Aschewolke: Internationaler Flughafen auf Bali weiter gesperrt

Bild Urlaub auf Bali verlängertUrlauber auf Bali brauchen weiterhin Geduld. Auch am dritten Tag in Folge bleibt der internationale Airport in Denpasar auf der indonesischen Urlaubsinsel geschlossen. Bis sich das ändert, sitzen weiter knapp 60.000 Touristen auf Bali fest.

Der Vulkan Mount Agung auf Bali spuckt weiter Rauch und Asche. Dass der 3.000 Meter hohe Berg bald ausbricht, ist immer noch wahrscheinlich. Für Urlauber in der Region heißt es nicht nur, die zehn Kilometer weite Sperrzone rund um den Berg zu meiden. Wer an- oder abreisen will, hat derzeit schlechte Karten.

Mount Agung behindert Flugverkehr auf Bali

Seit Montag geht am Flughafen Denpasar auf Bali gar nichts. Wegen der Aschewolke, die seit dem Wochenende über dem Mount Agung hängt, dürfen keine Flugzeuge starten oder landen. Wegen der Sperrung sitzen aber auch zahlreiche Reisende auf der beliebten Insel fest. Von fast 60.000 Menschen ist die Rede, mehr als 5.000 von ihnen sollen Deutsche sein. Im Vorteil sind jene Urlauber, die über einen Reiseveranstalter gebucht haben. Sie werden in den meisten Fällen vor Ort betreut und in einem Hotel untergebracht. Auch die Airlines übernehmen Sorge über ihre gestrandeten Passagiere und kümmern sich im Regelfall um eine Ersatzunterkunft. Wegen der unsicheren Lage am Mount Agung und den schlechten Sichtverhältnissen auch in mehreren Kilometern Höhe dürfen zunächst bis zum Donnerstagfrüh keine Maschinen abheben oder landen, so haben es die Inselbehörden bekannt gegeben. Es scheint demnach von Tag zu Tag entschieden zu werden, ob der Flughafen in Denpasar wieder eröffnet werden kann.

Die großen Reiseveranstalter informieren ihre Kunden daher einerseits, falls sich die Situation verändert. Andererseits haben auch die Urlauber selbst die Möglichkeit, sich an die örtliche Reiseleitung zu wenden, um Neues zu erfahren. Urlauber, die jetzt erst nach Bali reisen wollen, haben bei den meisten Veranstaltern die Möglichkeit, kostenlos zu stornieren. Dieses Angebot gilt etwa bei DER Touristik mit seinen Untermarken bis zum 1. Dezember, bei Tui und Thomas Cook aktuell bis zum 4. Dezember. Wer die Urlaubszeit schon fest eingeplant hat und unbedingt verreisen möchte, kann ebenfalls kostenfrei umbuchen.

Individualreisende müssen sich dagegen selbst um eine Ersatzunterkunft kümmern und tragen in aller Regel die Kosten für diese und die Flugausfälle selbst. Denn ein Vulkanausbruch zählt reiserechtlich als höhere Gewalt und wird nur von Reiseveranstaltern abgedeckt.

Aschewolke verzieht sich vorerst nicht

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Situation am Mount Agung weiter verschärft und es etwa zu einem Ausbruch mit Lava kommt. Dann dürfte die Sperrung am internationalen Flughafen der Insel Bali noch weiter Bestand haben. Dreht sich der Wind dagegen günstig und vertreibt die kilometerhohe Wolke, dürfte auch der Flugbetrieb bald wieder aufgenommen werden. Grundlage dafür ist allerdings, dass es zu keinen weiteren Eruptionen am Vulkan kommt.