ist als die Variante mit Halb- oder Vollpension? Natürlich ist es auch hier wieder abhängig vom Reiseveranstalter, aber meist bewegen sich die Preise auf etwa dem gleichen Niveau. Allerdings sind bei der Rundum-Sorglos-Variante Snacks, Getränke und Service-Angebote inbegriffen, was die All-Inclusive-Version meist deutlich günstiger macht – natürlich nur, wenn ihr auch ordentlich zuschlagt. Doch echte Sparfüchse prüfen vorher die Leistungen und wägen ab, bei welcher Variante sie am günstigsten reisen.

Urlaubsspaß im Pool

Urlaubsspaß im Pool

Für wen lohnt sich All Inclusive nicht?

  • Individualisten: Seid ihr daran interessiert, Land und Leute mit all ihren Facetten kennenzulernen, solltet ihr vielleicht lieber auf All Inclusive verzichten. Ihr werdet sicher sehr viel Zeit auf Ausflügen verbringen, sodass ihr die Angebote des Hotels nicht voll nutzen könnt. So seid ihr in einem Hotel mit Halbpension wahrscheinlich besser aufgehoben, weil ihr unterwegs essen geht – und dabei auch in den Genuss der landestypischen Küche kommen könnt.
  • Figurbewusste: Während die Genießer jede Mahlzeit voll auskosten und am liebsten alle Speisen einmal ausprobieren, werden Figurbewusste nach der Schlemmerei am Buffet wohl eher vom schlechten Gewissen geplagt. Wer sehr auf seine Linie achtet oder spezielle Ernährungsweisen verfolgt, sollte lieber auf All Inclusive verzichten. Das Angebot könntet ihr nämlich nicht im vollen Umfang nutzen.
  • Einzelgänger: In einem All-Inclusive-Resort seid ihr außerhalb des Hotelzimmers selten allein. Bei Shows, Sport- und Animationsprogrammen tummeln sich viele Menschen – Musik und Geräuschkulisse inklusive. Wenn ihr vollkommene Ruhe und tiefe Entspannung bevorzugt, werdet ihr euch von Poolpartys und lachenden Kindern gestört fühlen und solltet eine andere Art der Reise wählen.

Wo lohnt sich All Inclusive?

Sehr beliebte Reiseziele für AI-Urlauber sind die Türkei, Tunesien, Mallorca, Bulgarien, Ägypten und Griechenland. Allerdings bieten mittlerweile fast alle Reiseveranstalter All-Inclusive-Angebote in touristisch geprägten Ländern mit großen Hotels an. Solltet ihr ein Land bereisen, welches wenig Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Angebote außerhalb der Hotellandschaft birgt, eignet sich All Inclusive perfekt für diesen Ort. Das gilt aber nur, wenn ihr einen Bade- und Relaxingurlaub machen wollt, bei dem ihr vor allem das Wetter und den Strand genießen möchtet.

All Inclusive Hotel in der Türkei

All Inclusive Hotel in der Türkei

Was müsst ihr bei All Inclusive beachten?

  • Trinkgeld für das Hotelpersonal ist zwar im AI Paket enthalten. Gute Dienste sollten trotzdem belohnt werden.
  • Am Buffet solltet ihr nur so viel nehmen, wie ihr essen könnt, lieber einmal mehr gehen.
  • Die inkludierten Softdrinks enthalten meist viel Zucker und sind damit versteckte Kalorienbomben.
  • Der übermäßige Konsum von Alkohol kann in der Sonne sehr schnell Kreislaufprobleme verursachen.
  • Das Reservieren von Liegen mit einem Handtuch hinterlässt keinen guten Eindruck.

Fazit: All Inclusive – ja oder nein?

Nicht jeder Urlauber ist ein All-Inclusive-Fan und denkt bei dem Begriff mehr an Völlerei und Bequemlichkeit als an Relaxing und Sorglosigkeit. Urlaubsvorstellungen sind verschieden und gerade das macht die Art zu reisen auch so unglaublich vielfältig und individuell. Gestaltet euren Urlaub deshalb genauso, wie ihr es für richtig haltet. Bei der Planung helfen folgende Fragen:

  • Wollt ihr eher am Pool relaxen statt auf jeden Tag die Umgebung zu erkunden?
  • Schließt ihr euch gerne geführten Gruppen an und nutzt vorgeplante Angebote?
  • Liegt das Hotel in einer Umgebung mit wenigen gastronomischen Angeboten?
  • Kostenkontrolle, feste Essens- und Animationszeiten und eine stressfreie Zeit haben für euch oberste Priorität?
  • Kommt ihr mit All Inclusive günstiger als mit Halb- oder Vollpension?
  • Habt ihr im Urlaub die Zeit, die All-Inclusive-Leistungen zu nutzen?

Solltet ihr diese Fragen zum Großteil mit „ja“ beantworten, lohnt sich ein All-Inclusive-Urlaub für euch unbedingt. Falls „nein“ überwiegt solltet ihr einfach eine individuelle Reise planen.

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