La Gomera: Die grüne Oase der Kanaren

La Gomera ist das perfekte Reiseziel für Entdecker und Individualisten. Wie ein runder Felsblock erhebt sich die zweitkleinste der Kanarischen Inseln mit ihren wildromantischen Landschaften aus dem Atlantik. Gerade das milde Klima und das üppige Grün lockt ganzjährig Wanderer und Naturfreunde an.

Worauf können Sie sich auf La Gomera freuen?

La Gomera erhebt sich bis auf 1.486 m über den Meeresspiegel und wurde über die Jahrtausende durch Erosion in eine Vielzahl von Schluchten zersägt. Karge Berge und vegetationsreiche Küstenstreifen, Plantagen, fruchtbare Täler und undurchdringliche Waldgebiete im zentralen Hochland findet man auf La Gomera vor. Auf der Insel sucht man Bettenburgen wie auf Teneriffa oder Gran Canaria vergeblich, hier wurde weitgehend sanfter Tourismus etabliert und die Übernachtung erfolgt überwiegend in Appartements. Von diesen aus besteht die Möglichkeit, tolle Ausflüge in die Natur in Angriff zu nehmen, z. B. ins Valle Gran Rey.

Der Roque de Agando auf La Gomera

Die Naturschönheiten von La Gomera

In der Mitte von La Gomera liegt der Nationalpark Garajonay, dessen Gebiet vor allem Hochland einnimmt und zu einem großen Teil mit Urwald bedeckt ist. Dieser immergrüne Nebelwald besteht überwiegend aus mit Bartflechten und Moos bewachsenen Lorbeerbäumen mit knorrigen Ästen und hohen Farnen. Das Besucherzentrum befindet sich allerdings außerhalb des seit 1986 zum Weltnaturerbe zählenden märchenhaften Waldes, nämlich in La Palmita-Agulo.

An der nördlichen Küste der Insel La Gomera besteht mit dem Naturdenkmal Los Órganos („die Orgeln“) eine weitere Touristenattraktion, die man im Urlaub auf La Gomera gesehen haben sollte. Auf einer Länge von 200 m und einer Höhe von 80 m erstreckt sich eine orgelgleiche Felswand, bestehend aus freigelegtem Basalt eines ehemaligen Vulkanschlots. Das Phänomen lässt sich vom Wasser aus bewundern. Zu diesem Zweck werden Los Órganos von Ausflugsbooten angesteuert, die beispielsweise von Vueltas aus starten.

Quelle: YouTube/Turismo de La Gomera

Besonders beliebt bei Reisenden ist das Valle Gran Rey, das Königstal. Terrassierte Hänge, die in jahrhundertelanger Handarbeit gepflegt wurden, findet man hier ebenso wie Palmenhaine, verschlungene Pfade und herrliche Wälder mit einer riesigen Artenvielfalt. Zum Meer hin öffnet sich das Valle Gran Rey trichterförmig und ist mit schönen Stränden gesegnet. Während des Ausflugs kann man am Aussichtspunkt „Mirador del Palmarejo” in 600 Meter Höhe haltmachen und bei der Gelegenheit die spektakulären Ausblicke auf das Valle Gran Rey genießen. Zu sehen gibt es die gegenüberliegenden Berge, Terrassenfelder, Palmenhaine und Häuser. Gegen eventuellen Hunger hilft die Einkehr ins Restaurant, das sich am Mirador del Palmarejo befindet.

Beim Durchqueren von La Gomera mit dem Mietwagen lohnt sich ein Stopp am Roque de Agando, der sich im Osten des zentralen Hochlandes befindet. Auch bei diesem Felsen handelt es sich um einen früheren Vulkanschlot. Optisch erinnert das etwa 1.000 m hohe Gebilde an einen Zuckerhut.

Lorbeerwald im Nationalpark Garajonay auf La Gomera

Walbeobachtung steht bei Urlaubern auf der Insel La Gomera ebenfalls hoch im Kurs. Die Schiffe beginnen ihre Tour häufig von dem in der Gemeinde Valle Gran Rey gelegenen Ort Vueltas. Bei den mehrstündigen Ausflügen treffen die Urlauber auf eine große Vielfalt an Meeressäugern, darunter Pott-, Finn- und Blauwale sowie Fleckendelfine und Große Tümmler. Bisher konnten in den Gewässern um La Gomera 23 Wal- und Delfinarten entdeckt werden. Wer sich ein bisschen von der Erkundung der Kanareninsel erholen möchte, hat an den Stränden der Insel La Gomera die Möglichkeit dazu.

Strände der Insel La Gomera

Im Gegensatz zu den anderen Inseln der Kanaren ist die Anzahl an Stränden auf La Gomera überschaubar. Grund ist die Küste, die von steilen Felsklippen geprägt ist. Wer nicht nur am Pool oder auf der Terrasse des Hotels auf La Gomera liegen möchte, hat die Wahl zwischen schwarzen Sandstränden sowie Kies- bzw. Steinstränden. In der Gemeinde Valle Gran Rey befinden sich gleich mehrere Strände, im Norden der Insel und in der Inselhauptstadt locken weitere Möglichkeiten, die gerne von Urlaubern genutzt werden. Zu Valle Gran Rey zählen die Playa del Inglés, Playa de la Calera und die Playa de Vueltas, allesamt schwarze Sandstrände. Im Norden der Insel lockt mit der Playa de la Caleta ein weiterer Strand. Von diesem Kies- und Sandstand hat man einen schönen Blick auf das der Insel La Gomera gegenüberliegende Teneriffa mit dem Teide. An den Stränden gibt es teils gefährliche Strömungen, so dass man besser nicht allzu tief ins Wasser geht oder sich lieber aufs Sonnenbaden beschränkt. Mit der Playa de la San Sebastián verfügt die Inselhauptstadt über einen Strand, wo das Baden aufgrund einer Mole sicher ist. Wem nach einer Auszeit am Strand nach ein wenig Kultur ist, kann sich die Orte auf der Insel La Gomera einmal näher anschauen.

Playa del Trigo im Westen von La Gomera

Lohnenswerte Orte auf La Gomera

Am südlichen Ende des Valle Gran Reys, kurz vor dem Meer, ist der Ort La Calera ein Besuch wert. Eng beieinanderstehende weiße Häuser schmiegen sich an einen Berg, durch das Dorf führen kleine Gässchen. Bougainvilleen machen aus dem Ort ein buntes Plätzchen.

Im ebenfalls im Valle Gran Rey befindlichen Vueltas treffen die Urlauber auf Segelschiffe, bunte Fischerboote sowie das eine oder andere an- oder ablegende Kreuzfahrtschiff. Unweit von Vueltas gibt es den tropischen Fruchtgarten Argaga in der gleichnamigen Schlucht mit etwa 160 Obstbäumen zu bestaunen.

Im Norden der Insel liegt Agulo, für viele der schönste Ort der Insel. Er liegt auf einer Felsenkuppel 200 Meter über dem Meer und ist von geometrisch angeordneten Bananenplantagen umgeben.

Entweder bei der Ankunft oder vor der Abreise empfiehlt sich ein Bummel durch die Hauptstadt San Sebastián de la Gomera. Am früheren Zollhaus (heute ist dort übrigens die Touristeninformation drin) befindet sich der Brunnen Pozo de Colón, aus dem Christoph Kolumbus 1492 Wasser für die Fahrt nach Indien geschöpft haben soll. In der Casa de Colón ist ein Museum untergebracht, das sich mit Kolumbus Reisen beschäftigt. Angeblich hat der Entdecker Amerikas hier einige Nächte geschlafen. Von einem Park umgeben steht der 16 m hohe Torre del Conde gleich am Hafen. Der etwa 16 m hohe Turm diente als Schutz vor aufständischen Ureinwohnern. Diese kommunizierten u. a. über die Pfeifsprache El Silbo, die noch heute an Schulen gelehrt wird. Später war der Turm auch Ziel von Piratenangriffen. Charakteristisch für San Sebastián de la Gomera sind außerdem die bunten Häuser, die man vor allem während der Anfahrt mit der Fähre gut sehen kann.

Agulo im Norden von La Gomera

Weil Städteerkundungen ganz schön hungrig machen können, bietet es sich an, einige kanarische Gerichte zu probieren.

Essen auf La Gomera

Die bekannteste Speise auf La Gomera dürfte die mit Soßen gereichte „Papas Arrugadas“ (gesalzene Schrumpfkartoffel) sein. Doch welche anderen Gerichte sollte man sich im Urlaub auf La Gomera ebenfalls nicht entgehen lassen?

  • Bei conejo en salmorejo handelt es sich um Wildkaninchen, dass in einer Marinade aus Wein gegart wird.
  • morcilla al estilo ist ein Gericht aus Blutwurst
  • Wird puchero canario bestellt, gibt es Kanarischen Eintopf, der außer Schweinefleisch noch eine Menge an verschiedenen Gemüsesorten aufweist, darunter Kichererbsen, Kohl, Mais und Bohnen.
  • In ihrer Eigenschaft als Insel gibt es auf La Gomera natürlich auch viel Essen aus dem Meer, darunter Fisch in Form von pargo (Zahnbrasse), vieja (Papageienfisch) oder dorado (Goldbrasse).
  • Zum Nachtisch oder Kaffee bieten sich almendrados (Mandelmakronen) oder plátanos con miel (gebackene Bananen mit Honig und Rum) an.

Bleibt noch zu klären, wann man diese Speisen am besten probieren sollte.

Beste Reisezeit für La Gomera

Auf Gomera kann man das ganze Jahr über mit angenehmen Temperaturen rechnen. Kein Wunder, dass man La Gomera und ihre Schwestern auch als Inseln des ewigen Frühlings bezeichnet. Selbst in den Wintermonaten steigt das Quecksilber noch auf 19 bis 22°C im Schatten, und stärkere Niederschläge beschränken sich vor allem auf den Norden der Insel. Mit Wassertemperaturen von über 20 °C eignen sich die Monate Juni bis Dezember hervorragend für einen Badeurlaub. Von März bis Mai stehen die Chancen, auf Delfine zu treffen, besonders gut. Juli und August sind die Monate, in denen auch viele Festlandspanier auf der Insel La Gomera unterwegs sind, dann nämlich sind Sommerferien.

Anreise nach La Gomera

Der einfachste Weg nach La Gomera führt von Deutschland aus über den Flughafen Teneriffa-Süd. Dort gelandet geht z. B. per Taxi innerhalb von etwa einer Viertelstunde zum Hafen von Los Cristianos, wo Fähren in Richtung La Gomera ablegen. Ziel der Schiffe ist der Hafen der Inselhauptstadt San Sebastián de La Gomera. In Abhängigkeit von der Fähre dauert die Überfahrt fünfzig bzw. siebzig Minuten. Dabei werden etwa 46 km zurückgelegt.

Urlauber, die in Hamburg ins Flugzeug steigen, um nach La Gomera zu gelangen, landen nach 5:05 Stunden im Süden von Teneriffa. Anbieter der Direktverbindung ist die Fluggesellschaft Norwegian Air International. Zehn Minuten länger ist man mit Condor unterwegs. TUIfly benötigt 4:35 Stunden, um Passagiere von Düsseldorf direkt nach Teneriffa-Süd zu befördern. Norwegian Air International braucht dafür 10 Minuten und Smart Wings 20 Minuten mehr Zeit. Per Direktflug bringen Easyjet und Germania ihre Kunden von Berlin nach Teneriffa. Die Reisedauer beträgt 5:35 Stunden.

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