Bahamas: Tipps für die Trauminseln


Würdet ihr im Lexikon unter Paradies nachschlagen, müsste sich dort ein Bild der Bahamas finden. Zwischen endlosen Sandstränden, türkisblauem Meer und ganzjährigem Sonnenschein birgt der karibische Inselstaat noch manches Highlight für den Traumurlaub. Neben einer sagenhaften Unterwasserwelt, die zum Schnorcheln und Tauchen einlädt, sind das vor allem die beeindruckende Flora und Fauna – samt schwimmender Schweinchen.

Bahamas im Überblick: Willkommen im Paradies

Südöstlich der Vereinigten Staaten von Amerika und über dem ebenso sehenswerten Kuba angesiedelt wartet ein Sehnsuchtsort für Urlaubshungrige. Hier bilden 2.400 Korallenriffe, sogenannte Cays, und rund 700 Inseln, von denen jedoch nur etwa 30 bewohnt sind, den wunderschönen Inselstaat der Bahamas.

Beeindruckende Landschaften in Nassau
Beeindruckende Landschaften in Nassau

Schon der Anflug auf das karibische Paradies, das geographisch zu Mittelamerika zählt, ist atemberaubend und zeigt sich mit Puderzucker-Stränden, vorgelagerten Korallenriffen und türkisblauen Wassermassen vielversprechend. Wenig überraschend kommen hier vor allem Wassersportler, Badefreudige und Sonnenhungrige voll auf ihre Kosten. Dass die Temperaturen des subtropischen Archipels selbst in den Wintermonaten immer nahe der 20 Grad Marke liegen und ganzjährig sieben bis neun Sonnenstunden pro Tag herrschen, sorgt für paradiesische Bedingungen auf den Inseln.

Doch wer hier ein reines Badeparadies vermutete, der irrt. Die Bahamas beeindrucken auch an Land mit Nationalparks, vielfältiger Flora und Fauna sowie einer lokalen Kultur- und Kunstszene. Besonders Orte wie der mehrfache James-Bond-Schauplatz Nassau laden mit Shoppingmöglichkeiten oder schillernden Casinos zu Zerstreuung abseits der Naturwunder ein.

Wunderschönes Nassau
Wunderschönes Nassau

Die aufregende Geschichte der Insel verwöhnt Urlauber mit vielen Sehenswürdigkeiten. Aus der Zeit, in der Blackbeard und Co. in die Traumbuchten segelten, finden sich ebenso Zeitzeugnisse, wie aus der Kolonialzeit. Neben Festungen, religiösen Gebäuden und Piratenmuseen werden jedoch auch Zoos, Ausflugsziele und Aktivitäten geboten. Der Vorteil liegt hier klar in der Vielfältigkeit: Vom Adrenalin-Junkie bis zum erholungssuchenden Spa-Gänger findet hier jeder sein Glück. Und zwischen Massage und Jetski, Gesichtspackung und Parasailing kann sich ein Urlauber Appetit holen: Auf die einheimische Küche und ein wenig Seele-baumeln-lassen am Strand.

Orte: Geballte Schönheit auf 700 Inseln

Die Inseln mit den meisten Einwohnern finden sich in New Providence sowie Grand Bahama. Dort bilden auch die größten Städte des Duos lebendige Urlaubsorte. Nassau, auf der Insel New Providence, ist die größte und actionreichste Stadt des Inselstaats. Mit typisch karibischem Flair in buntem Stadtbild und dem historischen Stadtkern ist Nassau ein Muss für Besucher. Koloniale Architektur und eine moderne Infrastruktur finden sich hier ebenso wie schöne Strände à la Cable Beach oder Cabbage Beach. Zwischen Casinoabenden und Cocktails wird hier auch vorbildlich für das Nachtleben gesorgt. Nicht ohne Grund machte der Mix aus Spiel und Luxus Nassau schon mehrfach zum Schauplatz von James Bond Filmen. Via Fußgängerbrücke lässt sich auch die Schwesterninsel Paradise Island erreichen. Hier verspricht der Paradise Beach Entspannung oder das gewaltige Aquarium des schönen Atlantis Hotels einen Blick auf Stachelrochen und Haie.

Auf Grand Bahama erwartet Urlauber Freeport mit vielfältigem Glück.

In Freeport die Seele baumeln lassen
In Freeport die Seele baumeln lassen

Den Tag, verbracht an einem der schönen Strände, können Reisende hier an Beachbars bei Musik ausklingen lassen. Auch für Natur-Highlights ist unter anderem mit drei Nationalparks, botanischen Gärten und einem der größten Unterwasserhöhlensysteme der Welt gesorgt. Strände bieten sich mit gut 300 Kilometern Küstenlinie genug auf Grand Bahama. Wer allerdings mal eine Pause braucht, von Palmen und karibischem Sandstrand, wird in den zahlreichen Bars und Restaurants oder auf den Shopping- und Flaniermeilen glücklich. Doch es gibt noch weitere Inseln, die definitiv eine Reise wert und spätestes mit etwas Inselhopping zu verbinden sind:

 

  • Abacos: El Dorado für Segel- und Motorboote, Anlaufstelle für Badefans, Wassersportler und Angler, Hope Town und Green Turtle Cay verzaubern
  • Acklins und Crooked Island: einsame, menschlenleere Strände
  • Andros: größte Insel mit geringster Bevölkerungsdichte,  an der Seite dichter Mangrovenwälder, Spielwiese für Naturschönheit, bunte Tierwelt und Öko-Tourismus
  • Berry Islands: abseits des wilden Treibens angeln oder schnorcheln
  • Bimini: ein Muss für Angler, der Lieblingsort von Schriftsteller Ernest Hemingway
  • Cat Island: weiße Puderzucker-Strände vor grünen Hügeln, auf denen eine einsame Festung thront
  • Eleuthera und Harbour Island: Promi-Hotspot, der sich durch Ruhe, Strandbars und einen pinken Strand auszeichnet
  • Exumas: Luxus und tierisches Treiben auf Inselgruppe aus rund 360 Cays, Hauptziel aller Bahamas-Reisenden
  • Long Island: Taucher zieht es zum Dean‘s Blue Hole, Entdecker an schroffe Küsten und in Höhlen
  • Mayaguana: perfekter Rückzugsort, unberührt, ruhig und touristisch wenig erschlossen
  • Ragged Island: Angel-Hotspot, Historisches und Handgemachtes lässt sich entdecken
  • Rum Cay: Ferienhäuser auf der Insel werden nur von wenigen Booten angefahren, einzigartiges Ambiente
  • San Salvador: Kolumbus‘ erster Landgang, heute erholen sich freundliche Bewohner, Taucher und Erholungssuchende

Wasserwelten: Tauchen & Schnorcheln

Einst hieß das Gewässer rund um die Inseln Baja Mar, zu deutsch „flaches Meer“. Das ist nicht nur der Ursprung des heutigen Namens Bahamas, sondern auch weiterhin Programm. Denn das Meer fällt flach ab, hier im herrlichen Inselstaat und bietet damit tolle Bademöglichkeiten rund um die schönsten Buchten.

Baden am Junkanoo Beach
Baden am Junkanoo Beach

Wem es nach Nervenkitzel verlangt, kann zu den Haifütterungen schippern, die in der Nähe von Nassau angeboten werden.

Auf den Bahamas kommen Taucher aller Leistungsstufen auf ihre Kosten. Als eines der absoluten Highlights gilt dabei das weltweit drittgrößte Barriereriff, dass sich von Andros, Grand Bahama, Long Island oder New Providence leicht erreichen lässt. Zu entdecken gibt es reichlich in flachen Korallengärten und an bewachsenen Steilwänden. Typisch für die Karibik bieten sich farbenfrohe Welten nebst toller Tauchkonditionen mit hervorragender Sichtweite.

Während Entdecker zwischen Rifftauchen, Tieftauchen und Steilwandtauchen wählen oder sich bei Nacht oder am Rand von Blue Holes unter Wasser wagen, warten eine lebendige Tierwelt. Haie, Schildkröten, Rochen und bunte Fischwärme wollen schließlich beobachtet werden. Doch vielleicht finden Urlauber hier auch versunkene Schätze, wenn sie zwischen Gallonenschiffen der Spanier oder Lastkähnen der Bürgerkriegszeit auf Tauchstation gehen. Auch wer sich nicht so weit in die Tiefe wagt, kann auf Entdeckungsreise gehen. Beim Schnorcheln können Urlauber einen tollen Blick in die geheimnisvolle Unterwasserwelt gewinnen. Zu den Highlights gehören Schwimmrunden mit Delfinen und Riffhaien, die meist nur einen organisierten Bootstrip entfernt liegen. Dass sich Urlauber auch nur mit einem Schnorchel bewaffnet bald inmitten bunter Korallen befinden, ist verständlich: Mehr als fünf Prozent der weltweiten Korallenpopulation findet sich im traumhaften Gebiet der Bahamas.

Auf Korallenschau unter Wasser
Auf Korallenschau unter Wasser

Aktivitäten: Schönes zum Staunen

Nicht nur unter Wasser finden Urlauber Sehenswertes. Neben Wasser und Sand bieten die Bahamas auch Kultur und Natur. So sollte ein jeder, der sich in der Nähe von Eleuthera wiederfindet, der Glass Window Bridge einen Besuch abstatten. Hier verbindet die gläserne Brücke am schmalsten Punkt der Insel zwei Klippen. Darunter treffen das Blau des Atlantiks und die türkisfarbenen Wellen des Karibischen Meeres aufeinander. Wer sich hingegen im Dezember auf die Reise begibt, sollte sich das Junkanoo, den Karneval der Bahamas, nicht entgehen lassen. Ganzjährig warten hingegen die bahamaischen Strohmärkte, auf denen ihr entspannt bummelt und die hiesige Handwerkskunst bestaunt.

Nationalparks

Naturliebhaber können sich in insgesamt 22 Nationalparks wohlfühlen, die über 260.000 Hektar Land- und Meeresfläche schützen. Der flächenmäßig größte Nationalpark, der Central Andros Nationalpark, umfasst Mangroven- wie Feuchtgebiete, und Teile des Andros Barrier Reef. Ein weiteres Highlight ist das nördlichste Schutzgebiet Walker’s Cay Marine Park, das für Korallen und bunte Meeresfauna bekannt ist. Der südlichste Nationalpark, die unbewohnte Insel Little Inagua, ist Natur, Besuchern und den Wasserschildkröten vorbehalten, die hier ihre Eier legen. Auf der Insel Great Inagua leben hingegen 60.000 westindische Flamingos.

Schwimmende Schweine

Wer an die Bahamas denkt, hat schnell das Bild schwimmender Schweine im Sinn. Diese finden sich auf der Insel Big Mayor Cay, dem inoffiziellen „Pig Island“. Der „Pig Beach“ beherbergt die Meer-Schweinchen an der Westküste der Insel, die mit einem Ausflugsboot von Nassau oder der Nachbarinsel Staniel Cay gut zu erreichen ist. Von Great Exuma aus bietet sich ein Tagestripp zu den ringelschwänzigen Bewohnern an, die außerdem am liebsten Toastbrot von Touristen naschen.

Erlebt die putzigen Schweine im Wasser
Erlebt die putzigen Schweine im Wasser

Historisches

Insbesondere in Nassau zeigen alte historische Bauten die bewegte Geschichte. Die Verteidigungsanlagen Fort Fincastle, Fort Montagu samt Blackbeard Tower oder die größte der drei Festungen, Fort Charlotte, erzählen die Gesichte der Kolonialzeit. Die Christ Church Cathedral berichtet hingegen von den Seefahrern des 17. Jahrhunderts und auch als Piratenschlupfwinkel hat sich Nassau schon bewiesen. Schließlich umsegelte selbst der berüchtigte Blackbeard den schillernden Archipel. Ein Abriss davon findet sich unter andere im Piratenmuseum „Piratetes of Nassau“.

Sport

Urlauber mit sportlichen Ehrgeiz kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Wen es zur Golfkarriere zieht, wird besonders auf Grand Bahama glücklich. Hier locht es sich auf drei Golfplätzen vor atemberaubendem Meerblick ein. Im Meer selbst warten ungezählte Abenteuer: Windsurfen, Jetski, Parasailing, Stand-up Paddling sind nur einige der Aktivitäten. Zurück an Land warten Gegner für manch Tennis-Match, Reitausflüge oder ein paar Mitspieler für Beach-Volleyball. Ganz schön aufregend, so ein Urlaub zwischen 700 Trauminseln.

Ein Ausritt an den Stränden entlang
Ein Ausritt an den Stränden entlang

Reise-Infos

Ein Urlaub auf den Bahamas verspricht mit Recht einen Sehnsuchtsort samt Sandstrand. Es ist ein sauberes wie sicheres Reiseziel, solange Reisende beim Gang über die Straße an eines denken: Auf den Bahamas herrscht Linksverkehr. Was die Anreise angeht, bietet sich der internationale Flughafen Nassau Lynden Pindling an. Damit die Reise zwischen Wassersport, Sonnenbaden und anderen Genussmomenten einmal angekommen zum Traumurlaub wird, müsst ihr noch einige weitere Dinge beachten. Bei allen anderen Fragen helfen euch die freundlichen Einheimischen, die Bahamians, sonst sicher gerne weiter – bestenfalls in der Amtssprache Englisch.

Währung

Die Landeswährung ist der Bahama-Dollar. In vielen Hotels und den meisten Banken lassen sich gängige Währungen problemlos umtauschen. Der aktuelle Wechselkurs des BSD liegt derzeit bei 0,80 Euro (Stand: 08/2019). Die Zahlung mit Kreditkarten wie beispielsweise Visa, Mastercard und American Express wird nahezu überall akzeptiert.

Unterkünfte

Schwer fällt im paradiesischen Archipel nur die Entscheidung für eine Unterkunft. Vom Luxuskomplex, über romantische Bungalows bis zum bezahlbaren Familienhotel ist alles dabei.

Genießt die Beach Resorts
Genießt die Beach Resorts

Die Beach-Resorts bieten mal mit Spa, mal mit gewaltiger Poollandschaft für jeden Geschmack eine Lösung. Urlauber müssen nur wählen, welche Zutaten zwischen All-inclusive-Restaurant, Kinderbetreuung, direkter Strandlage oder Fitnessstudio sie für den Traumurlaub brauchen.

Reisezeit

Der Archipel bietet eine fast ganzjährig gute Reisezeit, als Hauptsaison gelten dabei die Monate Dezember, Januar, Februar, März und April. Die einzelnen Inseln bieten relativ gleichmäßig gute Temperaturen, deren Tagesdurchschnitt im Jahresverlauf selten unter 22 Grad fällt. Eher meiden sollten Reisende nach Möglichkeit den Höhepunkt der Hurrikan-Saison, welcher sich auf den Zeitraum von Juli, August, September und Oktober fokussiert. Aber auch in der Nebensaison der Monate Mai, Juni und November können Unwettern herrschen. Die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen Hurrikans ist jedoch relativ gering, da diese zumeist noch vor den Bahamas abdrehen. Somit steht eurer Reise auf die Bahamas nichts mehr im Weg!

Euer nächstes Reiseziel - die Bahamas
Euer nächstes Reiseziel - die Bahamas

Kulinarisches

Die hiesige Küche weist viele kreolische und afrikanische Einflüsse auf. Wenig überraschend stehen vor allem die Schätze des Meeres hoch im Kurs. Meeresfrüchte, Hummer, der Bahamian Grouper oder Zackenbarsch zeigen sich mit lokalen Kräutern raffiniert. Als Delikatesse gilt auch eine bis zu drei Kilo schwere Meeresschnecke, die gegrillt oder frittiert wird. Sie ist auch Teil des mit frischen Früchten zubereiten Nationalgerichtes – dem Conch Salad.

Einen Conch Salad im Freien genießen
Einen Conch Salad im Freien genießen

Zu solchen Köstlichkeiten reicht die bahamaische Küche Mais- oder Kokosbrot, Polenta, Peas´n Rice oder Pommes. Wer die Restaurantszene so richtig erleben will, wird sich auf kulinarischen Stadtrundgängen glücklich, die euch beispielsweise durch das schöne Nassau führen.

Reisedokumente

Deutsche Reisende benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum, doch erfordert die Einreise einen Reisepass. Dabei kann es sich auch um einen vorläufigen Reisepass handeln. Zudem müssen Urlauber im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein. Die Reisedokumente müssen, gerechnet ab dem Ende der Reise, mindestens sechs Monate gültig sein. Der deutsche Führerschein im EU-Format ist für den Urlaub ausreichend.

Gesundheit

Doch was passiert im Ernstfall, falls wirklich jemand im Urlaub krank werden sollte? Reisende sollten bei der Auswahl der Reisekrankenversicherung unbedingt prüfen, ob der Versicherungsschutz im Notfall auch Rettungsflüge, bestenfalls nach Deutschland, abdeckt. Bei der direkten Einreise aus Deutschland gibt es übrigens keine Pflichtimpfungen. Empfohlen werden die hierzulande allgemein gängigen Standardimpfungen. Nur wer über ein Gelbfiebergebiet einreist, muss vorher eine entsprechende Impfbescheinigung vorweisen.

Wir wünschen euch einen traumhaften Aufenthalt auf den Bahamas!

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