Koh Lipe: Traumstrände in Thailand


Es gibt Orte, die man einmal besucht und danach nie wieder ganz vergisst. Koh Lipe gehört dazu. Die kleine Insel liegt im äußersten Süden Thailands, eingebettet im Tarutao-Nationalpark, knapp vor der malaiischen Grenze. Freut euch auf die traumhafte Ruhe und ein Meer, das in einem unvergleichlichen Blauton schimmert.

Überblick

Ganz unten an der Wassergrenze zu Malaysia und mitten in der Andamanensee liegt Koh Lipe (auch Ko Lipe), eine der mehr als 50 Inseln im thailändischen Tarutao-Nationalpark. Das Eiland selbst ist überschaubar, gerade einmal fünf Quadratkilometer groß. Doch genau diese kompakte Fläche macht es so attraktiv. Ihr könnt sämtliche Strände in wenigen Stunden zu Fuß oder per Longtailboot erreichen, ohne jemals das Gefühl zu haben, eine Attraktion zu verpassen. Im Zentrum findet ihr sanfte Hügel und dichten Regenwald, der sich bis zu den kleinen Buchten und sandigen Ufern streckt.

Wo es auf Koh Lipe am schönsten ist, lässt sich gar nicht so einfach sagen. An der Ostküste findet ihr flache Lagunen, die in allen erdenklichen Blautönen schimmern, puderweiße Sandstrände und allerlei Gastronomie- und Freizeitangebote. An der Westseite ist es ruhiger: ideal für stimmungsvolle Abende am Sunset Beach. Daneben bietet die Insel etliche schöne Tauchspots, an denen ihr zum Teil schon wenige Meter vom Ufer entfernt Schildkröten und Riffbarsche seht. Bei dieser Vielfalt ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Koh Lipe Thailand Willkommen
Willkommen im Paradies

Strände

Die Küstenlinie von Ko Lipe ist eine der abwechslungsreichsten im gesamten Süden Thailands. Puderzuckerweißer Korallensand, kristallklares Flachwasser und Palmen, die sich im Seewind wiegen, bestimmen das Bild an allen Stränden. Ob morgendliche Stille oder geselliges Treiben am Abend, diese Ufer lassen keine Wünsche offen.

Pattaya Beach

Im Herzen der Südküste empfängt euch Pattaya Beach, der lebhafteste und bekannteste Strand von Ko Lipe. Gleich nebenan ist auch das Terminal der Fähre, die euch vom Festland auf die Insel bringt. Freut euch auf azurblaues Wasser und puderweißen Korallensand, gesäumt von Tavernen, Garküchen und schaukelnden Longtailbooten. Tagsüber tummeln sich Schwimmer in der seichten Lagune, abends spiegeln sich die Lichterketten im Meer.

Wenn ihr es bequem mögt und gerne unter Leuten seid, ist Pattaya Beach genau das Richtige für euch. Für Unterhaltung ist gesorgt, denn rund um den Strand gibt es viele Shops zum Ausleihen von Schnorchelausrüstung, Massagepavillons und Lokale. Dazwischen laden Liegen unter Sonnenschirmen zum Verweilen ein. Für Familien mit Kindern ist das flache Wasser ohne starke Strömung ideal. Sobald die Dämmerung abends den Himmel rosa färbt, spaziert ihr barfuß über die Promenade, begleitet von Grillduft und Livemusik.

Koh Lipe Thailand Pattaya Beach
Genießt den Sonnenuntergang am Strand

Sunrise Beach

An der Ostseite von Koh Lipe liegt der Sunrise Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Jeden Morgen taucht die aufgehende Sonne die Bucht in goldenes Licht. Wenn ihr früh genug aufsteht, habt ihr den Strand für das Spektakel sogar fast für euch. Das Wasser hier ist flacher und ruhiger als im Westen; die Wellen schaukeln sanft ans Ufer. Entlang des Sandstreifens haben sich kleine Boutique-Resorts und Bars angesiedelt, die sich nahtlos in die Idylle einfügen.

Für Fotografen und alle, die den Tag gerne ruhig starten, ist der Sunrise Beach die beste Adresse auf der ganzen Insel. Die Farben, die morgens den Himmel bunt malen, sind immer anders. Das macht jeden Schnappschuss ganz besonders. Sobald die Sonne aufgegangen ist, könnt ihr gleich zum Schnorcheln aufbrechen. Die Riffe vor Koh Lipe gehören zu den artenreichsten im Tarutao-Nationalpark. Seepferdchen, Clownfische und gelegentlich auch Schwarzspitzenriffhaie ziehen in den Korallenwäldern ihre Runden. Seid gespannt, welche Tiere euch bei eurem Tauchgang begegnen.

Sunset Beach

Der Sunset Beach im Westen der Insel ist das ruhige Gegenstück zum belebten Pattaya Beach. Wenn ihr ankommt, werdet ihr gleich eure Schuhe ausziehen wollen, um den weichen Sand unter euren Füßen zu spüren. Die Bucht ist etwas kleiner und die Zahl der Hotels und Resorts ist überschaubar. Abends versammeln sich Einheimische und Urlauber am Wasser, um gemeinsam das Farbspiel der untergehenden Sonne zu beobachten. Die Violett- und Goldtöne und das flammende Karmesinrot werden euch sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Tagsüber wirkt die Gegend fast verschlafen, nur ein paar Hängematten und Liegestühle erinnern an die Zivilisation. In den Felsen am Strandrand verbergen sich kleine Riffe, in denen Anemonenfische und Seeigel zwischen den Korallen hausen. Bringt euch eine Schnorchelmaske mit, denn Verleihstationen oder sonstige Infrastruktur gibt es hier nur spärlich. In den wenigen Bars könnt ihr noch ein kühles Getränk genießen und den Abend nach dem Naturschauspiel des Sonnenuntergangs ausklingen lassen.

Koh Lipe Thailand Sunset Beach
Einfach mal die Seele baumeln lassen

Sanom Beach

Im Südwesten von Koh Lipe, direkt westlich des Pattaya Beach, schmiegt sich der rund 80 Meter lange Sanom Beach in eine winzige Felsbucht. Nur wenn ihr dem verschlungenen Weg über Holzstege und Klippen folgt oder mit dem Kajak anlandet, entdeckt ihr dieses verborgene Kleinod. Der ruhige Privatstrand bietet euch entspanntes Insel-Feeling abseits der ausgetretenen Pfade. Perfekt für Ruhesuchende, die nicht direkt im Zentrum des Geschehens wohnen wollen.

Das Wasser fällt nicht zu flach ab, weshalb sich die Bucht selbst bei Ebbe gut zum Schwimmen eignet. Vorgelagerte Felsformationen schützen den Strand vor Wellengang, sodass das Meer auch bei kräftiger Brise ruhig bleibt. An Infrastruktur gibt es ein kleines Resort, dessen Liegen primär für die Gäste reserviert sind. Als externe Besucher seid ihr jedoch herzlich willkommen, die idyllische Kulisse zu genießen, solltet aber als faire Geste eine Kleinigkeit im Restaurant verzehren.

Sehenswürdigkeiten

Koh Lipe ist keine Insel der Museen und Monumente, aber auch abseits der Liegestühle findet ihr interessante Wahrzeichen, die euch mehr bieten als einen reinen Strandurlaub. Wir zeigen euch die schönsten Plätze für Kultur, Naturwunder und architektonische Besonderheiten.

Ko Adang

Die Nachbarinsel Ko Adang erreicht ihr nach einer kurzen Fahrt mit dem Longtailboot. Sie liegt westlich von Ko Lipe und gehört ebenfalls zum Tarutao-Nationalpark, ist aber viel weniger belebt. Außer dem Stützpunkt der Ranger des Schutzgebietes gibt es hier kaum Zivilisation. Die Küste fällt steil ins Meer ab und ist von farbenfrohen Riffen gesäumt. Ein Tagesausflug zu diesem abgelegenen Flecken Natur gehört auf jeden Fall zum Pflichtprogramm während eures Thailand-Urlaubs.

Auf Ko Adang gelangt ihr über schmale Dschungelpfade durch dichten Regenwald zu Aussichtspunkten, von denen aus ihr das ganze Inselarchipel überblickt. Vom Chado Cliff seht ihr etwa das kleinere Koh Lipe in voller Größe. Auf dem Weg zu den schönsten Plätzen stoßt ihr auf Spuren der Wildtiere und hört gelegentlich den Ruf seltener Vögel, die in den Baumkronen nisten. Wenn ihr das Eiland erkunden wollt, starten am Pattaya Beach täglich Touren, die auch weitere Stopps im Tarutao-Nationalpark einschließen.

Koh Lipe Thailand Ko Adang
Aussicht vom Chado Cliff

Die Walking Street

Die Walking Street ist das Rückgrat von Ko Lipe. Auf einer Strecke von knapp einem Kilometer verbindet sie die Süd- mit der Nordküste. Abends verwandelt sich die geschäftige Straße in ein Fest der Sinne: Händler bieten Batikhemden, Muschelschmuck und handgemachte Seife an, Restaurantbesitzer locken mit frisch gegrilltem Fisch, und irgendwo spielt immer jemand Gitarre. Wenn ihr tagsüber durch die Gasse schlendert, geht es ruhiger zu und ihr lernt den Alltag der Insel zwischen Lebensmittelläden und Tauchschulen kennen.

Ein Spaziergang durch die Walking Street ist abends besonders schön, wenn die ersten Stände aufgebaut werden und die Tagesausflügler abgereist sind. Einheimische und Urlauber rücken beim Bestellen des gleichen Nudelgerichts zusammen und kommen ins Gespräch. Besonders in den Familienbetrieben am Ende der Gasse warten aufgeschlossene Gastgeber, die euch bereitwillig von ihrer Insel erzählen.

Ko Rawi und der Tarutao-Nationalpark

Koh Lipe ist der touristisch erschlossene Außenposten des Tarutao-Nationalparks. Das Gebiet umfasst 51 Inseln und mehr als 1.500 Quadratkilometer maritimen Schutzraums. In den tiefen Gewässern sind Wale, Dugongs und Delfine zu Hause. Wenn ihr morgens früh aufbrecht, habt ihr eine Chance, die verspielten Säugetiere aus dem Ozean springen zu sehen. Für einen Tagesausflug bietet sich etwa das 40 Minuten entfernte Ko Rawi an, eine unbewohnte Insel mit Korallenbänken und Schildkrötenstränden.

Wenn ihr einen Ausflug in den Park machen wollt, ist eine kleine Schutzgebühr fällig, die direkt in die Bewahrung der Riffe und Waldgebiete fließt. Das macht eine Fahrt durch das Reservat zu mehr als nur einem Tagesabenteuer: Ihr tragt damit auch dazu bei, die Natur, die die Gegend so besonders macht, zu erhalten. Führungen, bei denen euch die Guides jede Menge interessante Hintergrundinfos mitgeben, könnt ihr an vielen Touristenspots buchen.

Koh Lipe Thailand Ko Rawi
Unberührte Landschaften auf Ko Rawi

Ko Hin Ngam

Eine weitere Sehenswürdigkeit rund um Koh Lipe ist die Insel Koh Hin Ngam, auf der ihr nicht ein Sandkorn finden werdet. Statt des hellen Puders sind die Ufer von Abertausenden schwarzen Kieseln bedeckt, die die Wellen über die Jahre rundgeschliffen haben. Der Legende nach sollen die Steine bei anlaufender Flut leise singen, wenn die Brandung über sie hinwegrollt. Über dem ungewöhnlichen Strand erhebt sich ein bewaldeter Hang, der das tiefe Azurblau der Andamanensee eindrucksvoll rahmt.

Laut einer weiteren Sage, die sich um die schwarzen Steine rankt, zieht man den Zorn des Geisterfürsten Tarutao auf sich, wenn man nur einen von ihnen mitnimmt. Wenn ihr also nicht für den Rest eures Lebens vom Pech verfolgt werden möchtet, lasst ihr diese Souvenirs lieber an ihrem angestammten Platz. Angeblich bekommt die Parkverwaltung immer wieder Päckchen von reumütigen Reisenden, die die Kiesel zurückschicken, um sich von dem Fluch zu befreien.

Aktivitäten

Es gibt viele Möglichkeiten, Koh Lipe zu erleben, ob voller Tatendrang oder in ruhiger Gelassenheit. Im Meer wartet ein Reichtum an Farben und Formen, während Bootsausflüge entlegene Inseln erschließen. In den warmen Wassern der Andamanensee finden Familien, Abenteurer und Erholungssuchende garantiert ihr Glück.

Schnorcheln an den Riffen

Das Schnorcheln auf Koh Lipe gehört zu den besten Erfahrungen, die Thailand für seine Besucher bereithält. Die Riffe vor dem Sunrise und Pattaya Beach beginnen oft schon in zwei Metern Tiefe und erstrecken sich als verzweigte Korallenwälder bis in den dunklen Ozean. Setzt einfach eure Schwimmbrille auf und taucht ein Stück: Ihr werdet so viele Farben sehen wie nie zuvor in eurem Leben. Blaue Seesterne, bunte Papageienfische, Oktopusse und Mantarochen bewegen sich gemächlich durch die Unterwasserwelt und scheinen sich von eurem Besuch nicht stören zu lassen.

Die Ausrüstung für den Ausflug könnt ihr an vielen Strandshops von Koh Lipe leihen. Um besonders artenreiche Stellen zu sehen, bucht ihr am besten eine geführte Schnorcheltour, die euch zu vier bis fünf Spots rund um die Nachbarinseln bringt. Besonders beliebt sind die Riffe zwischen Ko Adang und Ko Rawi, wo ihr bis zu 20 Meter weit sehen könnt. Auch Familien können die Unterwasserwelt entdecken, denn es gibt einige spezialisierte Guides, die Tauchgänge für Kinder ab sechs Jahren in kleinen Gruppen und zu ruhigeren Stellen anbieten.

Koh Lipe Thailand Korallen
Koh Lipes farbenprächtige Korallenriffe

Inselhopping mit dem Longtailboot

Eine besonders beliebte Aktivität auf der Insel ist eine geführte Tour mit dem traditionellen Longtailboot, das mit seinem dröhnenden Heckmotor knatternd übers Wasser tuckert. Bunte Holzkähne bringen euch zu mehreren Stopps rund um den Archipel, darunter Ko Adang, Ko Rawi und versteckte Schnorchelbuchten. An jedem Halt könnt ihr ins kühle Nass springen, Korallengärten besuchen und an verlassenen Sandzungen die Seele baumeln lassen.

Auf der Nachbarinsel Ko Adang solltet ihr unbedingt den Aufstieg zur Chado-Klippe wagen, denn von dort habt ihr einen großartigen Rundblick über die ganze Inselgruppe. Ko Rawi überzeugt mit menschenleeren Buchten und unberührtem Dschungel bis ans Ufer. Ihr könnt zwischen Halb- und Ganztagesausflügen wählen, meist inklusive Ausrüstung und Mittagessen. Wenn ihr es ruhiger mögt, könnt ihr auch ein Kanu mieten und in eurem Tempo Felsnasen und Lagunen erkunden.

Kajakfahren und Standup-Paddling

Die ruhigen Morgenstunden zwischen sechs und neun Uhr sind auf Koh Lipe für den Wassersport reserviert. Am Pattaya oder Sunrise Beach könnt ihr Kajaks oder Stand-up-Paddle-Boards ausleihen. Wenn ihr früh aufbrecht, erlebt ihr die Küste in Stille, bevor der Bootsverkehr einsetzt. Für die Fahrt vom Süden bis zur Westspitze braucht ihr mit dem Kanu etwa eine Stunde. Ihr kommt an Felsnasen vorbei, hinter denen sich winzige Buchten verbergen, die ihr von Land aus nicht gefunden hättet.

Auch das Stand-up-Paddling ist eine beliebte Aktivität. Von erhöhter Position aus seht ihr bis auf den Sandboden und beobachtet Fischschwärme bei ihren Wendemanövern. Besonders für Kinder ist das aufrechte Surfen auf dem Board eine schöne Möglichkeit, den Wassersport kennenzulernen, weil es keine Vorkenntnisse erfordert und dennoch das Gefühl von Abenteuer vermittelt. Manche Verleihstationen bieten auch Doppelkajaks an, die ihr als Eltern gemeinsam mit euren Kleinen nutzen könnt.

Koh Lipe Thailand Kajak
Ausflüge zu einsamen Buchten

Abenteuer für die ganze Familie

Ein Urlaub in Thailand mit Kindern ist eine ausgezeichnete Idee, sofern ihr ein paar Besonderheiten beachtet und eure Tagesplanung entsprechend ausrichtet. Das flache Wasser am Pattaya und Sunrise Beach ist perfekt für die Kleinsten zum Planschen, die Strände sind sauber und die Einheimischen empfangen Familien immer mit einer Extraportion Herzlichkeit. Die Jüngsten stehen hier ganz selbstverständlich im Mittelpunkt: Sie bekommen gelegentlich Früchte geschenkt und lernen sogar ein paar Brocken der Landessprache. So erfahren sie schon früh, was echte Gastfreundschaft ist.

Wenn eure Kinder schon etwas älter sind und bereits schwimmen können, solltet ihr eine Schnorcheltour mit der ganzen Familie machen. Viele Tauchschulen bieten Ausflüge für Eltern mit Kids ab sechs Jahren an, die euch zu tollen Spots führen, bei denen ihr die schönsten Farben der Unterwasserwelt gemeinsam entdeckt. Denkt daran, Sonnencreme zu benutzen und UV-Kleidung für die Kleinen einzupacken, denn die Strahlung ist in der Äquatorregion besonders stark. Achtet darauf, dass die Produkte als reef-friendly gekennzeichnet sind, damit ihr die empfindliche Flora und Fauna im Nationalpark nicht gefährdet.

Reise-Infos

Damit der Urlaub in Thailand so unbeschwert wird wie das Leben auf Koh Lipe, lohnt es sich, ein paar praktische Dinge im Voraus auf dem Schirm zu haben. Von der perfekten Saison über Visumsfragen bis zu den leckersten Food-Spots: Wir haben alles zusammengetragen, was ihr für einen rundum gelungenen Aufenthalt braucht.

Ideale Reisezeit und Reisedauer

Koh Lipe hat zwei Gesichter: eine sonnige Trockenperiode von November bis April und eher feuchtes Wetter für den Rest des Jahres. Während der regenarmen Hochsaison glänzt das Meer azurblau, der Himmel strahlt und die Fernsicht unter Wasser ist ideal. Wenn ihr in dieser Phase kommt, erlebt ihr die Insel von ihrer schönsten Seite. Die Monate Mai bis Oktober bringen dagegen den Südwestmonsun mit sich, der die See so sehr aufraut, dass die Fähren teilweise ihren Betrieb einstellen müssen. Plant euren Besuch also eher nicht für die Regenzeit, da dann zudem einige touristische Angebote geschlossen sind.

Um einen ersten Eindruck von Ko Lipe zu bekommen, reichen meist drei bis vier Übernachtungen. Wenn ihr lieber richtig abschalten wollt, bleibt lieber eine ganze Woche. So bleibt genug Zeit, um verschiedene Buchten zu erkunden, ausgedehnt zu tauchen oder entspannte Bootstouren zu den Nachbarinseln zu machen. Reserviert eure Unterkunft in der Hauptsaison frühzeitig, da begehrte Adressen schnell vergriffen sind. Wenn ihr in den Nebenzeiten kommt, sind die Hotels günstiger. Dann seid ihr mit den Einheimischen fast alleine, solltet euch aber auf das wechselhafte Wetter und weniger Angebote einstellen.

Koh Lipe Thailand Strand
Die Ruhe am weißen Traumstrand genießen

Reisevorbereitung

Thailand gewährt Urlaubern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Regel eine Einreise ohne Visum für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen, sofern sie einen gültigen Pass besitzen. Prüft die jeweils gültigen Bestimmungen aber noch einmal rechtzeitig vor eurem Abflug, da sich Fristen und Vorschriften gelegentlich ändern. Macht euch auch einen Termin mit eurem Hausarzt oder einem Tropenmediziner. Auf Koh Lipe ist das Malaria-Risiko zwar gering, aber eine Auffrischung der Standardimpfungen gegen Hepatitis A und B sowie Typhus ist sinnvoll. Außerdem gehört ein Mückenschutz mit hohem DEET-Anteil unbedingt ins Gepäck.

Für eure Stromversorgung bringt ihr am besten einen Universaladapter mit, da in Thailand Stecker der Typen A, B oder C üblich sind. Auf Koh Lipe bezahlt ihr mit dem thailändischen Baht. Hebt am besten noch auf dem Festland ausreichend Bargeld ab. Auf der Insel gibt es zwar Automaten, aber die erheben oft hohe Entnahmegebühren und können bei starker Nachfrage schon mal leer sein. Viele Garküchen und Strandbars akzeptieren ohnehin ausschließlich Scheine und Münzen.

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Die Ankunft auf Koh Lipe erfordert etwas Planung, belohnt euch aber auf jeder Etappe mit Vorfreude. Vom thailändischen Festland aus starten Fähren und Speedboote überwiegend vom Pier in Pak Bara in der Provinz Satun. Wenn ihr aus Malaysia kommt, nutzt ihr in der Hochsaison die Verbindung von der Ferieninsel Langkawi. Da es im Korallenparadies kein Rollfeld gibt, fliegt ihr am besten zunächst nach Hat Yai oder Trang und lasst euch von dort mit dem Minivan zum Hafen bringen.

Auf der Insel selbst seid ihr perfekt zu Fuß unterwegs, denn Koh Lipe ist autofrei und es gibt auch keine Motorräder zu mieten. Schmale Pfade und die zentrale Flaniermeile verbinden sämtliche Strandabschnitte miteinander. Für längere Strecken und schweres Gepäck stehen Longtailboote als Wassertaxis bereit, die euch flink und sicher an eurem Ziel absetzen.

Essen und Spezialitäten

Die Küche im Süden Thailands besticht durch kräftige Würze, viel Kokosmilch und reichlich Meeresfrüchte aus den umliegenden Gewässern. Abends verwandeln sich die Strandlokale in dampfende Grillstationen, an denen frischer Fang über glühender Kohle brutzelt. Ihr könnt euch eure Tigergarnelen, Kalmare oder ganze Fische sogar oft selbst aussuchen, bevor sie auf dem offenen Feuer zubereitet werden. Für die perfekte Urlaubsstimmung bestellt ihr euch ein kühles Getränk dazu und lauscht den Wellen, die langsam ans Ufer rollen.

Neben Fisch solltet ihr unbedingt auch die Klassiker der thailändischen Küche probieren. Ein cremiges Massaman-Curry mit zarter Rindfleischeinlage, Kartoffeln und gerösteten Erdnüssen verbindet süße, salzige und würzige Noten zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis. Das landestypische Pad Thai, gebratene Reisbandnudeln mit Ei, Tamarinde und knackigen Sprossen, gibt es an jeder Ecke und es lohnt sich immer. Zum Nachtisch empfiehlt sich Mango Sticky Rice, eine himmlische Kreation aus Klebreis, Früchten und Kokossahne.

Koh Lipe Thailand Seafood
Thailändische Meeresfrüchte und Spezialitäten

Hotels und Unterkünfte

Die Übernachtungsmöglichkeiten auf Ko Lipe spiegeln den Charakter der Insel wider: persönlich, naturverbunden und alles andere als anonym. An den drei Hauptstränden haben sich Boutique-Resorts etabliert. Die kleinen Bungalows liegen oft direkt am Wasser und geben euch das Gefühl, die einzigen Besucher der Bucht zu sein. Materialien wie Bambus, Teakholz und Stein prägen die Architektur und Einrichtung der meisten Unterkünfte, die sich dem Landschaftsbild anpassen und am Abend kaum durch Außenbeleuchtung auffallen.

Wenn ihr mehr Komfort sucht, bieten sich Villen mit privatem Pool, Blick auf die Andamanensee und einem täglich frischen Frühstück an. Reserviert eure Unterkunft in der Hochsaison zwischen Dezember und März möglichst zeitig, denn die besten Adressen gleich am Wasser sind Wochen im Voraus ausgebucht. Wenn ihr spontan anreist, findet ihr am Sunset Beach noch am ehesten ein Zimmer, da dieser Strandabschnitt weniger stark besucht ist als die Süd- und Ostküste.

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