Israel im Nahen Osten entdecken


Gastfreundlich und magisch, sehr modern und doch voller Tradition und Geschichte: das ist Israel! Mit Städten wie Jerusalem und Tel Aviv, Badeorten wie Eilat und Ausflugszielen in der Wüste reizt das kleine Land im Nahen Osten mit vielen Möglichkeiten.

Überblick

Israel ist das Land, das auf eine der ältesten schriftlichen Überlieferungen der Menschheit zurückblicken kann. In Vorderasien am südöstlichen Mittelmeer gelegen, besticht das Land als ein Ort, an dem Hightech auf Geschichte trifft. Freut euch auf weltbekannte Städte wie Jerusalem und Tel Aviv, die mehrere Kulturen vereinen. Für Juden, Moslems und Christen stellt Israel das Heilige Land dar, befinden sich hier doch viele für diese Religionen wichtige Stätten. Badeorte wie Eilat und Ausflugsziele wie der See Genezareth in Galiläa, das Tote Meer und die eindrucksvolle Wüstenwelt des Landes sind weitere Argumente, das Land zu bereisen.

Landschaft-in-Galilaea
Landschaft in Galiläa

Skylines von Großstädten treffen immer wieder auf antike Ausgrabungsstätten. Genießt während einer Rundreise durch Israel daher die unverkennbaren Kontraste, die das Land zu bieten hat – oder nehmt gezielt Kurs auf eine eurer Lieblingsstädte. Israel wird euch so oder so faszinieren und für lange Zeit in bester Erinnerung bleiben!

Für wen ist der Israel-Urlaub interessant?

Städte wie Jerusalem und Tel Aviv erzählen anhand der Monumente, Gotteshäuser und weiteren Sehenswürdigkeiten ihre bewegte Geschichte. Sie sind ein wahres Eldorado für Kulturreisende und religiös interessierte Urlauber! Die vielen Nationalparks und Naturschönheiten Israels eignen sich hingegen als Urlaubsziel für Naturfreunde, Vogelbeobachter und Wanderer. Das Mittelmeer und Rote Meer sowie das Tote Meer verführen weiterhin zu einem herrlich faulen Badeurlaub am Strand. Partyurlauber kommen zum Beispiel in Tel Aviv voll und ganz auf ihre Kosten!

Orte

Jerusalem prays, Tel Aviv plays, Haifa works – Jerusalem betet, Tel Aviv feiert, Haifa arbeitet: so lautet ein Sprichwort über die israelischen Städte. Doch davon abgesehen gibt es viel mehr zu entdecken, wenn ihr vor Ort seid. Wir verraten euch, welche Highlights “zwingend” zu besichtigen sind und welche Städte abseits der berühmtesten Orte sehenswert sind.

Jerusalem

Jerusalem ist Ort zahlreicher religiöser Sehenswürdigkeiten mit zumeist christlichem Hintergrund. Die Klagemauer, der Ölberg mit dem Garten Gethsemane und die Himmelfahrtskapelle sind ebenso zu nennen wie der berühmte Felsendom. Auch der Berg Zion, auf dem angeblich einst das letzte Abendmahl stattfand und die dort befindliche Benediktinerabtei sind sehenswert. Weitere Highlights sind die Grabeskirche, in der Jesus nach christlicher Überlieferung gekreuzigt wurde und wieder auferstanden ist. Auch die Erlöserkirche aus dem 19. Jahrhundert solltet ihr unbedingt gesehen haben!

Jerusalems-Altstadt
Jerusalems Altstadt

Ausstellungstechnisch überzeugt die Stadt Jerusalem zum Beispiel mit dem Bible Lands Museum und dem Israel-Museum als Nationalmuseum des Landes. Weiterhin gibt es in der Davidszitadelle (Festung “Tower of David”) mehr zur ereignisreichen Geschichte der Stadt zu erfahren. Auf dem “Jerusalem-Trail” werden unterdessen Sport und Kultur miteinander verbunden. Auf 42 Kilometern führt die Strecke durch und rund um die Stadt.

Tel Aviv

Tel Aviv besticht mit von der UNESCO geschützten Stadtvierteln, zahlreichen Museen und dem weltoffenen Charakter. Dieser steht, ebenso wie die Wolkenkratzer, in Kontrast zum eher konventionellen und traditionell geprägten Jerusalem. In Tel Aviv erlebt ihr die Moderne in Form von zeitgemäßen Geschäften, internationalen Restaurants und Hotels sowie einem ausschweifenden Nachtleben. Der kilometerlange Sandstrand mit vielen Cafés und Restaurants lädt zum Baden, Entspannen und Spazieren ein.

Strand-Skyline-Tel-Aviv
Strand und Skyline von Tel Aviv

Durch das ständige Wachstum der Stadt wird Tel Aviv auch gern als heimliche Hauptstadt von Israel bezeichnet. Die Stadt gilt in Israel als Ort der Künste.

Haifa

Haifa liegt im Landesnorden und ist die drittgrößte Stadt nach Jerusalem und Tel Aviv. Imposante Felsen und eine malerische Mittelmeerküste prägen das Bild des für Urlauber interessanten Ortes. Sehenswert sind verschiedene Museen wie das Schifffahrtsmuseum und das Wahrzeichen der Stadt, der Bahai-Schrein. Ihr solltet die prachtvollen, umliegenden Gärten der Bahai ebenso wenig verpassen wie einen Besuch des Schreins selbst.

Blick-von-den-Bahai-Gaerten-auf-Haifa
Blick von den Bahai Gärten auf Haifa

Eilat

Eilat bildet den einzigen Meereszugang Israels zum Roten Meer und eignet sich aufgrund dieser Lage für einen Badeurlaub. Ein besonderes Highlight für Schnorchler und Taucher ist das Dolphin Reef in der Nähe von Eilat. Dort könnt ihr in einer von der bunten Unterwasserwelt des Roten Meeres geprägten Kulisse auf Tuchfühlung mit den sanften Meeresbewohnern gehen. Wer schon immer mit Delfinen schwimmen wollte, ist hier daher goldrichtig.

Luftaufnahme-von-Eilat
Luftaufnahme von Eilat

Im Ice Park & Mall befinden sich eine Eissporthalle und ein Einkaufszentrum unter einem Dach. Steht euch der Sinn nach einem Bummel, könnt ihr in der Marina an Yachten entlang gehen. Eventuellen Wissensdurst stillt ihr im Unterwasser-Observatorium, das ungetrübte Blicke ins Rote Meer ohne Tauchgang ermöglicht.

Sehenswürdigkeiten

Israel bietet unzählige Sehenswürdigkeiten für geschichtlich Interessierte. Viele Ausgrabungsstätten zeigen verschiedene historische Epochen und Entwicklungen. Einige Sehenswürdigkeiten wie den Felsendom und den Bahai-Schrein haben wir euch schon vorgestellt. Hier folgen weitere, die zu einer Reise nach Israel unbedingt dazugehören!

Qumran

In der judäischen Wüste liegt Qumran. Hier sind die Ruinen einer antiken religiösen Siedlung mit ihren rituellen Tauchbädern zu besichtigen. Die archäologische Stätte erlangte besonders aufgrund des Fundes berühmter Schriftrollen im Jahr 1947 Bekanntheit. Es handelt sich um Lederrollen, die von einem Beduinen gefunden wurden und außerordentlich alt sein sollen.

Bluetenmeer-bei-Qumran
Blütenmeer bei Qumran

See Genezareth

Der See Genezareth und seine Umgebung hat viele für Christen relevante Stätten zu bieten. Dazu gehört der Ort Tabgha mit zahlreichen Kirchen und malerischen Gärten, wo die in der Bibel genannte Brot- und Fischvermehrung stattgefunden haben soll. Doch auch der See selbst ist wunderschön, handelt es sich doch um einen tief gelegenen Süßwassersee mit idyllischer und ruhiger Kulisse. Ein Spaziergang gehört hier eigentlich zum Pflichtprogramm!

Festung Masada

Die Festung Masada in der judäischen Wüste lässt den jüdischen Aufstand gegen die Römer gefühlt wieder lebendig werden. Ihr könnt an der archäologischen Stätte Überbleibsel aus der Zeit von etwa 15 vor Christus bestaunen. Sie liegt auf einem Gipfelplateau und verwöhnt euch mit eindrucksvollen Aussichten auf das Tote Meer sowie auf die Judäische Wüste. Hierfür empfehlen wir, schon früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.

Ruinen-der-Festung-Masada
Ruinen der Festung Masada

Kalkfelsen in Rosch haNikra

Auch die Kalkfelsen sind eine Sehenswürdigkeit für sich. Sie liegen rund 35 Kilometer von Haifa entfernt an der Grenze zum Nachbarland Libanon. Es handelt sich um Grotten, Höhlen und Kreidefelsen, die vom Mittelmeer und seiner starken Brandung geformt wurden. Ihr könnt die Felsen mit einer der steilsten Seilbahnen weltweit erreichen.

Ramon-Krater

In der Wüste Negev im Süden Israels bieten sich Wanderungen in und um den Ramon-Krater an. Wer absolute Stille, Leere und Weite sucht, wird sich hier wohlfühlen. Mit einer Ausdehnung von etwa 40 Kilometern ist der Ramon-Krater der größte Erosionskrater des Landes. Seine Entstehung wird auf den Zeitraum von vor 220 Millionen Jahren geschätzt. Wenn ihr euch noch mehr für die Geschichte des Kraters und die Naturgegebenheiten interessiert, solltet ihr das nahe gelegene Besucherzentrum aufsuchen.

Hier-steht-die-Welt-still-Ramon-Krater
Hier steht die Welt still: Ramon-Krater

Aktivitäten

Nach dem Besuch der Städte und Stätten bleibt sicher noch genügend Zeit, die anderen Seiten Israels zu erkunden. Dazu zählen die verschiedenen Naturpanoramen und natürlich die Küsten am Mittelmeer, Roten Meer und Toten Meer!

Wandern & Natur genießen

Wanderungen in Israel profitieren von den eindrucksvollen Landschaften, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Neben den schon vorgestellten natürlichen Sehenswürdigkeiten wie dem See Genezareth, den Kalkfelsen und dem Ramon-Krater erwarten euch eine bergige Kulisse im Norden und der tiefste Punkt der Erde im Südosten. Zwischen bis zu 2.000 Meter hohen Bergen einerseits und dem Toten Meer 400 Meter unterhalb des Meeresspiegels andererseits erlebt ihr im wahrsten Sinne des Wortes Höhen und Tiefen.

Dazu gesellen sich üppige, grüne Wiesen mit bunten Blumenteppichen auf den Golanhöhen, dichte Wälder um Jerusalem und die steinigen Wüsten mit ihren fruchtbaren Oasen. Mehr als 75 Naturparks und Reservate führt die israelische Naturparkbehörde auf. Besonders sehenswert ist zum Beispiel der Timna-Nationalpark mit seinen außergewöhnlichen, an riesige Pilze erinnernden Formationen aus Felsgestein. Wollt ihr euch herausfordern, wandert über den Israel National Trail, der durch das ganze Land führt und sich auf mehr als 900 Kilometern erstreckt. Auf Jesus Spuren wandelt ihr am Jesus Trail von Nazareth zum See Genezareth.

Badeurlaub machen

Gleich drei Gelegenheiten erwarten Badenixen und Wassermänner in Israel: Das Mittelmeer, das Rote Meer und das Tote Meer. Ein toller Spot für den Strandurlaub an der Mittelmeerküste ist beispielsweise Tel Aviv mit dem mehr als zehn Kilometer langen Sandstrand. Im Roten Meer könnt ihr etwa bei Eilat schwimmen und tauchen. Und zum Toten Meer führen zahlreiche Ausflugstouren, die euch mit dem salzhaltigen und sehr gesunden Wasser verwöhnen. Vergesst auch nicht, im Mittelmeer und Roten Meer die bunte Unterwasserwelt mit dem Schnorchel zu erkunden!

Ein-Bokek-Beach
Salzformationen am Ein Bokek Beach

Veranstaltungen besuchen

Nach der Ruhe in der Natur und dem Sonnenbad darf es gern etwas lauter und lebendiger sein? Dann besucht eine der vielen musikalischen Veranstaltungen! Viele Israelis lieben Musik und so gibt es unzählige Aufführungen und Feste, deren Besuch sich lohnt: Von klassischen Konzerten im Jerusalemer Theater über Livebands in zahlreichen Cafés in Jerusalem und Tel Aviv bis hin zu Musikfestivals in der Wüste oder am Mittelmeer, die vorwiegend in den Sommermonaten stattfinden, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch in den Städten kann es anlässlich der Nationalfeiertage Partys in den Parks geben. Vielleicht habt ihr Glück und seid passend zu einer Feierlichkeit vor Ort?

Reise-Infos

Israel verzaubert euch schon anhand unseres Berichts? Wen wundert es – uns jedenfalls nicht! Deshalb haben wir an dieser Stelle wichtige Reise-Infos für euch gesammelt. So könnt ihr den Urlaub in Israel planen und seid bestens vorbereitet.

Reisezeit

Wenn ihr Sommer, Sonne, Strand und Meer in Israel genießen möchtet, solltet ihr zwischen März und Mai oder zwischen September und November kommen. Dann sind die Temperaturen sehr angenehm. In den dazwischenliegenden Sommermonaten wird es sehr heiß, während es in den Wintermonaten ziemlich kalt werden kann.

Nesher-Park-bei-Haifa-im-April
Nesher Park bei Haifa im April

Tipp: Im März ist die Wüste Israels in schimmernden Grüntönen zu bestaunen. Wenn ihr Glück habt, erlebt ihr auch die mehrwöchige Blumenpracht des Landes.

Dokumente & Bezahlung

Ein noch sechs Monate über die Reise hinaus gültiger Reisepass ist das Pflichtdokument für die Einreise nach Israel. Zudem müsst ihr ein Rückflugticket oder einen Nachweis über eure Weiterreise nach Beendigung des Aufenthalts vorlegen.

Ihr bezahlt in Israel mit dem Schekel. Den Geldwechsel könnt ihr ganz unkompliziert am Flughafen oder in eurem gebuchten Hotel vornehmen. An den Geldautomaten, die vor allem in größeren Städten populär sind, erhaltet ihr Geld mit der Kreditkarte.

Anreise

Von Deutschland aus starten Direktflüge nach Tel Aviv. Ziele wie Jerusalem und Eilat bedingen jedoch einen Flug mit Stopover. Am Flughafen von Tel Aviv seid ihr in rund vier Stunden, von dort aus geht es mit dem Bus oder Zug weiter. Reist ihr am Sabbat an, solltet ihr ein Sammeltaxi nehmen, um in die Stadt zu gelangen. Öffentliche Verkehrsmittel fahren dann für gewöhnlich nicht.

Fortbewegung vor Ort

Es gibt in größeren Städten wie Jerusalem ein gut ausgebautes Bussystem mit günstigen Preisen. Lediglich vom späten Freitagnachmittag bis zum frühen Samstagabend fahren keine öffentlichen Busse und Züge aufgrund des wöchentlichen Ruhetags Sabbat. Taxen sind für diesen Zeitraum aber eine gute Alternative. Außerdem stehen zum Beispiel ab dem Flughafen von Tel Aviv Sammeltaxen zur Verfügung. Vielleicht bietet euer Hotel sogar einen besonderen Shuttle-Service an? Für die Erkundung des Landes ganz ohne Bindung an das öffentliche Verkehrsnetz geht weiterhin nichts über einen Mietwagen.

Sprache & Verständigung

Die Landessprachen Israels sind Arabisch und Hebräisch. Ein aufwändiger Sprachkurs ist für eure Reise aber nicht erforderlich, da viele Einheimische auch gut Englisch sprechen. Frischt daher am besten eure Englischkenntnisse vor dem Urlaub auf, damit ihr keine Verständigungsprobleme habt.

Sicherheit

Die politische Situation in Israel wirkt sich auf Urlauber weniger kritisch aus, als von vielen erwartet. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Sicherheitshinweise des deutschen Auswärtigen Amtes zu beachten. In Großstädten gilt wie üblich: Achtet auf eure Wertsachen und führt sie nicht unbedingt gut sichtbar herum.

Essen & Spezialitäten

In Israel gibt es neben dem großen jüdischen Bevölkerungsanteil auch Moslems, Christen und Drusen (Gläubige einer eher unbekannten Religion). Dadurch ist die Vielfalt der israelischen Küche bedingt. Neben für den westlichen Gaumen kurios anmutende Gerichte wie eine Auberginenpaste mit Leberwurstgeschmack trifft man aber auch viel Lamm in den vielfältigsten Variationen an. Kreative Fischgerichte sind ebenfalls, vor allem an der Küste, sehr beliebt. Vegetarier sollten sich einmal an dem Kichererbsenbrei Hummus versuchen oder auf Gemüse in traditionellen Fladenbrottaschen setzen. Auch das Nationalgericht Falafel ist fleischfrei.

Speisen-der-israelischen-Kueche-Shakshuka-Falafel-Hummus
Speisen der israelischen Küche: Shakshuka, Falafel & Hummus

Hotels & Unterkünfte

Israels Hotels sind überwiegend mit den westlichen Standards zu vergleichen. Ihr könnt im puren Luxus schwelgen und euch für moderne Hotels in Tel Aviv oder Eilat entscheiden. Viele von ihnen liegen direkt am Strand und/oder punkten mit Extras wie einem eigenen Hotelpool. In Jerusalem bieten sich traditionelle Unterkünfte mit gastfreundlichen Einheimischen an. Besonders budgetfreundlich übernachtet ihr hingegen in Bed & Breakfasts im unteren Sternebereich oder Hostels, dafür fehlt es jedoch hier und da an Besonderheiten in puncto Ausstattung. Plant ihr eine Rundreise durch das ganze Land, könnte auch eine Campingtour für Abwechslung sorgen.

Sag uns Deine Meinung zu diesem Thema

* Pflichtfelder