Lanzarote: Vulkane & Traumstrände


Lanzarote ist ein Eiland voller Gegensätze. Nicht umsonst verzaubert die viertgrößte Insel der Kanaren vor allem Urlauber, die es abwechslungsreich mögen. Erkundet Lanzarote gemeinsam mit uns!

Vielfalt auf wenigen Quadratkilometern

Fast zu einem Drittel besteht Lanzarote aus Lava, Eruptionskratern und Aschebergen, die pechschwarz bis rostrot im Sonnenlicht schimmern. Die spärliche aber sattgrüne Vegetation sowie die weißen Häuser bilden den wohl eindrucksvollsten Kontrast zur Lavalandschaft. Reisende, die sich kulinarisch verwöhnen lassen und entspannen möchten, sind auf Lanzarote genauso richtig, wie aktive Urlauber und solche, die wunderschöne Strände suchen.

Playas Caletón Blanco

© Tourismo Lanzarote Playa Caletón Blanco

Lanzarote erstreckt sich über 60 Kilometer von Nordost nach Südwest. Von West nach Ost sind es gerade einmal 20 Kilometer. Trotz der überschaubaren Größe bietet die Insel Lanzarote eine enorme Vielfalt, von der Urlauber profitieren können. Im Jahr 1993 wurde Lanzarote als erste Insel vollständig zum Biosphärenreservat der UNESCO erklärt. Der Westen der Insel besticht mit einer Mondlandschaft aus endlos wirkenden Schlacke- und Aschefeldern. Im Gegensatz dazu ist der Norden bunt und üppig. Die Kleinstadt Haría bildet das Zentrum dieser Agrarregion. Ebenso zu Lanzarote gehören die vorgelagerten Inseln La Graciosa, Montaña Clara und Alegranza.

Küste bei El Golfo auf Lanzarote

Küste bei El Golfo auf Lanzarote

Einer, der Lanzarote seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt hat, ist César Manrique. Der Künstler, der 1990 verstarb, gestaltete als Architekt und Bildhauer viele der schönsten Ecken von Lanzarote. Der Name César Manrique ist hier allgegenwärtig und die Lanzaroteños sind stolz auf den berühmtesten Sohn der Vulkaninsel. Manrique setzte sich Zeit seines Lebens auch dafür ein, dass die traditionelle Bauweise von Lanzarote erhalten bleibt. Er ist ein Grund dafür, dass es auf dem Eiland keine Häuser oder Hotels gibt, die höher als drei Stockwerke sind. Bettenburgen, wie sie von anderen Inseln der Kanaren oder Balearen bekannt sind, werdet ihr hier nicht finden. Wer mehr über den prägenden Künstler in Erfahrung bringen will, sollte das ehemalige Wohnhaus von César Manrique besuchen, in dem auch die gleichnamige Stiftung untergebracht ist. Natürliche Vulkanblasen wurden beim Bau dazu genutzt, ganz einzigartige Räume zu gestalten – eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote, nicht nur für Architekturliebhaber!

Von roten Vulkanen zu herrlichen Traumstränden

Wie sehr die Vulkane Lanzarotes Landschaftsbild bestimmen, könnt Ihr im Nationalpark Timanfaya erleben. Nicht umsonst gilt der 50 km² große Park auch als vulkanisches Herz von Lanzarote. Bei Yaiza im Westen der Kanareninsel gelegen, kann Timanfaya nicht nur mit 180 verschiedenen Arten von Pflanzen aufwarten. Das vielleicht spektakulärste Highlight im Nationalpark sind die rund 100 Feuerberge, auch Montanas del Fuego genannt. Sie sind der Ursprung der heutigen Mondlandschaft in Teilen von Lanzarote: Mit dem Ausbruch der Feuerberge wurden weite fruchtbare Flächen mit Lava überflutet, die heute wie unwirkliche Gegenden auf einem fremden Planeten wirken. Die Feuerberge selbst weisen keinerlei Aktivitäten mehr auf, doch allein ihr Anblick in der Sonne von Lanzarote, die sie in den verschiedensten Farben erstrahlen lässt, ist ein Besuch im Timanfaya Nationalpark wert. Wer will, kann hier übrigens auch auf Kamelen durch den heißen Sand reiten und von oben einen Blick auf die Vulkane im Park werfen.

Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote

© Tourismo Lanzarote Timanfaya Nationalpark

Die Inselmitte ist besonders wegen der Weinanbaugebiete um La Geria berühmt, die sich bis zur Ostküste und dem Feriengebiet Puerto del Carmen erstrecken. Das Badeparadies im Osten der Insel ist besonders bei jungen Urlaubern beliebt, da sich dort zahlreiche Bars, Restaurants, Geschäfte und Diskotheken befinden. Der Strand Playa de los Pocillos ist einer der längsten Strände der Insel. Er ist gut zwei Kilometer lang und 200 Meter breit und bietet somit genug Platz für herrliche Entspannung.

Weinanbaugebiet La Geria

© Tourismo Lanzarote La Geria

Der Süden der Insel ist aufgrund seiner Trockenheit nur sehr dünn besiedelt und lockt Urlauber mit den goldenen Stränden um El Papagayo, beispielsweise in Playa Blanca. Dieser Ferienort besticht mit einer langen Strandpromenade sowie kleinen Badebuchten und einem belebten Hafen. Vor allem Familien, Sonnenhungrige und Ruhesuchende verschlägt es nach Playa Blanca. Ebenfalls künstlich angelegt und mit zahlreichen Palmen bestückt, ist der Playa Reducto.

Playas de Papagayo auf Lanzarote

© Tourismo Lanzarote Playas de Papagayo

Etwas weiter nördlich befindet sich mit Puerto del Carmen das touristische Zentrum von Lanzarote. Neben vielen Hotels gibt es hier auch die entsprechende Infrastruktur von Restaurants, Strandbars und kleinen Geschäften, die zu einem entspannten Urlaub auf der Insel einfach dazugehören. Die Strände in Puerto del Carmen sind trotzdem nicht überlaufen. Für Familien etwa gut geeignet ist der Playa Grande, der Playa Chica ist noch etwas ruhiger und gut zum Schnorcheln geeignet. Der längste Strand vor Ort ist der Playa de los Pocillos mit seinen fast zwei Kilometern. Herrlich feiner Sand in strahlendem Gelb geben den idealen Rahmen für einen schönen Badetag.

Auch der Ferienort Costa Teguise, der bei Familien und Surfern beliebt ist, ist touristisch gut erschlossen. Durch den beständigen Wind kommen Profis sowie weniger erfahrene Surfer auf ihre Kosten. Am geschützten Playa de las Cucharas können selbst Anfänger aufs Brett steigen. Doch nicht nur Surfen kann man im Urlaub auf Lanzarote, auch Segeln und Katamaran fahren, Schnorcheln und Tauchen sowie Ausflüge zum Fischen sind möglich. Generell lässt sich festhalten, dass der Süden von Lanzarote dank schöner Strände eher zum Schwimmen und Tauchen geeignet ist, der Norden hingegen beste Bedingungen zum Kite- und Windsurfen bietet.

Quelle: YouTube/ab-in-den-urlaub.de

Sehenswerte Ausflugsziele auf Lanzarote

Die Hauptstadt der Insel Arrecife lockt mit kulinarischen Köstlichkeiten, Kultur und vielen Sehenswürdigkeiten. Im Castillo de San José können Urlauber das Museo International de Arte Contemporáneo besuchen. Das Museum für zeitgenössische Kunst zeigt unter anderem Kunstwerke von Joan Miró und Antoni Tàpies. Nach diesem kulturellen Programmpunkt haben Reisende im 17. Stock des Arrecife Grand Hotel die Möglichkeit, internationale Küche und eine atemberaubende Aussicht auf die Küste und das Meer zu genießen.

Jameos del Agua auf Lanzarote

© Tourimso Lanzarote Jameos del Agua

Für Familien besonders lohnenswert ist ein Ausflug in das Museo Agricola El Patio in der Nähe von Puerto del Carmen. Dabei warten auf die Besucher keine langweiligen Ausstellungsstücke oder Ähnliches, sondern ein voll funktionierender Bauernhof mit zahlreichen Nutztieren. Ein ganz besonderes Ausflugsziel auf Lanzarote sind auch die von Manrique gestalteten Wasserhöhlen, den Jameos del Agua im Nordosten. Unter der Oberfläche befinden sich hier in geöffneten Vulkanhöhlen ein Restaurant, ein Schwimmbecken und sogar ein Konzertsaal, in dem 600 Personen Platz finden. Die einzigartige Akustik und das Ambiente bilden den perfekten Rahmen für Konzerte und andere Aufführungen. Zu den Veranstaltungen, die ausgerichtet werden, zählt das Jameos Musik Festival. In der Sommersaison kann eine begrenzte Anzahl von Gästen am vier Terminen, verteilt auf die Monate Juni bis September, zur Musik bekannter DJ tanzen.

Katusgarten auf Lanzarote

Katusgarten auf Lanzarote

Noch mehr Grün gibt es auf Lanzarote im Norden der Stadt Guatiza. Hier lockt der Botanische Garten vor allem jene Besucher, die sich in Kakteen verliebt haben. Mehr als 10.000 Einzelexemplare in rund 1.400 Arten der stacheligen Zeitgenossen gibt es hier zu sehen. Für den Rundgang im Garten solltet ihr euch getrost einige Stunden Zeit nehmen, denn die Anlage ist mit ihren 5.000 m² doch etwas größer als ein schlichter Vorgarten. Freilich hatte bei der Gestaltung auch hier wieder der Künstler César Manrique seine kreativen Hände im Spiel.

Reiseinfos für Lanzarote

Lanzarote ist, wie auch die anderen Inseln der Kanaren, fast das ganze Jahr über ein herrliches Reiseziel. Nur im Winter gibt es überdurchschnittlich viel Regen, ab etwa März dringt jedoch die Sonne im stärker durch die Wolken. Der Frühling eignet sich besonders für Aktive, die auf Lanzarote wandern oder Mountainbike fahren wollen. Ab Mai wird es immer heißer, im Sommer steigen die Temperaturen auf bis zu 30 Grad – perfekt für alle Sonnenanbeter. Im Herbst ist die Insel ein gutes Ziel, wenn ihr noch einmal Sonne vor dem langen deutschen Winter tanken wollt.

Flüge nach Lanzarote gibt es ab vielen Flughäfen in Deutschland, so etwa von Berlin, Frankfurt/Main, München, Stuttgart, Hamburg und anderen. Nach etwa fünf Stunden landet man auf dem Flughafen Lanzarote, wo Mietwagen geliehen werden können. Alternativ gelangt ihr mit einem vom Reiseveranstalter organisierten Transfer zum Hotel.

Video Überblick zum Land


Quelle: YouTube/Turismo Lanzarote

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