Bali: Urlaub auf der Insel der Götter

Auf zum Indonesien gehörenden Bali sollen angeblich mehr Tempel als Wohnhäuser stehen. Doch zum Trost für alle, die lieber die Sonne anbeten, sei gesagt: Auch sie hat hier ihre Heimat. Pulau Dewata, Insel der Götter, nennen die Balinesen deshalb auch ihre Heimat. Und wo sich Götter wohlfühlen, herrschen sicher auch paradiesische Zustände für alle, die eine Reise nach Bali, an einen der schönsten Orte der Welt, antreten wollen.

Bali ist vielseitig und faszinierend

Bali, die traumhafte Insel im Indischen Ozean, bietet für jeden etwas: Sandstrände und Palmen für Sonnenanbeter, aber auch eine unvergleichlich schöne Natur für Entdecker und Wanderer. Lassen Sie sich von den grünen Reisterrassen verzaubern, erleben Sie die Faszination des Tanah-Lot-Tempels und seien Sie dabei, wenn über dem heiligen Berg Gunung Agung im Nordosten der Insel die Sonne aufgeht. Einer der Höhepunkte eines Urlaubs auf Bali ist zweifelsohne die Wanderung zum „Sitz der Götter“ in 3.142 Meter Höhe. Etwa 20 km nordwestlich befindet sich mit dem Gunung Batur ein weiterer aktiver Vulkan samt Kratersee. Wo im Inselinneren keine Kulturlandschaft ist, trifft man auf Bali auf Regenwald. Erholung von der Inselerkundung findet man immer wieder am Strand.

Reisterrassen auf Bali

Quirlige Badeorte und familienfreundliche Strände

Gerade die Strände im Südwesten von Bali sind bei den Touristen beliebt. Für Wellenreiten herrschen hier gute Bedingungen. Padang Padang auf der Halbinsel Bukit zählt ganz klar zu den sehenswerten Stränden auf Bali. Im Film „Eat, Pray, Love“ hat sogar Julia Roberts hier gebadet. Der Strand ist von mit Büschen und Bäumen bewachsenen Felsen eingefasst und mit ca. 150 m Länge recht klein, weshalb es schnell voll wird, wofür auch die vielen einheimischen Verkäufer sorgen. Vereinzelt befinden sich Felsen im Sand und im Wasser. Da bei Flut der komplette Strand verschwindet, ist es sinnvoll, sich vorher über die Gezeiten zu informieren.

Entspannter geht es am Strand von Jimbaran zu. Mit etwa 4 km Länge ist auf dem Strand viel Platz vorhanden. Abends bietet es sich an, in den am Strand befindlichen Restaurants etwas von den Fängen der örtlichen Fischer zu testen, deren kleinen bunten Boote ebenfalls hier liegen.

Nordwestlich von Bukit befindet sich mit Seminyak ein Paradies für Wassersportler. Vor allem Surfer finden an diesem ungefähr zwei Kilometer langen Strand die perfekte Welle. Daher gibt es hier auch viele Surfschulen. Nichtsdestotrotz wird der Strand auch von denen genutzt, die einfach nur in der Sonne liegen oder baden wollen. Darüber hinaus gibt es viele Restaurants und Beach Clubs mit Pools, darunter der beliebte Potato Head Beach Club. Hotels und Einkaufsmöglichkeiten komplettieren das Angebot. Mit den südlich an Seminyak anschließenden Orten Legian und Kuta befindet sich hier das touristische Zentrum der Insel Bali. Nachts gibt es ein ausschweifendes Nachtleben. Weil das Touristenzentrum von Bali gerne von feierfreudigen Urlaubern aus Down Under aufgesucht wird, spricht man auch vom „Ballermann Australiens“.

Padang Padang Beach auf Bali

Familiär geht es am sechs Kilometer langen Sanur Beach zu. Auch die jüngsten Badegäste finden hier ideale Bedingungen außerhalb der starken Brandung des Indischen Ozeans vor. Der Strand ist auf der östlichen Seite von Bali unweit von Bukit gelegen. Kiten, Windsurfen, Stehpaddeln, Jetski-, Kanu- und Bananaboot fahren zählen zu den gerne ausgeführten Aktivitäten.

Ganz anders geht es am im Norden von Bali befindlichen Lovina Beach zu. Hier trifft man auf keine Touristenmassen und der Strand besteht aus dunklem Vulkansand. Der Ort ist bei allen begehrt, die zum Sonnenaufgang Bootstouren zur Delfinbeobachtung buchen möchten. Außer sich am Strand oder auf dem Wasser zu bewegen, bietet Bali auch gute Gelegenheiten, sich im Wasser aufzuhalten.

Tauchen auf Bali

Wollen Urlauber auf Bali tauchen, ist vor allem Padang Bai im Osten der Insel ihr Ziel. Dort befinden sich gleich mehrere begehrte Tauchplätze, darunter die sogenannte Blue Lagoon. An den Korallenriffen trifft man außer auf bunte Fische und Oktopusse noch auf Seeschlangen und Kugelfische, um nur einen kleinen Überblick zu geben. Tulamben im Nordosten von Bali ist ein weiterer begehrter Ort fürs Tauchen. Grund dafür ist u. a. das Wrack des ehemaligen US-amerikanischen Versorgungsschiffs USAT Liberty, das in unweit der Küste auf Grund liegt. Das klare Wasser zieht außerdem viele Schnorchler an. So schön die Unterwasserwelt, so schön auch das Innere von Bali.

Auf den Spuren der Götter

Bali bildet im mehrheitlich moslemischen Indonesien eine Ausnahme. Über 90 % der Bevölkerung sind Hindus. Der Alltag auf Bali ist stark von religiösen Zeremonien geprägt: Tägliche Speiseopfer zur Besänftigung der Dämonen kann man hier ebenso erleben wie prächtige Tempelfeste und rituelle Tänze. Ein wichtiges Fest ist Bhatara Turun Kabeh im März. Die Götter versammeln sich in Besakih an ihren Schreinen. Fast in jedem Dorf werden Sie einem Tempel begegnen. Der Wichtigste unter ihnen ist allerdings der Pura Besakih, der der Muttertempel auf Bali ist. Die traumhaft am Bratansee gelegene Tempelanlage Pura Ulun Danu Bratan ist ebenso einen Ausflug wert. Am Südzipfel der Insel thront auf einer Steilen Klippe der Pura Luhur Uluwatu. Vor hier aus bietet sich eine herrliche Aussicht auf die Küste. Kulturelles Zentrum von Bali ist das etwa 30 km nördlich von der Inselhauptstadt Denpasar gelegene Ubud. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Pura Sri Saraswathi Tempel sowie der Affenwald, in dem sich hauptsächlich Makaken tummeln. Vorsicht: Diese sind alles andere als schüchtern und lassen sich gerne Futter zustecken, beispielsweise Erdnüsse. Wer für sich oder Freunde ein Mitbringsel aus Bali besorgen möchte, ist in Ubud genau richtig, denn hier wird viel Kunsthandwerk angeboten. Auch Malereien und hübsche Kleidung werden verkauft.

Der Wassertempel Ulun Danu Bratan

Bali: Ein Schlemmerparadies nicht nur für Sea-Food-Fans

Die Nähe des Ozeans prägt die Küche der Insel Bali. In Jimbaran finden Sie die besten Sea-Food-Restaurants in der Nähe des Fischmarktes. Probieren Sie doch einfach mal ein Ragout aus Garnelen und Gemüsebananen! Gut essen kann man auch in einem der zahlreichen Restaurants in Seminyak. Hier gibt’s neben Fisch aber auch köstliche Ente, Saté-Spieße mit Erdnusssoße oder Spanferkel. Viele landestypische Köstlichkeiten findet ihr auch auf den Märkten. In Bedugul beispielsweise wird Obst und Gemüse in Hülle und Fülle angeboten und erntefrische Ananas sind einfach ein Genuss. Es wäre schade, nur das Essen, dass im Hotel in Bali angeboten wird, anzurühren. Wer essen möchte wie die Einheimischen, stellt sich an eine der mobilen Garküchen an oder macht an einem der Warungs (Straßenrestaurants) Halt. Um auf Bali Montezumas Rache zu entgehen, greift man am besten nur bei den Gerichten zu, die frisch zubereitet werden. Eine lange Warteschlange spricht ebenso für die Qualität des Essens. Nachstehend ein paar Köstlichkeiten, die es sich beim Urlaub auf Bali zu probieren lohnt:

  • Balung Nangka sind geschmorte Schweinerippen und gekochte Jackfrucht.
  • Wenn Sie auf Bali Ketupat Cantok essen wollen, erhalten Sie Reis und Gemüse in Erdnusssoße, alles gegart in zu kleinen Behältnissen geflochtenen Palmblättern. Diese werden aber nicht verzehrt.
  • Nasi Goreng besteht aus gebratenem Reis, Gemüse, Zwiebeln und Fleisch.
  • Wird auf Bali Soto Ayam bestellt, verzehrt man eine Hühnersuppe, verfeinert mit Kokosnussmilch, Zitronengras und Kurkuma.
  • Bei Urap-Urap handelt es sich einen Gemüsesalat, dessen Dressing neben Kokosraspeln und Zwiebeln noch Knoblauch, Salz und Chili enthält.
  • Kue Lak-Lak sind Kuchen aus Reismehl, Palmzucker und Kokosrapeln.
  • Aus der Arenpalme gewonnener Schnaps heißt Brem.

Doch wann im Jahr ist die beste Gelegenheit zum Schlemmen, Baden und Inselerkunden?

Beste Reisezeit für die Insel Bali

Der ideale Reisezeitraum für Bali liegt zwischen April bis Anfang November, wenn Trockenzeit ist. Wer die Hauptsaison umgehen möchte, meidet den August und September. Das Wasser um Bali schwankt im Jahr zwischen 27 und 29 Grad, ist also angenehm warm zum Baden. Beste Voraussetzungen zum Tauchen herrschen zwischen April und Oktober. In der Regenzeit ist das Meer aufgewühlt und trübt die Sicht. Von November bis März ist ein Badeurlaub an der Nordküste von Bali durchaus möglich, denn im Gegensatz zum Süden fällt der Regen hier kurz und heftig, statt dauerhaft über mehrere Tage verteilt.

Frauen in traditionellen Kleidern auf Bali

Anreise nach Bali

Wer in München in den Flieger steigt, ist nach einer Reisedauer von 16:30 Stunden auf Bali gelandet. Anbieter der Verbindung mit Zwischenstopp in Singapur ist Singapor Airlines. Dieselbe Fluggesellschaft bringt auch von Frankfurt am Main startende Urlauber zum Flughafen Denpasar auf Bali. Mit Zwischenlandung in Singapur beträgt die Reisedauer 16:50 Stunden. Nur fünf Minuten länger ist man mit demselben Stopp und derselben Gesellschaft von Berlin aus nach Indonesien bzw. Bali unterwegs. Emirates bringt die vom Flughafen Düsseldorf aus startenden Gäste der Insel Bali innerhalb einer Reisedauer von 17 Stunden ans Ziel. In Dubai gibt es einen Zwischenstopp. Der Flughafen von Bali befindet sich zwischen Denpasar im Norden und der Halbinsel Bukit im Süden. Das Touristenzentrum um Kuta ist innerhalb einer etwa 30-minütigen Autofahrt erreicht. Der Flughafen auf Bali ist übrigens der zweitgrößte in Indonesien und wird von den Passagierzahlen nur noch von dem in der Hauptstadt Jakarta übertroffen.

Für die Einreise und einen Flug nach Bali, und damit auch Indonesien, reicht praktischerweise ein Reisepass. Mit der Ankunft wird jedoch ein „Visa on Arrival“ fällig. Die Gefahr an Malaria zu erkranken ist auf Bali im Gegensatz zu den anderen Inseln Indonesiens gering. Wer sich dennoch schützen möchte, kann sich Medikamente zur Malariavorbeugung verschreiben lassen.

 

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