Reisevorbereitungen für China


Reisevorbereitungen für China? Das Reich der Mitte weckt bei euch Neugier und Entdeckerlust? Dann ab in den Flieger und lasst das vielfältige Leben zwischen Peking, Südchinesischem Meer und Himalaya auf euch wirken! Doch vorher heißt es Vorbereitungen treffen, damit ihr im Vorfeld eurer Reise bereits die eine oder andere Tücke umgehen könnt! Wissenswertes zu bester Reisezeit, Einreisebedingungen, Feiertagen, Internet vor Ort sowie respektvollem Verhalten und vielem mehr haben wir für euch im Überblick!

Kontrastreich und teils skurril kommt uns Mitteleuropäern das Leben im fernen China vor. Das Essen mit Stäbchen, smoggeplagte Metropolen, eine kaum deutbare Sprache und Schrift, als Plagiat verurteilte Produkte und eine exotische Kultur zwischen Tempeln, Grüntee und geschäftigen Hochhausschluchten sind dabei Dinge, an die man zuerst denkt. Doch was macht das tägliche Leben im asiatischen Land wirklich aus?

China in Zahlen

Die Volksrepublik ist ein Land der Superlative und repräsentiert dies auch voller Stolz: Das Bevölkerungsreichste der Welt, das Drittgrößte weltweit, Anrainer des weltweit höchsten Berggipfels, Land mit der längsten Staatsgrenze und so weiter. Ganz nebenbei birgt sie auch die flächenmäßig größte Stadt der Welt und den drittlängsten Fluss der Erde.

Einwohnerzahl:rund 1,31 Mrd. Menschen
Fläche:9.596.960 qkm
Landesgrenze:22.143 km
Küstenlänge:14.500 km
Höchstes Gebirge:Himalaya mit Mount Everest (8.848 m)
Längster Fluss:Jangtsekiang (6.300 km)
Anzahl der Nationalparks:208 (Größter: Changbaishan 1.900 qkm)
Hauptstadt:Peking
Landesgliederung:23 Provinzen, 4 regierungsunmittelbare Städte, 2 Sonderverwaltungszonen, 5 Autonome Regionen
Größte Städte:Chongqing (82.300 qkm), Shanghai (14 Mio. Einw.)
Bekannteste Sehenswürdigkeiten:Große Mauer, Verbotene Stadt (Peking), Terrakotta-Armee (Xi‘an), Skyline Shanghai

[Stand: 11/2019]

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Chinas flächenmäßig größte Stadt Chongqing
Stromversorgung:220 Volt
Zeitverschiebung:MESZ + 6 (innerhalb Chinas gilt 1 Zeitzone)
Notruf:110 (Polizei), 120 (Medizinischer Notdienst)
Internationale Telefonvorwahl:+86

Einst ein über viele Dynastien hinweg regiertes Kaiserreich ist die Volksrepublik China heute verfassungsgemäß eine demokratische Diktatur des Volkes, unter autoritärer Führung der Kommunistischen Partei Chinas.

Beste Reisezeit

Während der Reisevorbereitung DEN perfekten Zeitpunkt für eure Reise nach China zu finden ist gar nicht so einfach – hängt er doch vom Zielgebiet innerhalb des Reichs der Mitte ab. So vielfältig wie die Geografie des Landes sind auch die klimatischen Bedingungen in den 18 verschiedenen Zonen. Von Wüste über Hochgebirge und fruchtbarem Grasland bis hin zu subtropischer Meeresküste ist alles vertreten.

Im Allgemeinen gilt:

  • Ost- / Süd- & Südwest-China: warm, feucht & regnerisch
  • Nord- / Nordost- & Nordwest-China: trocken & windig
  • Sommer: in weiten Teilen sehr heiß
  • Winter: in den nördlichen Landesteilen frostig mit bis zu zweistelligen Minusgraden, sonst gemäßigt
  • Tibet: trockene Winter, nasse Sommer mit großen Temperaturwechseln

In der gemäßigten Klimazone sind die Monate April bis Anfang Juni und September bis Mitte November mit warmen Temperaturen und wenig Regen empfehlenswert. Für eine Tibet-Reise eignet sich bezogen auf die Temperatur die Zeit zwischen April und Oktober, wobei von Mai bis September 90% des jährlichen Niederschlags zu Boden gehen.

Weiterhin machen viele Chinesen Anfang Mai und in der „Goldenen Woche“ Anfang Oktober selbst gern Urlaub und sorgen damit für überfüllte Verkehrsmittel und lange Wartezeiten an Sehenswürdigkeiten. Gleiches gilt für chinesische Feiertage. Im November hingegen könnt ihr die sonst stark frequentierten Attraktionen mit etwas mehr Ruhe genießen. Als erste der Reisevorbereitungen für China solltet ihr also den richtigen Reisetermin finden.

Was muss in den Koffer?

Nicht alles, was wir in Deutschland alltäglich nutzen oder als selbstverständlich ansehen, ist auch in Chinas Geschäften erhältlich. Das Kofferpacken ist ein essentieller Bestandteil der Reisevorbereitungen für China. Was ihr dazu wissen müsst, hier im Überblick:

  • Wichtige Dokumente: Pass, Visum & Kreditkarte
  • Powerbank für Handy, Notebook & Co.
  • Medikamente des täglichen und Notfallbedarfs
  • Harte Zahnbürsten (sofern genutzt)
  • Deodorants & Parfum
  • Handtücher
  • Taschentücher
  • Tampons (sofern genutzt)
  • Passendes Schuhwerk (besonders bei großen Füßen)
  • Adapter für Steckdosen
  • Gastgeschenke (bei Einladung nach China)
  • VPN Programm für Internet
  • Bargeld (sofern in Deutschland bereits getauscht)

Einreise & Kontrollen

Auch die Einreise gestaltet sich nicht ganz hürdenfrei und sollte als eine der Reisevorbereitungen für China gut geplant werden. Mindestens eine Woche vor Reisebeginn muss, zusammen mit einem noch sechs Monate gültigen Reisepass, das sogenannte Botschaftsvisum für Touristen direkt bei der Chinesischen Botschaft beantragt werden. Wie du ein Visum für China beantragen kannst und welche Informationen sowie Dokumente erforderlich sind, haben wir in einem Artikel zusammengefasst. Als visumfrei gelten hingegen der Flughafentransit, die Provinz Hainan sowie Taiwan, die aufregende Weltmetropole Hongkong und Macau.

Neben der Pass- und Visakontrolle müssen alle Nichtchinesen zwischen 14 und 70 Jahren bei Einreise ihre Fingerabdrücke hinterlassen. Im nächsten Schritt unterscheidet sich China von anderen Ländern gravierend: innerhalb von 24 Stunden nach Einreise müsst ihr beim zuständigen Public Security Bureau oder im von euch gebuchten Hotel in China euren Aufenthaltsort anzeigen – ein Merkmal für das Kontroll- und Überwachungssystem des Landes.

Die Autonome Region Tibet ist zudem nur mit der zusätzlichen Spezialgenehmigung „Tibet Travel Permit“ und innerhalb einer geführten Reisegruppe von mindestens fünf Teilnehmern erkundbar.

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Der tibetische Himalaya aus der Vogelperspektive

Sprache & Verständigung

Hochchinesisch ist die Amtssprache im Reich der Mitte mit insgesamt 10 dazugehörigen Dialektgruppen. Mandarin ist dabei der meistgesprochene Dialekt und wird von rund 65 % der Einwohner verwendet. Kein Wunder, dass Chinesisch in so vielen Dialekten unterschiedlich klingt und eine scheinbar unüberwindliche Sprachbarriere darstellt! Chinesen sind jedoch immer bemüht langsam und deutlich zu sprechen, wenn sie merken, dass ihr Gegenüber schlecht chinesisch spricht.

Die Verbreitung von Englisch unter den Chinesen beschränkt sich meist auf die jüngere Generation in den Großstädten und in der Nähe von bekannten Sehenswürdigkeiten. In Hongkongs und Shanghais Öffentlichkeit gibt es glücklicherweise viele Schilder in Englischer Sprache und auch ein Großteil der Restaurants bieten bebilderte Speisekarten um Irrtümer zu umgehen! Empfehlenswert sind außerdem Wörterbuch-Apps oder der beliebte Google Übersetzer, eine der empfehlenswerten Mobile Apps für den Urlaub. Somit ist das Erlernen der chinesischen Sprache als eine der Reisevorbereitungen für China nicht zwingend erforderlich.

Essen & Trinken

Ihr mögt die chinesische Küche und seid in heimischen Gefilden Stammgast beim China-Restaurant um die Ecke? Dann werdet ihr euch bei eurer Reise nach China ziemlich wundern, denn Chinas Küche ist vor Ort um Einiges vielfältiger und günstiger als die Speisekarte hierzulande. Probiert in jedem Fall einmal Baozi (gefüllte Teigtaschen), Youbing (Pfannkuchen) oder originalen Tofu aus China. Wie überall in Asien wird auch in China das Streetfood groß geschrieben – doch Vorsicht! Nicht an jedem Imbiss hat Hygiene größte Priorität: schaut, wo die Einheimischen essen, dort sind Qualität und Genuss zuhause.

Ob Sojasoße, Szechuanpfeffer oder Sternanis: gewürzt wird in der chinesischen Küche gut und gerne und auch rohe Meeresfrüchte werden oft serviert. Wer also einen empfindlichen Magen hat, sollte sich vorsehen und sich bestenfalls bereits zu Hause mit Medikamenten für den Notfall ausstatten und diese als eine der Reisevorbereitungen für China in die Reiseapotheke stecken.

Das Essen mit Stäbchen hat in China eine lange Tradition und so werdet ihr während eures eindrucksvollen Urlaubs in China nicht um deren Benutzung drum herumkommen. Probt am besten schon mal zuhause mit den Stäbchen – auch das zählt zu den Reisevorbereitungen für China! Die Stäbchen sollten jedoch nie aufrecht in den Reis gesteckt werden, da dies an eine Totenzeremonie erinnert und böse Geister heraufbeschwört. Und noch ein Fakt zum Essen ist in China anders als in Europa: das Schmatzen beim Essen gilt hier als Kompliment an den Koch für seine Topfkünste!

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Köstlich & abwechslungsreich: die chinesische Küche

Typische Nationalgetränke sind hier hingegen ein warmer Reiswein (Shiaoxin) zum Essen sowie, im Ursprungsland des Tees, nach der Mahlzeit ein Grün- oder Jasmintee. Fans kohlensäurehaltigen Mineralwassers suchen Jenes in China jedoch vergeblich und auch auf den Verzehr von Leitungswasser sollte wegen Chlorbeimengungen verzichtet werden – nur abgekocht jedoch genießbar!

Währung & Bezahlen

Ohne Moos nix los – gilt leider auch in China! Jedoch sind die Preise im Vergleich zu Deutschland, besonders was das Essen angeht, sehr günstig. Das als Volksgeld übersetzte Renminbi ist die Währung Chinas und wird in Yuan (¥, sprich: Kuai) angegeben. Das Geld wird im 0,10-Bereich Jiao (sprich: Mao) und im 0,01-Bereich Fen genannt. Geldscheine sind als 100 / 50 / 20 / 10 / 5 / 2 und 1 Yuan, als 5 / 2 und 1 Jiao sowie selten als 5 / 2 und 1 Fen im Umlauf. Münzgeld existiert zu 1 Yuan, 5 und 1 Jiao sowie 5 / 2 und 1 Fen. Der Wechselkurs für 1 Euro liegt aktuell bei 7,78 ¥ [Stand: 11/2019].

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Offizielle Banknoten der Währung Chinas: Yuan

Als Besonderheit ist hier zu beachten, dass in der Sonderverwaltungszone Hongkong der Hongkong-Dollar, in der Sonderverwaltungszone Macau der Macao-Pataca und der Neue Taiwan-Dollar auf Taiwan gültig ist.

Das Umtauschen von Dollar, Euro und Reiseschecks ist in Hotels, Wechselstuben und Banken möglich, jedoch bieten Wechselstuben meist schlechte Wechselkurse an. Der Tausch bei Banken kann außerdem sehr zeitaufwändig sein, da diverse Dokumente und Kopien vom Reisepass angefertigt werden müssen. Die beste Alternative dazu bietet eine international gültige Kreditkarte, mit der ihr, besonders in Großstädten wie Peking und Shanghai, Bargeld an Bankautomaten (ATMs) abheben könnt. Das Zahlen mit Kreditkarte kann jedoch zum Fallstrick werden: vielerorts sind ausländische Kreditkarten nicht zugelassen. Die Chinesen selbst zahlen meist mit UnionPay oder zwischenzeitlich nur noch per WeChat, dem chinesischen Pendant zu WhatsApp, auf dem Handy.

Internet & Medien

Dass Meinungsfreiheit und uneingeschränkte Nutzung von Medien und Internet in der Volksrepublik nicht gerade auf dem Silbertablett serviert werden, sollte sich bereits herumgesprochen haben. Das Staatsfernsehen vertritt die landläufige Meinung des Volkes und die Great Firewall of China blockiert Dienste westlicher Seiten. Doch was könnt ihr tun, um während einer Städtereise nach Peking weiterhin informiert zu sein und beliebte Seiten wie Facebook, youtube, Google & Co. weiter nutzen zu können? Wer nicht auf die chinesischen Netzwerke und Kanäle beschränkt sein möchte, sollte sich bereits daheim als eine der Reisevorbereitungen für China um einen funktionstüchtigen VPN Anbieter kümmern, der seinen Server nicht in China stehen hat. Das VPN (Virtual Private Network) umgeht die Internetzensur Chinas, indem es euch als Nutzer eines deutschen VPN’s in Deutschland ortet. Mit Ausnahme weniger entlegener Orte verfügt China über ein stabil ausgebautes 4G-Netz, das eine gute Übertragungsgeschwindigkeit für jedermann garantiert.

Das eigene Smartphone in China zu verwenden, kann „dank“ Roaminggebühren ein teures Unterfangen werden. Manche Mobilfunkbetreiber bieten nicht einmal Roaming in China an, sodass sich eine frühzeitige Erkundigung beim Netzanbieter empfiehlt. Eine günstige Alternative ist dabei die Anschaffung einer chinesischen SIM-Karte nach Ankunft im Reich der Mitte.

Transportmittel & Infrastruktur

Chinesische Großstädte und ihre Ballungszentren gelten oft als Vorreiter in Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel und ihre Anbindung. Allen voran fährt die Magnetschwebebahn mit bis zu 430 Kilometern pro Stunde rund um Shanghai sowie Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Peking und Shanghai, Shanghai und Kunming, Peking und Tianjin, Shanghai und Nanjing sowie zwischen Peking und Guangzhou. So ziemlich jede Großstadt im Land der Superlative verfügt über eine U-Bahn, einen eigenen, teils international angeflogenen Airport und ein gut ausgebautes Autobahn- und Straßennetz. Ein ungeordnetes Verkehrschaos und überfüllte Trassen sind daher keine Seltenheit und selbst auf Fußgänger wird hier selten Acht gegeben.

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Überfülltes Transportmittel: U-Bahn

Die moderne Infrastruktur beschränkt sich fast ausschließlich auf den westlichen Teil des Landes; in den ländlicheren Provinzen im Osten bietet sich jedoch meist das entgegengesetzte Bild: schlechte Anbindung an die Metropolen, unasphaltierte Straßen und das Fahrrad als einziges Fortbewegungsmittel weit und breit.

Das Taxifahren in Metropolen wie Shanghai gestaltet sich im Vergleich zu Europa zwar preislich günstig, kann sich jedoch zum Abenteuertrip entwickeln. Viele Fahrer machen gern einmal Umwege um den Preis anzuheben, nehmen mehrere Gäste zum gleichen Fahrtziel mit und sprechen oft auch kein Englisch, sodass es ratsam ist das Fahrtziel in chinesischen Schriftzeichen notieren zu lassen. Während der Rush-Hour ist das Taxi keine Option um schnell an sein Ziel zu gelangen.

Zur Infrastruktur gehört natürlich auch die öffentliche Versorgung in Krankenhäusern, die ihr normalerweise bedenkenlos aufsuchen könnt, wenn ihr einen Übersetzer zur Hand habt.

Toiletten

Auch hier zeigt sich der Kulturkontrast zwischen Asien und der westlichen Welt: viele öffentliche Toiletten bestehen nur aus einem Loch im Boden anstatt eines Toilettenbeckens, sind meist sehr unhygienisch und auch das Toilettenpapier sucht man meist vergeblich. Sucht ihr während eines Besuchs der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Chinas nach einem WC, solltet ihr nach der Beschilderung für Handwaschraum Ausschau halten.

Luftverschmutzung & Gesundheit

Die Volksrepublik ist weltweit eines der Länder mit der der höchsten Luftverschmutzung, die sich besonders über den Millionenmetropolen als Dunstglocke zeigt. Dass Smog durchaus gesundheitsgefährdend ist und zu Atemwegsinfektionen führen kann sollte beispielsweise bei einer Städtereise nach Hongkong bedacht werden.

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Smog über Shanghai

Verschiedene Apps helfen euch dabei die Gefahr besser einzuschätzen: so liefern dutzende Dienste wie Air Quality, ObsAIRve oder Air Matters aktuelle Daten zur Belastung vor deiner Hoteltür. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, trägt am besten immer eine Maske vor Nase und Mund. Auch bei grauem Wetter im Sommer sollte immer ein Sonnenschutz getragen werden, denn die Sonne wird nicht durch Wolken, sondern durch Smogschleier verdeckt und Sonnenstrahlung gelangt trotz allem zur Erde.

Kultur & Knigge

Zu Reisevorbereitungen für China gehört auch, sich mit den örtlichen Gegebenheiten im Reiseland auseinander zu setzen. Oft werden in Kinofilmen, in deren Handlung Chinesen vorkommen, für uns fremde Umgangsformen gezeigt – aber ob diese der Realität entsprechen? Fakt ist, dass sich Chinesen zur Begrüßung nicht verbeugen, sondern die Hände nur leicht und kurz ineinanderlegen. Bei Geschäftsreisen sind Visitenkarten ein unbedingtes Must-have, die jedoch, genau wie Geschenke und Mitbringsel, beidhändig übergeben und auch beidhändig entgegengenommen werden sollten.

Die Stellung der Familie hat in China große Bedeutung, sodass unter Anderem das gemeinsame Essen im Freundes- und Familienkreis zu den wichtigsten Beschäftigungen in China zählt. Auf Tischsitten wie „der Gastgeber bestellt zuerst“ oder „der Gastgeber beginnt als Erster zu essen“ sollte unbedingt geachtet werden. Dass das Essen mit Stäbchen aus einer Schale sowie das Schmatzen und Schlürfen während der Mahlzeit in China zum guten Ton gehört, hatten wir bereits erwähnt.

Als Fettnäpfchen im Alltag gelten hingegen:

  • Vornamen mit Nachnamen verwechseln: in China steht zuerst der Nachname, dann der Vorname
  • Das Naseschnäuzen während des Essens
  • Trinkgeld geben: Trinkgeld ist in China nicht üblich
  • Das Trinkglas nur für sich allein aufzufüllen
  • Gastgeschenk zur Einladung vergessen
  • Grüne Mützen tragen: ein Zeichen für Untreue in einer Ehe
  • Schuhe bei Betreten einer Wohnung anlassen
  • Unaufgefordert Platznehmen
  • Mit Finger auf eine Person zeigen
  • Stark parfümieren
  • Gelbe Blumen, eine Uhr oder einen Fächer verschenken

Religion & Feiertage

Der Volksglaube in China ist ein Gemisch aus religiösen und teils nicht-religiösen Praktiken, wobei sich die meisten Chinesen zu keiner Konfession bekennen. Die Verehrung von Vorfahren und lokaler Gottheiten stehen dabei im Mittelpunkt. Die weit verbreiteten und ortsbildprägenden Tempel bilden die Kultstätten des chinesischen Buddhismus, in denen Vorfahren, Götter, Naturkräfte und Buddha geehrt werden. Ein bestimmter Dresscode oder eine Verhüllung von Körperteilen ist bei Besichtigungen von Tempelanlagen nicht festgelegt.

Anhand regionaler Unterschiede haben sich zudem fünf Religionen etabliert: Daoismus, Buddhismus, Islam, evangelisches und katholisches Christentum.

Wichtige Feiertage in China, die zu den Reisevorbereitungen für China gehören, sofern sie für eure Reiseplanung relevant sind:

01.01.Neujahr
im FebruarChinesisches Neujahrsfest / Frühlingsfest
im Februar/MärzLaternenfest
05.04.Quingming-Fest
01.05.Tag der Arbeit
07.06.Drachenbootfest
13.09.Mid-Autumn Festival
01.10.Nationalfeiertag
Erste OktoberwocheGoldene Woche
07.10.Chongyang
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Bunt & vielfältig: das Laternenfest in China

Zum Nationalfeiertag am 01. Oktober findet die alljährliche Machtdemonstration Chinas in Form einer Militärparade an Pekings Platz des Himmlischen Friedens statt.

Shopping

Zum Shopping nach China? Klingt nach einem guten Plan – zumindest sollte es zumindest als Teil eures China Urlaubes nicht fehlen. Beliebte Mitbringsel für zu Hause sind originaler Tee, kräftige asiatische Gewürze wie Szechuanpfeffer oder Sternanis, kleine Andenken oder chinesische Kleidung, die einem ganz eigenen, eleganten Modestil entsprechen.
Einen großen Bogen solltet ihr jedoch um Markensachen westlicher Labels machen. Sind diese aus originaler Herstellung kosten sie in China mehr als auf dem europäischen Markt. Unglaublich günstig sind Markenklamotten, Schmuck & Co. nur dann, wenn sie gefälschte Plagiate darstellen.

Denkt bei eurer Shoppingtour an ausreichend Bargeld, denn die Zahlung mit westlichen Kreditkarten ist nur eingeschränkt möglich. Und auch das Feilschen solltet ihr beherrschen, denn sonst werdet ihr schnell einmal übers Ohr gehauen und zahlt mehr als der Artikel wert ist. Bitte vergesst nicht: Das Geben von Trinkgeld ist in China nicht üblich!

Sport & Freizeit

Auch die Gestaltung von Freizeit und Arbeitsalltag der Chinesen differiert um Einiges zu den Gewohnheiten Mitteleuropas. Chinesen arbeiten mehr und haben weniger Urlaubstage als in Deutschland. Demzufolge wird auch der Freizeitgestaltung ein anderer Stellenwert beigemessen: gemeinsame, ausgiebige Mahlzeiten und gemeinsames Musizieren, Tanzen, Aerobictreffs und traditionelle Kampfkunst auf öffentlichen Plätzen sowie Parks gehören dazu. Spaßige Karaoke-Abende, melodische Orchestergruppenproben, Wasserkalligrafie für künstlerisch Begabte sowie das bei Jung und Alt beliebte Ping-Pong sorgen für Abwechslung im sonst recht tristen Alltag. Wenn Chinesen auf Reisen gehen, bevorzugen sie vor allem das kulturell vielfältige Europa und Frankreich im Speziellen.

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Beliebter Freizeitsport in China: Ping-Pong

Kriminalität

Als unsicheres Reiseland gilt das Land der Superlative mit all den Kontrollen des täglichen Lebens nun wahrhaft nicht. Bei Betreten öffentlicher Gebäude müsst ihr euch meist zuerst einer Sicherheitskontrolle unterziehen, bei der ihr unter Umständen euren Reisepass zur Hand haben solltet und auch bei einer U-Bahn-Fahrt werden die Taschen durchleuchtet. In übervollen Verkehrsmitteln haben Taschendiebe jedoch leichtes Spiel – behaltet eure Wertsachen und Taschen immer gut im Blick!

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