FKK pur: Die schönsten Strände zum Nacktbaden

Zieh die Badehose aus! Die Bundesrepublik ist das Urlaubsland für FKK-ler schlechthin. Die lange Tradition der Freikörperkultur schlägt sich auch in der Vielzahl der Strände für Naturisten nieder. Wir wissen, wo es sich am besten nackt sein lässt.

Überall im Land gibt es Strände, an denen die Freikörperkultur explizit erlaubt ist. Die dafür gekennzeichneten Bereiche sollten von Nudisten auch genutzt werden. Denn wer sich nackt an den Familienstrand liegt, erntet unter Umständen auch negative Reaktionen. Umgekehrt ziemt es sich nicht, sich bekleidet am FKK-Strand aufzuhalten. So entsteht leicht der Eindruck, man wolle „nur mal gucken“. Doch wer es ernst meint mit dem nackt sein, findet in der ganzen Republik viele tolle Orte und die entsprechend Gleichgesinnten.

FKK auf Sylt

Schon fast Kult unter den Freunden der nackten Haut ist die Buhne 16 auf Sylt. Der Strandabschnitt in Kampen ist seit jeher beliebt bei FKK-lern, die auf der Insel auf zahlreiche andere Nudisten treffen. Von rund 650.000 Urlaubern im Jahr geht fast ein Drittel ohne Textilien an den Strand. Ein Großteil nutzt dazu die ausgewiesenen Strände wie Buhne 16, andere hingegen lassen einfach so die Hüllen fallen. Und das mit Tradition: Bereits 1920 eröffnete der erste eigene Strand für Naturisten auf Sylt.

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Darß ohne Textilien

Auch in Prerow an der Ostsee wird die Freikörperkultur seit über 50 Jahren sorgsam gepflegt. Am Nordstrand des Ortes, der auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst liegt, gibt es gleich fünf Strandkilometer mit einer Breite von 80 Metern, an denen eigene Bereiche für Naturisten ausgewiesen sind. Gerade Familien sind hier oft anzutreffen, weil der helle Sandstrand angenehm flach ins Wasser abfällt. Auch für Sonnenanbeter mit Hunden gibt es einen eigenen Bereich, an dem die Vierpföter auch ins Wasser dürfen. Ist Abwechslung gefragt, schlüpft man einfach wieder in die Klamotten und spaziert entlang der schönen Strandpromenade oder auf der 400 Meter langen Seebrücke in Prerow.

Ohne Zwänge auf Rügen

Locker, lässig, tolerant. So zeigt sich die „Schaabe“ auf der Ostseeinsel Rügen. Auf elf Kilometern erstreckt sich der Sandstrand zwischen Glowe und Juliusruh und wird hauptsächlich von Nacktbadenden genutzt. Aber auch Besucher ohne Textilallergie oder mit Hunden finden am Strand entlang der Nehrung ihr Plätzchen, denn das Motto hier ist „leben und leben lassen“. Wunderschön das Spiel am Himmel, wenn der Wind die Wolken von der See über die Dünen drückt. Da kann man auch mal ein Stündchen länger auf dem Handtuch verweilen und nach oben schauen – egal ob mit oder ohne Badebekleidung.

FKK mit Geschichte in Ahrenshoop

Auf eine bewegte Vergangenheit kann die Freikörperkultur in Ahrenshoop zurückblicken. Der beliebte Ferienort gilt als Wiege der FKK-Bewegung in der DDR, die sich seit den 1950er Jahren beständig entwickelte. Schon zu Zeiten der Weimarer Republik hatten Künstler und Intellektuelle sich als Naturisten versucht. Als die DDR-Führung dann ein Nacktbadeverbot verhängte, kam es zu Protesten und Ausschreitungen. Die Nudisten hatten Erfolg und die Parteigenossen ein Einsehen. Bis heute schwingt dem Osten der Republik der Ruf nach, besonders freizügig zu sein.

Gehobenes Nacktbaden am Chiemsee

Wer südlich des Weißwurstäquators lebt, will zum Nacktbaden vielleicht nicht unbedingt an die Nord- oder Ostsee reisen. Da ist der Chiemsee eine naheliegende und vor allem schöne Alternative zu den deutschen Küsten. Am Feldwieser Winkel gibt es einen beliebten FKK-Strand, der kostenpflichtig ist. Dafür ist die Anlage gut gepflegt, verfügt über Toiletten und Duschen, ein Restaurant sowie Liegewiesen und ein Volleyballfeld. Naturisten sind hier unter sich. Etwas freier geht es dagegen am Nordufer des Rottzipfs zu, wo diese Annehmlichkeiten zwar fehlen, die Umgebung des Landschaftsschutzgebietes dafür umso reizvoller ist.

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