Playa Blanca auf Lanzarote


Heller Sand, schwarze Feuerberge und ein Atlantik in allen erdenklichen Blautönen: Am unteren Zipfel von Lanzarote läuft die Welt im gemächlichsten Takt. Morgens riecht es nach Kaffee und Salz, abends nach gegrilltem Fisch. Willkommen in Playa Blanca.

Überblick

Politisch zählt Lanzarote zwar zu Spanien, geografisch aber liegt die Insel weit im offenen Ozean, näher an Marokkos Küste als an Madrid. Das Städtchen Playa Blanca am südlichen Ende – sein Name bedeutet schlicht „weißer Sand“ – genießt eine geschützte Lage, die rauen Passatwind aus dem Norden fernhält. Aus der bescheidenen Fischersiedlung von einst ist ein moderner Rückzugsort geworden, in dem ihr mediterrane Leichtigkeit und durchdachten Komfort findet.

Durchzechte Nächte gibt es woanders; Playa Blanca bleibt betont beschaulich. Familien, Paare und Erholungsbedürftige schätzen die Stille, für die das Dorf bekannt ist und die selbst zur Hauptsaison anhält. Eine über Jahrhunderte gewachsene Altstadt sucht ihr vergebens; der Ort entstand am Reißbrett. Doch nahe dem ruhigen Hafen hat sich ein charmanter historischer Kern erhalten, mit niedrigen Häuschen, schmalen Gassen und verwinkelten Plätzen, wo Vergangenheit und Gegenwart Hand in Hand gehen.

Playa Blanca Spanien Promenade
Genießt die Sonne Lanzarotes bei einem Spaziergang

Strände

Die wahren Schätze von Playa Blanca liegen am Wasser: weißer Sand, ein Meer, das im Windschatten überraschend ruhig ist, und goldene Buchten neben verträumten Felswinkeln. Selbst im Winter gibt es im Süden Lanzarotes kaum kühle Strömungen, sodass ihr zu jeder Jahreszeit Strandtage und Badewetter genießen könnt.

Playa Flamingo

Gleich um die Ecke von Playa Blancas Ortszentrum liegt die Playa Flamingo, die ihr bequem zu Fuß erreichen könnt. An dem geschwungenen Strand findet ihr ruhiges, türkisfarbenes Wasser, das durch eine sanfte Umarmung der Felsenküste vor kräftigem Wellengang geschützt wird. Auf der breiten Promenade, die parallel zum Meer verläuft, reihen sich Cafés, Eisdielen und kleine Restaurants aneinander. So könnt ihr jederzeit zwischen dem erfrischenden Bad und einer Erholungspause unter schattenspendenden Sonnenschirmen wählen.

Wenn ihr keinen Liegestuhl mieten wollt, findet ihr an der Playa Flamingo auch ausreichend freie Fläche. Dort könnt ihr das weiche Gestein der Uferzone als natürliche Unterlage nutzen und stundenlang die warme Sonne genießen. Dieser Strand ist auch ideal für romantische Spaziergänge am frühen Abend, wenn das Tageslicht in ein sanftes Orange übergeht und die Stimmung an der Promenade von Playa Blanca gelassener wird. Sportlich Interessierte können außerdem die Beachvolleyballfelder etwas abseits nutzen oder ein Paddelboard ausleihen.

Playa Blanca Spanien Playa Flamingo
Einfach mal die Seele baumeln lassen

Playa Dorada

Die Playa Dorada gehört zu den beliebtesten Küstenabschnitten von Playa Blanca und ist dennoch weder laut noch überfüllt. Der feine, goldschimmernde Sand verleiht diesem Bogen eine mediterrane Wärme, die durch die dunklen Lavafelsen an beiden Seiten noch dramatischer wirkt. Obwohl eine Hotelzone unmittelbar angrenzt, ist der Zugang für alle frei. Vor Ort findet ihr eine gepflegte Ausstattung mit Sonnenliegen, Kiosken und sanitären Einrichtungen. Das Wasser fällt so flach ab, dass Kinder unbeschwert planschen können, während sie mit der Schnorchelmaske kleine Fische und Seeigel entdecken, die zwischen den Steinen schwimmen.

Die Zufahrt führt durch eine ruhige Wohnstraße, die den Strand vor Durchgangsverkehr abschirmt und dem gesamten Bereich eine angenehme Intimität verleiht. In den Morgenstunden, wenn die Sonne noch tief steht und goldig über das Wasser scheint, habt ihr die Bucht nahezu für euch allein. Wer frühzeitig aufbricht, kann ungestört schwimmen, meditieren oder einfach in die Weite des Ozeans blicken. Am späten Nachmittag füllt sich die Playa Dorada mit Familien und Paaren, die das langsame Abendlicht genießen, das auf Lanzarote besonders intensiv ist.

Playa de Papagayo

Kenner schätzen diesen Strand als die schönste Bucht der gesamten Kanaren. Wenn ihr mutig seid und den langen Schotterweg durch das Naturschutzgebiet Los Ajaches nicht scheut, versteht ihr schnell, warum dieser Ruf gerechtfertigt ist. Das türkisgrüne Wasser der Playa de Papagayo erreicht eine Leuchtkraft, die sonst eher der Karibik zugeschrieben wird. In Verbindung mit den rotgoldenen Vulkanklippen, die das Ufer einrahmen, ergibt sich ein Panorama von einmaliger Wirkung. Nebenan liegen mehrere kleinere Calas, die ihr zu Fuß in wenigen Minuten erreicht, sodass ihr auch an Wochenenden garantiert ein ruhiges Plätzchen findet.

Wegen der Lage innerhalb des Naturreservats ist die Playa de Papagayo bewusst minimalistisch gehalten. Ein kleines Kiosk-Restaurant mit frischen Fischgerichten und gekühlten Getränken versorgt die Besucher, ohne den wilden Charakter zu beeinträchtigen. Der Weg zu dieser Bucht führt über eine Mautstraße durch das Schutzgebiet; am besten mietet ihr euch einen Wagen oder bucht ein organisiertes Bootsausflugsprogramm. Wenn ihr an der Promenade von Playa Blanca in ein Wassertaxi steigt, erlebt ihr die Küste aus einer ganz anderen Perspektive und bekommt einen Eindruck von der gewaltigen Vulkanlandschaft, die Lanzarotes Süden prägt.

Playa Blanca Spanien Playa de Papagayo
Entdeckt die unberührte Natur der Insel

Playa Blanca

Der namensgebende Ortsstrand liegt am nördlichen Ende der Promenade und ist nicht nur geografisch, sondern auch kulturell das Zentrum des Lebens. Die hellen Sandkörner der Playa Blanca spiegeln die Sonne so intensiv, dass mittags das gesamte Ufer in ein strahlendes Licht getaucht ist. Die Kulisse aus weiß getünchten Häusern, schlichten Fischerbooten und dem ruhig glitzernden Atlantik erzeugt ein Bild von fast unwirklicher Schönheit. Direkt angrenzend befinden sich der alte Hafen und einige der traditionsreichsten Restaurants.

Die Playa Blanca ist vergleichsweise klein, aber gerade deshalb fühlt ihr euch hier gleich geborgen und vertraut. Einheimische und Urlauber teilen sich diesen Küstenstreifen, was ihn zu einem der menschlichsten Orte der gesamten Stadt macht. Neben dem Strand führt euch eine ebene Promenade in wenigen Minuten zu den benachbarten Abschnitten, ideal für ausgedehnte Spaziergänge ohne nennenswerte Anstrengung. Wenn ihr den Abend mit einem Besuch in einem der nahegelegenen Restaurants ausklingen lassen möchtet, findet ihr am Hafen frischen Fisch nach kanarischer Zubereitung.

Sehenswürdigkeiten

Neben entspannten Strandtagen hält Playa Blanca eine Reihe lohnender Ziele bereit, die Kultur, Geschichte und gepflegte Eleganz miteinander verknüpfen. Das Angebot reicht vom mondänen Jachthafen über einen wehrhaften Wachturm bis zur weitläufigen Flaniermeile. Und das Beste: Ihr könnt das meiste bequem zu Fuß erreichen.

Marina Rubicón

Der Hafen von Playa Blanca ist weit mehr als nur eine Ankerstelle für Jachten. Das sorgfältig gestaltete Ensemble aus weißen Gebäudefassaden, gepflegten Boutiquen und hochwertigen Restaurants rund um die Marina Rubicón gehört zu den attraktivsten Liegeplätzen ganz Spaniens und zieht Segler von überall her an. Wenn ihr an der Promenade entlangschlendert, seht ihr Luxusboote, die sanft neben den bunten Kähnen der Fischer schaukeln. Abends verwandelt sich der Ort zum gesellschaftlichen Treffpunkt, an dem Besucher bei einem Glas kanarischen Weins den Abendhimmel über dem Atlantik beobachten.

Das Restaurant-Angebot in der Marina Rubicón reicht von gehobener internationaler Küche bis hin zu bodenständigen kanarischen Tapas. Die Fischtheken vor den Lokalen präsentieren den täglichen Fang, der noch vor wenigen Stunden im Atlantik geschwommen ist. Wenn ihr nach Designerkleidung, Schmuck oder erlesenen Lebensmitteln der Insel sucht, lohnt sich ein Bummel durch die kleinen Geschäfte. Die hellen Farben, breite Treppen und die üppige Bepflanzung sind typisch für Lanzarote und schaffen eine Atmosphäre, die gleichermaßen lässig und kultiviert wirkt.

Playa Blanca Spanien Marina Rubicon
Maritimes Flair am Jachthafen Marina Rubicón

Paseo Marítimo

Das Rückgrat des öffentlichen Lebens in Playa Blanca ist der Paseo Marítimo, die geschwungene Uferpromenade, die sich über sieben Kilometer an der Küstenlinie des Südens entlangzieht. Breite Gehwege aus kanarischem Naturstein, tropische Bepflanzung, Skulpturen und Ruhebänke mit Meerblick machen die Flaniermeile zu einem täglichen Vergnügen, dem ihr euch bestimmt nicht entziehen könnt. Wenn ihr von der Marina Rubicón bis zum alten Hafenkai wandert, seht ihr alle Facetten der Stadt, von exquisit bis traditionell.

Am frühen Morgen verwandelt sich die Promenade in eine beliebte Joggingstrecke, auf der Einheimische und Urlauber gemeinsam die frische Meeresluft genießen. Zwischen Mittag und frühem Nachmittag füllen sich die entspannten Freiluftcafés entlang des Paseos. Auch am Wochenende kann es schon mal etwas voller werden. Wenn ihr mit dem Rad unterwegs seid, fahrt ihr auf einem separaten Abschnitt, der parallel zur Fußgängerzone verläuft und eine bequeme, umweltfreundliche Alternative zum Auto ist.

Castillo de las Coloradas

Wenige Gehminuten östlich des Ortszentrums steht ein alter kanarischer Wachturm auf einem Lavafelsvorsprung über dem Meer. Das Bauwerk aus dem achtzehnten Jahrhundert diente dem Schutz vor Piratenüberfällen, die im Zeitalter der Seefahrt eine ständige Bedrohung für die Inselbevölkerung darstellten. Ihr könnt das Castillo de las Coloradas von außen besichtigen und Fotos machen. Der Platz ist bei Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll, wenn das Abendlicht die rotbraunen Basaltsteine in glühende Farbtöne verwandelt und der Meeresspiegel darunter golden glitzert.

Rund um das Castillo de las Coloradas seht ihr einige der unberührtesten Lava-Küsten ganz Lanzarotes. Die schwarzen Steinplatten, die bis ans Wasser heranreichen, erzählen die geologische Vergangenheit der Insel, die vor Millionen von Jahren durch Vulkanismus aus dem Ozean emporstieg. Wenn ihr dem Strandtrubel für ein paar Momente entfliehen und ein Stück Erdgeschichte erleben wollt, ist ein Ausflug zu diesem romantischen Ort genau das Richtige für euch.

Playa Blanca Spanien Castillo de las Coloradas
Wachturm mit Meerblick

Los Ajaches

Im äußersten Süden Lanzarotes findet ihr ein Naturschutzgebiet mit einem der ältesten Vulkangebirge der Kanaren. Die kargen Steinzüge und Hochplateaus von Los Ajaches sind seit Jahrmillionen Wind und Meer ausgesetzt. Ihre Oberfläche erinnert an eine Mondlandschaft: schroff, rau und von fragiler Schönheit. Seltene Tier- und Pflanzenarten wie die Purpurarien-Eidechse und verschiedene Wolfsmilchgewächse haben sich an die extremen Bedingungen angepasst und prägen das Bild dieses Ökosystems, das von menschlichen Eingriffen weitgehend unberührt geblieben ist.

Von den Parkplätzen in der Nähe der Playa de Papagayo führen euch Wanderwege ins Innere des Reservats, wo ihr mit einem unbeschreiblichen Ausblick auf den Atlantik, Fuerteventura und die Insel Lobos für den mühevollen Aufstieg reichlich belohnt werdet. Gut beschilderte Pfade verbinden die wichtigsten Aussichtspunkte miteinander und können in zwei bis drei Stunden in ruhigem Tempo zurückgelegt werden. Für Naturliebhaber und Fotografen gehört ein Ausflug zum Schutzgebiet Los Ajaches definitiv zu einem Urlaub dazu.

Aktivitäten

Ausflüge in Playa Blanca lassen sich grob in zwei Kategorien teilen: solche, die das Meer ins Zentrum stellen, und andere, die die Landschaft erschließen. Die Kombination aus Atlantik, Vulkangestein und der Nähe zu Nachbarinseln macht den Süden Lanzarotes zu einem der abwechslungsreichsten Gebiete in Spanien.

Tauchen und Meereswelt

Vor der Küste von Playa Blanca wartet eine ganz besondere Überraschung: Das Museo Atlántico, das erste Unterwassermuseum Spaniens, liegt in einer Tiefe von etwa vierzehn Metern und beherbergt mehrere hundert Skulpturen des britischen Bildhauers Jason deCaires Taylor. Die Figuren verschmelzen seit Jahren mit dem natürlichen Korallen- und Algenwachstum zu einem lebendigen Kunstwerk, das sich mit jedem Besuch verändert. Eine Tauchschule vor Ort bietet regelmäßige Ausflüge an, die sowohl Erfahrene als auch Einsteiger mit entsprechender Begleitung buchen können.

Neben dem Unterwassermuseum fehlt es dem kanarischen Meer rund um Playa Blanca nicht an faszinierenden natürlichen Attraktionen. Vulkanische Felsformationen, die das Wasser im Laufe der Jahrtausende zu Tunneln, Bögen und Höhlen modelliert hat, beherbergen eine artenreiche Fauna aus Muränen, Rochen, Tintenfischen und anderen bunten Bewohnern. In den meisten Monaten könnt ihr bis zu dreißig Meter weit sehen. Neulinge können Schnupperkurse buchen oder an geführten Schnorcheltouren teilnehmen, die weniger tiefe Riffe der Umgebung erkunden.

Playa Blanca Spanien Tauchen
Trefft die Meeresbewohner von Lanzarote

Bootsausflug zu den Nachbarinseln

Die kurze Meerenge zwischen Lanzarote und Fuerteventura lädt zu einem der beliebtesten Tagesausflüge von Playa Blanca aus ein. Die Fährverbindung nach Corralejo dauert nur etwa dreißig Minuten. Das Dorf auf der Nachbarinsel ist bekannt für seine ausgedehnten Dünenfelder und den lebendigen Hafen, während das Hinterland zu den eindrucksvollsten Wüsten Europas gehört. Wenn euch Kontraste reizen, solltet ihr unbedingt beiden Kanarenschwestern einen Besuch abstatten.

Zwischen Lanzarote und Fuerteventura liegt auch die unbewohnte Insel Lobos, ein ursprüngliches Naturreservat. Ausflüge hierher sind möglich. Wenn ihr ankommt, wandert ihr durch eine karge Landschaft, die von Vogelkolonien, Salzlagunen und makellos klarem Wasser umgeben ist. Fischkutter- und Katamaran-Touren starten mehrmals täglich von der Marina Rubicón und bringen euch zu Schnorchelstopps in den glasklaren Buchten. Wer die Ruhe genießen möchte, findet hier einen der letzten wirklich stillen Plätze der Kanaren.

Den Timanfaya-Nationalpark entdecken

Kaum ein Schutzgebiet auf Lanzarote ist so schön wie dieser Naturraum im Westen. Die ausgedehnte Lava-Mondlandschaft des Timanfaya-Nationalparks ist durch mehrere Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert entstanden. Bis heute zählt sie zu den eindrucksvollsten geologischen Formationen der Erde. Von Playa Blanca aus erreicht ihr das Reservat mit dem Mietwagen in etwa vierzig Fahrminuten; perfekt für einen Tagesausflug. Einmal angekommen, steigt ihr in den offiziellen Tourbus, der euch zu den Orten bringt, die öffentlich zugänglich sind.

Wenn ihr Hunger bekommt, wartet ein besonderes kulinarisches Erlebnis: Im Parkrestaurant werden alle Gerichte noch über den warmen Erdgasen zubereitet. Daneben führen euch markierte Wanderwege durch Lavafelder, vorbei an Hornitos und Steinkanälen, an denen ihr noch heute die Kraft der Magmaströme erahnen könnt. Fahrt nach dem Besuch im Timanfaya auch unbedingt noch in das kleine Dorf El Golfo. Dort könnt ihr einen Kratersee bestaunen, der in strahlend schillernden Smaragdtönen leuchtet.

Playa Blanca Spanien Timanfaya
Unwirkliche Schönheit: Die grüne Lagune bei Timanfaya

Radfahren entlang der Küste

Die flache Küstenebene rund um Playa Blanca macht die Region ideal für ausgedehnte Touren auf dem Drahtesel. Gut ausgebaute Wege führen von der Promenade durch die sanft geschwungene Landschaft bis hin zum Naturschutzgebiet Los Ajaches und bieten dabei atemberaubende Ausblicke auf das Meer, die Lavaplateaus und die Silhouette von Fuerteventura am Horizont. Mietstationen für Fahrräder und E-Bikes findet ihr im Ortszentrum und in der Marina Rubicón.

Eine besonders empfehlenswerte Route führt westlich von Playa Blanca entlang der Küste in Richtung Playa Quemada, ein weitgehend unbekanntes Fischerdorf mit einem urigen Hafen. Entlang der Strecke seht ihr die typische Landschaft Lanzarotes: kahle Vulkanberge, weiß getünchte Fincas und das strahlende Blau des Atlantiks. Brecht am besten gleich zu Tagesbeginn auf. Dann habt ihr die Straßen weitgehend für euch und könnt in der kühlen Morgenluft fahren, bevor die Mittagshitze das Radeln beschwerlicher macht. Die meisten Touren sind gut ausgeschildert, sodass ihr auch mit einer einfachen Karte den Weg findet.

Reise-Infos

Ein Urlaub auf Lanzarote ist erfreulich unkompliziert. Der internationale Flughafen wird von vielen deutschen Städten aus direkt angesteuert. Auch das Wetter auf der Insel ist beständig, sodass sich eine Auszeit in Playa Blanca fast das ganze Jahr über lohnt.

Ideale Reisezeit und Reisedauer

Das Klima in Playa Blanca auf Lanzarote ist über das gesamte Jahr hinweg außergewöhnlich stabil. Besonders attraktiv ist es im Frühling und Herbst, weil die Temperaturen tagsüber angenehm warm sind, die Sommerhitze des Mittelmeers jedoch ausbleibt. Im Juli und August steigen die Thermometer im Süden der Insel gelegentlich auf über dreißig Grad. Ein Traum für Wassersportler, aber nicht ganz so ideal für Wanderfreunde. Die Wintermonate zwischen November und März bringen zwar gelegentlichen Regen und frischere Winde, aber selbst in diesen Wochen strahlt die Sonne täglich für mehrere Stunden.

Wenn ihr einen Kurztrip auf die Insel machen wollt, solltet ihr mindestens fünf bis sieben Tage einplanen, damit ihr auch Ausflüge in den Timanfaya-Nationalpark, nach Fuerteventura und in das Naturschutzgebiet Los Ajaches unternehmen könnt. Wollt ihr darüber hinaus auch die Nordküste mit dem Jameos del Agua, der Cueva de los Verdes und dem César-Manrique-Museum erkunden, solltet ihr zwei Wochen bleiben. Playa Blanca eignet sich auch ausgezeichnet als Stützpunkt für eine Rundreise, da sich die Rückfahrt in euer Hotel auf Lanzarote stets wie eine Heimkehr anfühlt.

Playa Blanca Spanien Meerblick
Packt eure Koffer, das Meer wartet!

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Der Flughafen Lanzarote liegt im Norden der Insel und ist von Playa Blanca aus etwa dreißig Minuten entfernt. Direktverbindungen aus deutschen Großstädten wie Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin machen die Anreise besonders bequem, da man in der Regel schon nach drei bis vier Stunden ankommt. Vor Ort stehen zahlreiche Mietwagen zur Verfügung, deren Preise je nach Saison und Fahrzeug variieren. Wenn ihr kein Auto benötigt, könnt ihr einen Linienbus bis Arrecife nehmen und dort in den Express gen Süden umsteigen.

Innerhalb von Playa Blanca könnt ihr alles bequem zu Fuß erreichen. Die Promenade, die Strände, die Marina Rubicón und das Ortszentrum liegen so nah beieinander, dass ihr auch ohne Auto keine Einschränkungen habt. Für Ausflüge in den Süden, etwa zu den Papagayo-Buchten oder in das Naturschutzgebiet, empfiehlt sich jedoch ein Mietwagen, da die Schotterstraßen von öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zuverlässig bedient werden. Die Fähre nach Fuerteventura legt mehrmals täglich vom Hafen ab und verbindet die beiden Nachbarinseln in sehr kurzer Zeit.

Essen und Spezialitäten

Die Gastronomie von Playa Blanca spiegelt die Küchentraditionen der Kanaren wider. Das Nationalgericht von Lanzarote sind die Papas arrugadas, kleine, runzlige Kartoffeln, die so lange in Salzlake gegart werden, bis die Schale weiß kristallisiert. Gereicht werden sie stets mit Mojo, einer typischen Gewürzsoße, die es in zwei Varianten gibt: leuchtend rot aus Paprika und Knoblauch und grün auf frischer Korianderbasis. Beide Dips werden auch oft mit Fleisch, Fisch und Gemüse serviert.

Meeresfrüchte gehören zu einer guten Mahlzeit in Playa Blanca ebenfalls dazu. Cherne, Vieja und Sama, typische kanarische Fischsorten, werden in den Restaurants rund um den alten Hafen täglich frisch zubereitet und nach Gewicht serviert. Wenn ihr noch mehr von der Inselküche kennenlernen möchtet, solltet ihr die lokalen Märkte der Umgebung besuchen, auf denen Käse wie der gereifte Majorero aus Fuerteventura, eingelegte Oliven und lokaler Honig angeboten werden. Beim Abendessen in einem der gehobenen Restaurants der Marina Rubicón kostet ihr diese Zutaten in einem eleganten Ambiente, das den gastronomischen Genuss abrundet.

Playa Blanca Spanien Papas Arrugadas
Traditionelle Papas Arrugadas mit würziger Mojo-Soße

Hotels und Unterkünfte

Das Übernachtungsangebot in Playa Blanca reicht von charmanten Boutique-Häusern im Zentrum bis hin zu luxuriösen Strandresorts mit direktem Zugang zum Meer. Besonders bemerkenswert ist die wachsende Zahl von Unterkünften, die Nachhaltigkeit und Komfort auf ungewöhnlich stimmige Weise verbinden und dabei auf Solarenergie, lokale Baustoffe und eine Küche aus regionalen Zutaten setzen. Wenn ihr ein Hotel sucht, das sowohl Rückzugsort als auch Ausgangsbasis für tägliche Erkundungen ist, findet ihr im Süden Lanzarotes ganz sicher etwas Passendes.

Die gehobenen Strandhotels im Westen von Playa Blanca, Lanzarote, verfügen in der Regel über großzügige Poolanlagen, Wellnessbereiche und gastronomische Einrichtungen, die den Aufenthalt auch bei bewölktem Wetter kurzweilig machen. Viele dieser Adressen integrieren typische Architekturelemente wie weiß verputzte Terrassen, begrünte Innenhöfe und Natursteindetails. Wenn ihr eher ein persönlicheres Ambiente bevorzugt, könnt ihr im Ortszentrum einige hervorragend geführte Boutique-Hotels buchen, deren Besitzer oft aus der Region stammen und ihre Gäste mit jener Herzlichkeit empfangen, die kanarische Gastfreundschaft schon immer auszeichnet.

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