Olomouc – Mährens barockes Juwel


Versteckt im fruchtbaren Hana-Becken in Tschechien wartet Olomouc darauf, von euch entdeckt zu werden. Mit der größten freistehenden Barockskulptur Mitteleuropas, sechs märchenhaften Brunnen und einer pulsierenden Studentenszene zählt diese Stadt zu den schönsten und zugleich am meisten unterschätzten Zielen des Landes.

Überblick

Auf Tschechisch heißt dieser Ort Olomouc, im deutschsprachigen Raum kennt man ihn als Olmütz – beide Namen meinen dieselbe charmante Universitätskommune im Herzen Mährens. Mit rund 100.000 Einwohnern gehört sie zu den größten des Landes, doch ihr historisches Gewicht ist weitaus eindrucksvoller. Bis ins 17. Jahrhundert war sie die Hauptstadt der gesamten Region, Sitz eines mächtigen Bistums und akademisches Zentrum Zentraleuropas. Heute zählt die Metropole gleich nach Prag zum wichtigsten Denkmalschutzgebiet ihrer Heimat und bleibt dabei wohltuend unaufgeregt.

Die rund 25.000 Studierenden der zweitältesten Hochschule Tschechiens prägen das Lebensgefühl in den Gassen und sorgen für eine erfrischend quirlige Atmosphäre, die das ehrwürdige Erbe schön kontrastiert. In Olomouc könnt ihr entspannt durch die kopfsteingepflasterten Plätze flanieren, in einem der zahlreichen Szene-Cafés die Zeit vergessen oder beim Glas Bier mit Einheimischen ins Gespräch kommen. Morgens taucht ihr ein in barocken Prunk und filigrane Bildhauerkunst, mittags genießt ihr deftige Hana-Küche, und später zieht es euch vielleicht hinaus zu den umliegenden Wäldern oder hinauf zum Heiligen Berg. Wer Mähren mit allen Sinnen erfahren möchte, kommt um diese Perle nicht herum.

Olomouc Tschechien Kirche
Willkommen in Olomouc!

Sehenswürdigkeiten

Die historische Innenstadt von Olmütz ist ein einziges Freiluftmuseum, in dem sich gotische Türme, Barockfassaden und Jugendstilvillen zu einem harmonischen Ensemble fügen. Rund um das Horní náměstí, den angrenzenden Untermarkt und den Wenzelsberg reiht sich ein architektonischer Schatz an den nächsten.

Die Dreifaltigkeitssäule

Auf dem Oberen Marktplatz ragt sie in den Himmel: die monumentale Dreifaltigkeitssäule, das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt. Mit ihren 32 Metern Höhe überragt sie das gesamte Horní náměstí und steht seit dem Jahr 2000 auf der UNESCO-Welterbeliste, da sie die größte freistehende Barockskulptur Mitteleuropas ist. Errichtet wurde dieses Meisterwerk zwischen 1716 und 1754 als Dank für das Ende einer verheerenden Pestepidemie – und zwar ausschließlich von Künstlern aus Olomouc.

Initiator war der Steinmetz Wenzel Render, der die Vollendung allerdings nicht mehr erlebte. Was die Säule so einzigartig macht: In ihrem Sockel verbirgt sich eine kleine Kapelle, in der sogar Maria Theresia einst betete, als sie 1748 die Stadt besuchte. Die vergoldete Figurengruppe auf der Spitze stammt vom Goldschmied Simon Forstner und glänzt bei Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll. Setzt euch auf eine der Bänke am Fuß des Bauwerks, beobachtet das Treiben auf dem weitläufigen Platz und lasst euch von der filigranen Bildhauerkunst beeindrucken – schöner kann man den Einstieg in das mährische Barock kaum gestalten.

Rathaus und astronomische Uhr

Direkt neben dem UNESCO-Denkmal erhebt sich das Rathaus, dessen gotischer Kern bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Sein 78 Meter hoher Turm dominiert die Skyline der Altstadt, und wer die rund 200 Stufen erklimmt, wird mit einem grandiosen Rundblick über das Häusermeer und die Hana-Ebene belohnt. An der Außenwand des Gebäudes befindet sich eine echte Kuriosität: die astronomische Uhr von Olomouc.

Anders als ihr berühmtes Pendant in Prag zeigt sie keine Heiligen oder Apostel, sondern Arbeiter, Bauern und Wissenschaftler im Stil des sozialistischen Realismus. Nach schweren Beschädigungen am Ende des Zweiten Weltkriegs ließ das kommunistische Regime das Kunstwerk in den 1950er-Jahren komplett umgestalten. Jeden Tag um 12 Uhr setzt sich das Figurenspiel in Bewegung und zieht Schaulustige aus aller Welt an. Im Inneren lohnt zudem ein Blick in den prächtigen Festsaal sowie in die gotische Kapelle. Dieses Wahrzeichen gehört zweifellos zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten in Olmütz.

Olomouc Tschechien Rathaus
UNESCO-Welterbe in Olomouc

St.-Wenzels-Dom und Erzdiözesanmuseum

Auf dem Václavské náměstí thront der St.-Wenzels-Dom, dessen 100 Meter hoher Südturm zu den größten Sakralbauten Tschechiens zählt. Ursprünglich romanisch gegründet und 1131 geweiht, erhielt die Kathedrale im 19. Jahrhundert ihr neugotisches Erscheinungsbild. Im Inneren beeindrucken filigrane Glasfenster, eine monumentale Orgel und die Krypta, in der das Herz von Erzherzog Maximilian I. von Österreich aufbewahrt wird.

Direkt nebenan befindet sich das Erzdiözesanmuseum, das in der ehemaligen Bischofsresidenz untergebracht ist – jenem romanischen Zdík-Palast aus dem 12. Jahrhundert, der zu den ältesten profanen Bauwerken Mitteleuropas zählt. Hier wandelt ihr durch knapp ein Millennium voller Kunst: gotische Tafelbilder, barocke Goldschmiedearbeiten, kostbare liturgische Gewänder. Besonders spannend ist der Umstand, dass Wolfgang Amadeus Mozart in einem der angrenzenden Domkapitelhäuser wohnte und dort 1767 als kleiner Knabe seine 6. Sinfonie komponierte. Plant für diese Sehenswürdigkeit in Olomouc mindestens zwei Stunden ein.

Die sechs Barockbrunnen

Eine Besonderheit, die Olmütz tatsächlich von sämtlichen Kommunen der Tschechischen Republik unterscheidet, ist das unverwechselbare Ensemble von sechs barocken Wasserspielen, die über die historische Innenstadt verteilt liegen. Während andernorts nach Flutkatastrophen vergangener Jahrhunderte solche Anlagen abgerissen wurden, bewahrte sich die mährische Metropole ihren kompletten Bestand. Jeder einzelne erzählt eine Geschichte aus der antiken Mythologie: Herkules, Jupiter, Merkur, Triton, Neptun und natürlich Caesar, der laut lokaler Legende sogar diese Siedlung persönlich gegründet haben soll.

Eines der prachtvollsten Bauwerke am Horní náměstí stammt aus der Werkstatt von Wenzel Render und gilt als Meisterwerk mährischer Bildhauerei. Auf dem unteren Marktplatz findet ihr neben weiteren Wasserspielen auch die schmucke Mariensäule, ein Pest-Denkmal aus dem frühen 18. Jahrhundert. Wo der Caesarbrunnen das obere Areal dominiert, punktet der untere Bereich mit gemütlichen Boutiquen, Eisdielen und mediterranen Tavernen, die die Häuserzeilen säumen.

Olomouc Tschechien Brunnen
Barocke Brunnenkunst in Olmütz

Rote Kirche & St. Michaels-Komplex

Am Ende der Bezručovy sady leuchtet ein Schmuckstück in kräftigem Backsteinrot: das ehemalige evangelische Gotteshaus, von den Einheimischen schlicht „Rote Kirche“ genannt. Errichtet zwischen 1901 und 1902 nach Plänen des deutschen Architekten Max Löw, gilt sie als eines der schönsten Beispiele neugotischer Sakralkunst in der Region. Nach Jahrzehnten als Lagerraum der Wissenschaftlichen Bibliothek wurde das Gebäude liebevoll restauriert und dient heute als Konzertsaal sowie Ausstellungsort.

Ein völlig anderes Flair erwartet euch in der barocken St.-Michaels-Kirche im Herzen der Altstadt: Drei Kuppeln, üppige Stuckarbeiten und beeindruckende Deckenfresken machen den Innenraum zu einem der eindrucksvollsten sakralen Schätze der Region. Auch St. Mauritius, ein spätgotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert, ist einen Abstecher wert. Sie beherbergt die größte Orgel Mitteleuropas mit über 10.000 Pfeifen und bildet jeden September das musikalische Herz des Internationalen Festivals. Diese drei Gotteshäuser zeigen die ganze Bandbreite mährischer Frömmigkeit.

Burg Bouzov in der Umgebung

Rund 35 Kilometer nordwestlich der historischen Stadt Olmütz in Tschechien steht eine der märchenhaftesten Burganlagen des Landes: die Burg Bouzov. Auf einem bewaldeten Hügel über dem gleichnamigen Dorf gelegen, wirkt sie wie der Schauplatz eines Disney-Films – kein Wunder, dass hier zahllose Märchenproduktionen gedreht wurden, darunter die Kultverfilmung „Fantaghirò“. Die ursprüngliche Anlage stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert, wurde jedoch zwischen 1895 und 1910 unter Erzherzog Eugen von Habsburg, dem damaligen Hochmeister des Deutschen Ritterordens, im neugotischen Stil komplett umgestaltet.

Olomouc Tschechien Burg
Schöne Sehenswürdigkeiten in Olomouc

Die Räumlichkeiten sind prächtig ausgestattet. Kunstvolle Holzdecken, mittelalterliche Waffensammlungen, Wandteppiche und eine beeindruckende Rittersaal-Zeremonie versetzen Gäste in die Zeit der Kreuzritter zurück. Verschiedene thematische Führungen – von Familientouren bis zu nächtlichen Geisterrundgängen – machen die Festung in Olomouc besonders kinderfreundlich. Rund um den Bergfried laden ein Naturlehrpfad, urige Gasthäuser und kleine Galerien zum Verweilen ein. Wer mit dem Auto unterwegs ist, schafft die Strecke in etwa 40 Minuten, mit dem Bus dauert es rund eine Stunde – ein lohnenswerter Tagesausflug.

Aktivitäten

Rund um Olmütz öffnet sich ein abwechslungsreiches Spektrum aus fruchtbarer Hana-Ebene, dichten Wäldern und den Ausläufern des Altvatergebirges. Aktive Urlauber, Familien und Naturfreunde finden in der Umgebung viele spannende Möglichkeiten.

Pivnice-Bummel durch die Altstadt

Wer Tschechien wirklich verstehen will, muss in eine Pivnice. Diese urigen Kneipen sind seit Jahrhunderten das Wohnzimmer der Einheimischen – hier wird gelacht, diskutiert, gegessen und getrunken. Die Hana-Region hat eine besonders lebendige Brautradition, und in den Lokalen rund um die historische Innenstadt fließen gleich mehrere mährische Spezialitäten frisch gezapft.

Beginnt euren Streifzug am späten Abend in einer der traditionsreichen Bierstuben am Marktplatz. Bestellt euch ein Holba, ein Zubr oder das herrlich bittere Svijany. Dazu gibt es Utopenci (eingelegte Würstchen), Nakládaný hermelín (marinierten Camembert) oder eine deftige Knoblauchsuppe im Brotlaib. Die Stimmung wird mit jedem Krug ausgelassener, und gegen Mitternacht habt ihr garantiert mindestens drei neue Lieblingsmenschen kennengelernt. Genau so funktioniert Mähren.

Der Botanische Garten Flora

Wenn ihr zwischen den Sightseeing-Etappen ein bisschen Erholung braucht, findet ihr sie im weitläufigen Smetana-Park und im angrenzenden Botanischen Garten Flora. Wie ein grüner Gürtel zieht sich diese Oase um die Altstadt herum und ist auf historische Befestigungsanlagen zurückzuführen, die im 19. Jahrhundert geschleift und in Naturflächen umgewandelt wurden. Im Rosarium blühen über 250 Sorten in allen denkbaren Farbnuancen, und die Tropenpalmenhäuser laden besonders an kühlen Tagen zu einem warmen Zwischenstopp ein.

Alle drei Jahre verwandelt sich das Areal in den Schauplatz der internationalen Gartenausstellung „Flora Olomouc“, die Pflanzenliebhaber aus ganz Mitteleuropa anlockt. Doch auch außerhalb dieser Großevents lohnt sich ein gemütlicher Spaziergang: Schattige Alleen, plätschernde Springbrunnen, kleine Holzpavillons und gepflegte Liegewiesen machen diesen Ort zu einer grünen Oase. Bringt euch ein gutes Buch mit, kauft euch eine Quargel-Spezialität bei einem der nahen Stände und genießt ein paar entspannte Stunden im Schatten alter Linden – Erholung pur, die völlig kostenlos ist.

Olomouc Tschechien Flora
Exotische Kakteen in Olomouc

Radfahren auf der Bernsteinstraße

Die Region rund um Olmütz ist ein Eldorado für aktive Urlauber: flache Landschaften, gut ausgebaute Strecken und charmante Dörfer, in denen die Zeit ein bisschen langsamer zu ticken scheint. Zwei wichtige europäische Fernradrouten kreuzen sich hier – die Mährische und die historische Bernsteinstraße, beide Teil des EuroVelo-Netzwerks. Letztere folgt einem antiken Handelsweg, auf dem einst kostbare Edelsteine vom Baltikum bis ans Mittelmeer transportiert wurden.

Eine besonders schöne Tour führt von der mährischen Metropole entlang der March nach Litovel, dem „kleinen Venedig der Region“, wo sich der Fluss in mehrere Arme teilt und malerische Bilder zaubert. Unterwegs könnt ihr in einer Brauerei haltmachen und ein frisches Pils direkt vom Fass probieren. Eine andere lohnende Strecke führt am Ufer der Bystřice durch das gleichnamige Tal mit alten Mühlen, Burgruinen und stillen Waldabschnitten. Räder könnt ihr problemlos in der Innenstadt ausleihen, und viele Pensionen heißen Pedaleure herzlich willkommen. Plant für eine entspannte Tagesetappe etwa 30 bis 50 Kilometer ein – ideal auch für Familien.

Mährischer Karst und Höhlenwelten

Etwa eineinhalb Stunden südlich von Olomouc beginnt eines der spektakulärsten Naturwunder Tschechiens: der Mährische Karst. Über 1.000 unterirdische Hohlräume erstrecken sich unter dem zerklüfteten Kalksteinplateau, von denen vier für Besucher zugänglich sind. Das absolute Highlight ist die Punkva-Höhle mit ihrer 138 Meter tiefen Macocha-Schlucht – einer der größten Karstdolinen Europas.

Zum Abenteuer wird die Tour durch die anschließende Bootsfahrt auf dem unterirdischen Fluss, die euch durch surreal beleuchtete Tropfsteinformationen gleiten lässt. Wer es ruhiger mag, sollte zu den Javoříčské-Höhlen nahe Bouzov ausweichen: Diese befinden sich nur eine halbe Autostunde vom Stadtzentrum entfernt und beeindrucken mit besonders farbenprächtigen Stalaktiten und Stalagmiten. Auch die Mladečer Grotten sind ein lohnendes Ziel – sie sind berühmt für ihre paläontologischen Funde aus prähistorischer Zeit. Festes Schuhwerk und eine warme Jacke sind Pflicht, denn die Temperatur in den Hohlräumen liegt das ganze Jahr über bei etwa 8 Grad Celsius.

Olomouc Tschechien Höhle
Faszinierende Olomouc Sehenswürdigkeiten

Quargel-Tour nach Loštice

Eine ganz eigene Sorte Abenteuer wartet im Städtchen Loštice, rund 30 Kilometer nordwestlich: die Heimat des berühmten Olmützer Quargels (Olomoucké tvarůžky). Dieser besonders aromatische Sauermilchkäse wird seit über 400 Jahren nach traditioneller Rezeptur produziert und genießt mittlerweile EU-weiten Herkunftsschutz. Das ringförmige Molkereiprodukt mit seinem unverwechselbaren Duft – manche sagen liebevoll „streng“ – ist eine echte mährische Spezialität und besteht zu 99,5 Prozent aus magerem Eiweiß.

Im örtlichen Quargel-Museum erfahrt ihr alles über die Geschichte und das Herstellungsverfahren, von den ersten Erwähnungen im 15. Jahrhundert bis zur heutigen industriellen Fertigung. Bei einer Verkostung könnt ihr verschiedene Variationen probieren – pur, mariniert in Öl, gebacken oder sogar in Form eines außergewöhnlichen Eisbechers. Im angeschlossenen Werksverkauf deckt ihr euch mit Souvenirs ein, die garantiert in keiner anderen Region zu finden sind. Eine kulinarische Erfahrung, die jedem Urlaub in Tschechien das gewisse Etwas verleiht.

Wanderung auf den Heiligen Berg

Etwa sieben Kilometer nordöstlich des Zentrums erhebt sich der Svatý Kopeček, der Heilige Berg von Olmütz – ein traumhaftes Ausflugsziel für alle, die Stadtleben und Natur verbinden möchten. Ihr könnt den Hügel bequem zu Fuß über eine markierte Wanderroute erreichen, die durch lichte Wälder und kleine Weiler führt.

Oben erwartet euch die prachtvolle Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung, ein barockes Meisterwerk aus dem 17. Jahrhundert, das Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch 1995 zur Basilica minor erhob. Der Innenraum mit seinen Fresken und dem reich verzierten Hochaltar ist allein schon eine Pilgerreise wert. Doch der eigentliche Höhepunkt ist der grandiose Panoramablick: An klaren Tagen reicht die Sicht bis weit in die Hana-Ebene hinein, im Hintergrund zeichnen sich die Konturen des Altvatergebirges ab. Plant für diesen halbtägigen Ausflug etwa drei bis vier Stunden ein, am besten mit Picknickdecke im Gepäck.

Olomouc Tschechien Berg
Heiliger Berg über Olmütz

Reise-Infos

Eine Reise nach Tschechien ist unkompliziert: Als EU-Mitglied verlangt das Land keinerlei aufwendige Formalitäten, ein gültiger Personalausweis reicht völlig aus. Bezahlt wird in Kronen, wobei die meisten Geschäfte und Lokale auch Karten akzeptieren. Geldautomaten gibt es in der Innenstadt von Olomouc an jeder Ecke.

Ideale Reisezeit und Reisedauer

Die schönste Phase für einen Besuch in Olmütz erstreckt sich vom späten Frühling bis in den frühen Herbst hinein. Mai, Juni und September gelten als optimal: Die Temperaturen liegen meist zwischen angenehmen 18 und 25 Grad, der Himmel zeigt sich oft strahlend blau, und die Cafés bestuhlen ihre Außenbereiche. Im Hochsommer kann es mitunter heiß werden, doch dank der Lage im Hana-Becken bleibt das Klima vergleichsweise mild. Wer den Weihnachtsmarkt am Oberen Ring erleben möchte, sollte den Dezember einplanen – romantischer geht es kaum, und die mährische Glühweinvariante (Svařák) wärmt zuverlässig durch.

Was die Aufenthaltsdauer angeht, empfehlen sich mindestens drei Übernachtungen, besser noch vier bis fünf. An einem Tag allein könnt ihr zwar die zentralen Highlights abhaken, doch wer den wahren Charakter der Stadt erfassen will, braucht Zeit zum Verweilen, für Spaziergänge und für wenigstens einen Ausflug ins Umland – etwa zur Märchenburg Bouzov oder in die Höhlenwelten des Mährischen Karsts. Ein verlängertes Wochenende ist eine perfekte Anfangsdosis, um in das hiesige Lebensgefühl einzutauchen.

Olomouc Tschechien Strasse
In Olmütz findet ihr schöne Fotospots

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Die zentrale Lage im Osten des Landes macht Olomouc erfreulich gut erreichbar. Von der Hauptstadt aus pendeln stündlich Direktzüge. Die schnellste Verbindung schafft die rund 250 Kilometer in etwa 120 Minuten. Aus Wien führt eine bequeme Strecke über Brünn, die in etwa drei Stunden am Ziel ankommt; auch von Bratislava und Krakau gibt es ähnliche Optionen. Wer mit dem Auto nach Tschechien reist, nutzt ab Prag die mautpflichtige Autobahn D1, aus dem Süden geht es über die mährische Metropole auf der D2 und D46.

Vor Ort kommt ihr ohne eigenes Fahrzeug bestens zurecht. Die historische Innenstadt ist kompakt und am besten zu Fuß zu erkunden. Für längere Strecken oder Trips in die Außenbezirke nutzt das gut ausgebaute Straßenbahnnetz. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Brünn‑Tuřany. Gut erreichbar sind auch Wien-Schwechat oder Prag-Václav Havel. Für Ausflüge ins Umland der Tschechischen Republik empfiehlt sich die Olomouc Region Card, die Vergünstigungen bei vielen Attraktionen sowie des öffentlichen Nahverkehrs umfasst.

Essen und Spezialitäten

Die mährische Küche ist deftig, herzhaft und voller Aromen, die ihr so anderswo kaum findet. Ein absolutes Muss ist natürlich der Quargel – serviert wird er traditionell mit Brot, Zwiebeln, Essig und einem kühlen Pils. Das Nationalgericht Svíčková (mariniertes Rinderfilet in cremiger Wurzelgemüse-Sauce mit Knödeln und Preiselbeeren) gehört auf jeden Speiseplan, ebenso wie der Sauerbraten oder herzhafte Gulaschvariationen. Vegetarier kommen mit Bramboráky (Kartoffelpuffern), Smažený sýr (paniertem Käse) oder gefüllten Klößen voll auf ihre Kosten.

Die Studierenden der Palacký-Universität haben dafür gesorgt, dass sich die Gastronomieszene rasant entwickelt hat. Von angesagten Bistros mit Fusionsküche über vegane Cafés bis hin zu urigen Kellerlokalen reicht das Angebot. Besonders beliebt sind die Geschäfte rund um den Unteren Ring, wo ihr abends bei einem Glas Moravské víno (mährischen Weins) den Tag ausklingen lassen könnt. Bier-Fans sollten unbedingt das regional gebraute Litovel oder das Holba aus dem Altvatergebirge probieren – beide sind hervorragend. Süßmäuler freuen sich über Hanácké koláče, runde Hefekuchen mit Quark oder Mohn.

Hotels und Unterkünfte

Als wachsende Universitätsstadt bietet Olmütz eine äußerst breite Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten, die nahezu alle Ansprüche und Budgets abdeckt. Im historischen Zentrum reihen sich elegante Vier-Sterne-Häuser in liebevoll restaurierten Bürgerpalästen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Hier wohnt ihr in stilvollen Zimmern mit Blick auf den Oberen Ring oder die astronomische Uhr und seid in wenigen Minuten zu Fuß bei sämtlichen Attraktionen. Die Eigentümer legen großen Wert auf authentische mährische Gastfreundschaft, das Frühstück fällt üppig aus, und viele Hotels verfügen über Wellness-Bereiche mit Sauna und kleinem Pool.

Wer es ruhiger und naturnäher mag, findet in den umliegenden Dörfern reizvolle Pensionen und Landgasthöfe, die euch authentisches Hana-Flair vermitteln. Diese oftmals familiengeführten Betriebe punkten mit großzügigen Schlafräumen, hauseigenen Restaurants voller regionaler Köstlichkeiten und einer herzlichen Atmosphäre. Ideal sind sie für aktive Urlauber, die von hier aus Wanderungen, Radtouren oder Trips zur Märchenburg Bouzov starten möchten. Auch im modernen Geschäftsviertel etwas außerhalb der Altstadt gibt es zeitgemäße Business-Hotels zu attraktiven Tarifen – dank guter Verbindungen seid ihr trotzdem schnell mittendrin im barocken Treiben.

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