Antigua und Barbuda in der Karibik


Romantische Strände, an denen ihr unter euch sein könnt, und eine Vielfalt möglicher Freizeitbeschäftigungen mit dem Fokus auf Entspannung – das bietet der Inselstaat Antigua und Barbuda. Während Antigua mit einer belebten Hauptstadt aufwartet, ticken in Barbuda die Uhren besonders langsam.

Überblick

Die Inseln Antigua und Barbuda liegen vor der venezolanischen Küste, nahe der Dominikanischen Republik und mit Guadeloupe im Süden. Habt ihr von dem „doppelten“ Reiseziel schon gehört? Wenn nicht, ist das gar nicht ungewöhnlich: der Inselstaat in der Karibik gehört eher zu den Geheimtipps und steht sehr selten auf der typischen Bucket List. Das hat den Vorteil, dass ein Urlaub rundum von Ruhe und Erholung geprägt sein kann. Rund 440 Quadratkilometer heutiger Inselfläche, die einst ein einziges Eiland markierte und durch den Anstieg des Meeresspiegels separiert wurde, steht zur Verfügung. Aufgeteilt ist das ganze auf etwa 160 Quadratkilometer Antigua und 280 Quadratkilometer Barbuda.

Gerahmt von herrlichen Korallenriffen und weiß-rosa Stränden könnte die Kulisse – über oder unter der Wasseroberfläche – nicht malerischer sein. Der Naturschutz genießt hier einen hohen Stellenwert, sodass ihr euch freudig auf Streifzüge durch die schöne Landschaft begeben könnt. Die Inseln sind ein Paradies für Wanderer, Vogelbeobachter und Naturfreunde im Allgemeinen. Zudem punkten sie bei Strandurlaubern und Romantikern. Und wenn das Sonnenbad zu langweilig wird, probiert euch doch beim Tauchen oder Schnorcheln aus. Die vorhandenen Riffe sind perfekt dafür!

Antigua-und Barbuda Felsen Strand
Willkommen im Paradies!

Inseln

Antigua ist zwar die kleinere, dafür weitaus belebtere Insel mit der Hauptstadt Saint John’s. Auf Barbuda hingegen geht es deutlich gelassener zu. Bis zur Evakuierung aufgrund einer Naturkatastrophe wohnten die Einheimischen im einzigen Ort Codrington. Neben Antigua und Barbuda gehört lediglich noch eine unbewohnte Felseninsel namens Redonda zu dem schönen Inselstaat.

Antigua

Auf Antigua befindet sich die Hauptstadt von Antigua und Barbuda, Saint John’s (manchmal auch „St. John’s“ genannt). Sie ist der mit Abstand größte Ort auf beiden Eilanden. Die Stadt verfügt über einen Kreuzfahrtschiffshafen mit Shops und Restaurants sowie eine Kulisse mit viktorianisch geprägten Gebäuden. Die Kolonialzeit hat bis heute unverkennbar ihre Spuren hinterlassen. Über ein Drittel aller Einwohner des Inselstaates haben sich bewusst für Saint John’s als Heimat entschieden. Seit dem frühen 18. Jahrhundert existiert der Ort, der Highlights wie eine Kathedrale und ein informatives Museum bereithält. Auch, wer bummeln gehen möchte, sollte sich in der Hauptstadt nach Schnäppchen umsehen.

Die zweitgrößte Stadt ist All Saints. Sie liegt bezüglich der Einwohnerzahl weit hinter Saint John’s. Einer ehemaligen Zuckerrohrplantage wird dort ein Freilichtmuseum gewidmet. All Saints ist unweit der Hauptstadt zu finden – eine Stippvisite lässt sich gut mit dem Aufenthalt in Saint John’s kombinieren.

Antigua und Barbuda Hafen
Die farbenfrohen Häuser von Saint John’s

Barbuda

Die Koralleninsel Barbuda liegt knapp 40 Kilometer nördlich von Antigua und kann per Schiffsverbindung von ihr aus erreicht werden. Auf dem gesamten Eiland leben seit jeher deutlich weniger Menschen als allein in der Hauptstadt des Inselstaates. Daher ist Barbuda eher natürlich geprägt.

Zu den Highlights für die Inselbesucher gehören alte Schiffswracks unter der Meeresoberfläche sowie ein berühmtes Vogelreservat. Da ist kaum überraschend, dass Barbuda bei Naturfreunden, Tauchern und Schnorchlern beliebt ist. Der einzige Ort der Insel war Codrington. Nach einem Sturm wurde die Stadt jedoch dauerhaft evakuiert.

Redonda

Redonda ist etwa 1,5 Quadratkilometer groß und heute unbewohnt. Es handelt sich um einen ehemaligen Vulkan, der fast keine Bepflanzung außer einigen Grasflächen aufweist. Die seltene Höhleneule soll auf dem Felseneiland einen Brutplatz gefunden haben. Bewohnt war die Insel nur im 19. Jahrhundert von ungefähr 120 Menschen.

Strände

Weiß wie Puderzucker, manchmal sogar leicht rosafarben, und dazu wunderbar weich unter den Füßen – so sieht der Sand an den Stränden von Antigua und Barbuda aus. In diesem Paradies können Stunden, wenn nicht ganze Tage verbracht werden!

Half Moon Bay

Der halbmondförmige Verlauf aus weißem Sand gab der Half Moon Bay ihren Namen. Sie liegt im Südosten von Antigua und zählt zu den schönsten ihrer Art in der Karibik. Ob Ruhesuchende oder Wassersportler, es gibt für fast alle Zielgruppen einen Platz. Die grüne Vegetation sorgt für einen idyllischen Charakter, die leichte Strömung im Inneren der Bucht begeistert so manchen Surfer und am Rande der Half Moon Bay genießen Familien mit Kindern den Ausblick. Dieser ist übrigens frei von Liegen und Sonnenschirmen ­– herrlich naturnah!

Antigua und Barbuda Half Moon Bay
Die Half Moon Bay im Südosten von Antigua

Dickenson Bay Beach

Der Dickenson Bay Beach im Nordwesten von Antigua fasziniert ebenfalls mit einem ungetrübten Blick aufs Meer. Heller Sand und klares Meerwasser bilden die Rahmenbedingungen für einen gemütlichen Tag. Sonnenbaden und Schwimmen sind die wohl häufigsten Aktivitäten bei einem Besuch, doch auch die Getränke und Speisen in den Bars und Cafés können überzeugen. Hier ist es außerdem belebter als am Half Moon Bay und auch kleinere Gelegenheiten zum Shoppen sind vorhanden.

Darkwood Beach

Sonnenbaden, Schwimmen und Schnorcheln könnt ihr natürlich auch an den vielen anderen Stränden. Wie wäre es dafür zum Beispiel mit einem Ausflug in Antiguas Südwesten, etwa zum Darkwood Beach? Er zählt zu den größten Stränden vor Ort und lässt genügend Raum zur Entfaltung. Vergesst das Smartphone nicht, um vor dem Hintergrund Richtung Meer zu posieren, der bei guten Bedingungen Ausblicke bis hin zur Insel Guadeloupe erlaubt.

Antigua und Barbuda Sandstrand
Antigua und Barbuda locken mit absoluten Traumstränden

17-Mile Beach

Auf Barbuda ist der Strandtag noch einmal deutlich idyllischer, denn ihr seid weitestgehend unter euch. Das liegt vor allem daran, dass ihr Barbuda nur mit der Fähre oder über kurze Inselflüge erreichen könnt. Der 17-Mile Beach soll weltweit einer der Strände mit dem weichsten Sand sein. Noch dazu hat er eine leichte rosa Farbgebung. Bei so einer Besonderheit lohnt sich die Anreise sicher! Bringt ausreichend Proviant mit, da jegliche Einkehrmöglichkeiten fehlen. Das „Robinson-Crusoe-Feeling“ steht klar im Vordergrund!

Sehenswürdigkeiten

Nachfolgend lernt ihr interessante Sehenswürdigkeiten abseits der Strände von Antigua und Barbuda kennen. Ihr werdet aber unterwegs vermutlich auf noch mehr Highlights treffen, die euch ins Staunen versetzen und zwingend als Foto-Erinnerung festgehalten werden müssen. Langeweile kommt hier gewiss nicht auf!

St. John's Cathedral

In Saint John’s präsentiert sich die gleichnamige Kathedrale, deren heutige Fassade im Jahr 1845 erbaut wurde. Zuvor errichtete Bauten hatten leider wenig Glück: Sowohl im 17. als auch im 18. Jahrhundert wurden die jeweiligen Gotteshäuser durch Erdbeben zerstört. Die jetzige Kirche hat den Charakter eines Inselwahrzeichens. Im Inneren besticht die Holzeinrichtung, das Äußere fällt durch die imposanten weißen Türme sofort ins Auge.

Antigua und Barbuda Saint Johns Cathedral
Die Kathedrale ist das Wahrzeichen von Saint John’s

Museum von Antigua und Barbuda

Es ist zwar unwahrscheinlich, einen Schlechtwettertag in Antigua und Barbuda zu erwischen – doch auch nicht ganz unmöglich. Ein Top-Ziel in diesem Fall (und auch unabhängig vom Wetter für Interessierte) ist das in Saint John’s befindliche Museum des Inselstaates. Das in den 1980er Jahren gegründete Museum befindet sich im wahrscheinlich ältesten Gebäude der Stadt, welches aus dem 18. Jahrhundert stammt. Hier erwartet die Besucher eine lebendige Nacherzählung der Inselgeschichte. Zu den Artefakten gehören Modelle von Zuckerrohrplantagen und Dampfmaschinen sowie Mineralien aus der Region. Auch Keramiken, Fotografien und Kunstgegenstände sind vorhanden.

Shirley Heights

Unweit der Hauptstadt von Antigua und Barbuda könnt ihr die wohl beste Aussicht auskosten. Shirley Heights an der Südküste Antiguas verwöhnt mit Blicken quer über die Landschaft des Nationalparks Nelson’s Dockyard. Auch der historische Hafen von Saint John’s ist von Shirley Heights aus bestens zu sehen. Früher war der Punkt übrigens ein vom Militär verwendeter Posten.

Antigua und Barbuda Ausblick
Traumhafte Aussichten auf die Südküste von Antigua

Highland House

Das Highland House ist auf Barbuda präsent und markiert eine archäologische Stätte aus dem frühen 18. Jahrhundert. Das Gebäude wurde unter anderem als Landsitz der Codrington Familie sowie zur Beherbergung ihrer Gäste genutzt. Mittlerweile ist es leider nur noch eine Ruine, die aber vor allem mit ihrer Lage besticht. Denn diese ermöglicht einen wundervollen Panoramablick über die Küste des beeindruckenden Eilandes!

Schutzreservat

Ein definitives Must-see auf Barbuda ist das Schutzreservat der Fregattvögel. Diese eindrucksvollen Tiere erreichen eine Flügelspannweite von bis zu zwei Metern. Das Schutzgebiet, in dem die beste Chance auf eine Sichtung des vom Aussterben bedrohten Vogels besteht, setzt sich aus einem Mangrovenwald und einer Lagune zusammen.

Antigua und Barbuda Schutzreservat
Das Schutzreservat der Fregattvögel auf Barbuda

Aktivitäten

Nach dem Sightseeing und der vielen Erholung ist sicher etwas Abwechslung gewünscht. Kein Problem in Antigua und Barbuda, denn hier locken verschiedene Ausflugsziele und Aktivitäten!

Tauchen & Schnorcheln

Die vielen Korallenriffe um Antigua und Barbuda verführen zu Abenteuern unter Wasser. Geführte Tauchgänge sind mit den Einheimischen möglich und zeigen euch eines oder mehrere der rund 150 Schiffswracks vor der Küste. Wer sich nicht komplett in die Tiefe wagen möchte, kann zum Schnorchel greifen und die Abkühlung auskosten. Ein beliebtes Ziel ist das Barge Reef, bei dem zahme Stachelrochen gestreichelt und gefüttert werden können.

Wandern

Ob im bergigen Landesinneren von Antigua oder dem vergleichsweise flach verlaufenden Barbuda: mehrere Wanderwege laden zur Erkundung ein. Dichte Wälder spenden an heißen Tagen Schatten und erlauben Spaziergänge oder fordernde Exkursionen je nach Fitnessgrad. Nicht die Flora allein überzeugt aber bei euren Trips: Neben dem Fregattvogel könnt ihr mit Glück eine der über 170 Vogelarten der Inseln sowie weitere Wildtiere bestaunen.

Antigua und Barbuda Wandern
Unberührte Natur und tolle Wanderwege

Veranstaltungen besuchen

Einige Veranstaltungen sind in Antigua und Barbuda berühmt. Ende April und Anfang Mai steht alles im Zeichen der Sailing Week, einer der größten Regatten weltweit. Seit 1968 zieht das Event Segler aus allen möglichen Ländern der Welt an, die von der Marina Bay in Antigua aus ihre Touren starten.

Wenn ihr im Sommer anreist, habt ihr hingegen die Gelegenheit, am hiesigen Karneval teilzunehmen. Ende Juli und Anfang August verwandelt sich die Szenerie der Inseln in ein buntes Treiben. Karnevalsgruppen in farbenfrohen Kostümen leiten die Parade, an der auch ihr teilnehmen könnt.

Shoppen

Oft bleibt am Ende des Urlaubs noch die Frage offen: Wie viele Mitbringsel und Erinnerungen kann ich mir leisten? Wenn der Koffer clever gepackt ist und noch Platz bietet und auch die Reisekasse noch gut gefüllt erscheint, solltet ihr in Saint John’s auf Shoppingtour gehen. Rund um den Kreuzfahrthafen werden alle Einkaufswilligen fündig. Wer es traditioneller mag, besucht einen der lokalen Märkte und gönnt sich ein ganz besonderes Souvenir.

Reise-Infos

Abschließend gibt es von uns wie immer noch einige Tipps zur Reiseplanung, Sprache, Landesküche und dem passenden Hotel. Danach kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen mit eurem Urlaub in Antigua und Barbuda!

Reisezeit

Das Klima ist ganzjährig tropisch-warm, sodass sich Antigua und Barbuda grundsätzlich das ganze Jahr für einen Urlaub eignen. Allerdings solltet ihr die Hurrikansaison zwischen August und November besser meiden. Zwischen Dezember und Februar ist die Außentemperatur angenehm und auch das Meerwasser lockt mit noch bis zu 25 Grad Celsius. Im Sommer kann es dann aber deutlich heißer werden.

Antigua und Barbuda Palme
Das Meer lockt ganzjährig mit warmen Temperaturen

Dokumente

Als EU-Bürger benötigt ihr lediglich einen mindestens noch sechs Monate lang gültigen Reisepass. Zudem müsst ihr ein Weiter- oder Rückreiseticket bei der Einreise vorlegen können. Sind diese Bedingungen erfüllt, dürft ihr euch maximal 90 Tage visumfrei im Inselstaat aufhalten.

Währung & Bezahlung

Die Bezahlung erfolgt mit dem Ostkaribischen Dollar – der Landeswährung – oder dem US-Dollar, der ebenfalls fast überall angenommen wird. Die Kreditkartenzahlung ist in großen Hotels und Einkehrmöglichkeiten von Antigua verbreitet.

Anreise

Die Anreise nach Antigua erfolgt per Gabelflug ab London. Nach knapp neun Stunden Flugzeit seid ihr von dort im Paradies angekommen – genau genommen am internationalen Flughafen der Insel. Liegt euer Endreiseziel auf Barbuda, müsst ihr noch einmal per Regionalflug oder Fähre weiter. Zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauert dieser letzte Abschnitt.

Fortbewegung vor Ort

Antigua und Barbuda werden mit Fähren und Regionalflügen per Hubschrauber verbunden. Auf Antigua könnt ihr einen Mietwagen buchen, auf beiden Eilanden fahren Taxis. Für Barbuda empfiehlt sich ein Fahrrad, da es kein öffentliches Verkehrsnetz gibt. Vieles geht natürlich auch zu Fuß, da die Inseln nicht sehr groß sind.

Sprache & Verständigung

Antigua und Barbuda gehören zum Commonwealth. Für euch bedeutet das: Eure Englischkenntnisse sollten aufgefrischt werden. Zwar unterhalten sich viele Einheimische auch auf Patois, einer kreolischen Sprache – diese müsst ihr für den Urlaub aber nicht zwingend lernen.

Sicherheit

Karibische Gastfreundschaft und Gelassenheit gehen Hand in Hand mit einem hohen Sicherheitsfaktor. Gerade auf Barbuda ist aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte kaum etwas zu befürchten, die Kriminalitätsrate ist sehr niedrig. In Hinblick auf Hurrikans solltet ihr die Zeit zwischen August und November für die Reise meiden. Zum gesundheitlichen Aspekt solltet ihr beachten, dass bei langen Aufenthalten Impfungen gegen Hepatitis A und B empfohlen werden.

Essen & Spezialitäten

Frische Früchte und Fisch sind dominant auf der regionalen Speisekarte. Ein potenzielles neues Lieblingsgericht ist die Speise „Ducana“ mit Süßkartoffeln, Kokosraspeln und Fisch als Beilage. Veganer hingegen werden beispielsweise die weit verbreiteten Kochbananen mögen.

Hotels & Unterkünfte

Die meisten Hotels befinden sich auf Antigua. Ihr habt die Wahl zwischen Stadthotels in Saint John’s und den Clubhotels oder Resorts in Strand- und Küstennähe. Auch die Standards variieren von schlicht bis luxuriös. Auf Barbuda sind vereinzelte Ferienwohnungen verfügbar. Wir raten zur Buchung einer Unterkunft auf Antigua und der anschließenden Weiterreise, die manchmal in nur einer halben Stunde zu bewältigen ist.

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2 Kommentare zum Thema
  1. Stefan Kummer

    Unter Anreise sollten Sie den Text ändern, dass zur Zeit keine Direktflüge mehr von Frankfurt stattfinden.

    1. ab in den urlaub Magazin Redaktion

      Hallo lieber Stefan,

      besten Dank für den aufmerksamen Hinweis. Wir haben das umgehend geändert.

      Beste Grüße
      Die ab in den urlaub magazin Redaktion