Reisen mit Souvenirs im Gepäck


Es ist so verführerisch und doch nicht legal: Viele Mitbringsel aus dem Urlaub bringen Reisenden mehr Ärger als Freude. Denn während auf manche Waren bestimmte Zollgebühren erhoben werden, ist die Ein- und Ausfuhr von anderen gleich ganz verboten.

Souvenirs sind eine schöne Sache, doch auch für sie gelten bestimmte Regeln. Auch wenn viele Urlauber arglos handeln und nichts von den Einfuhrbestimmungen ahnen, entbindet sie das nicht von Strafzöllen und der Verpflichtung, etwa das Washingtoner Artenschutzabkommen zu achten.

Diese Souvenirs kommen nicht durch den Zoll

Eine Handtasche aus Krokodilleder, eine schönes Stück vom Korallenriff oder regionaler Alkohol – es gibt viele Dinge die Urlauber verzücken lassen und unbedingt mit nach Hause sollen. Doch in vielen Fällen haben sie dann die Rechnung ohne den deutschen Zoll gemacht, der durchaus genauer hinsieht, wenn sich im Koffer Souvenirs befinden. Denn den Zollbeamten ist es meist egal, ob Reisende vom Gekauften schlichtweg fasziniert waren und sich deshalb nicht darüber informiert haben, was sie mit nach Hause nehmen dürfen. Aktuell sehr beliebt und dennoch verboten ist etwa das Mitbringen von Korallen, die zum Teil selbst gesammelt wurden. Doch auch Korallen fallen unter das bereits genannte Washingtoner Artenschutzabkommen und dürfen nicht eingeführt werden. Richtig Ärger gibt es ebenfalls, wenn Urlauber meldepflichtige oder gar verbotene Waren einführen und dennoch durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren gehen wollen – und dabei erwischt werden. So ist generell damit zu rechnen, dass man vom Zoll kontrolliert wird und das unabhängig vom Abflugort.

 Einfuhrbeschränkungen beachten

Bringen Reisende Waren aus einem EU-Mitgliedsstaat mit nach Deutschland, müssen diese generell nicht verzollt werden. Für einige Genusswaren gibt es jedoch Mengenbeschränkungen, so etwa für Alkohol. Wer von außerhalb in die EU einreist, muss seine Waren im ersten EU-Land verzollen, auch wenn ihn die Reise noch weiter führt. Grundsätzlich gelten für Mitbringsel von außerhalb der EU folgende Freigrenzen:

Flug- und Seereisen: max. 430 Euro
Bahn- und Autofahrten: max. 300 Euro
Reisende Kinder unter 15 Jahren: 175 Euro

Wer diese Grenzen überschreitet, muss in der Regel draufzahlen. Bei einem Wert der Waren von bis zu 700 Euro werden 17,5 Prozent an Einfuhrabgaben fällig. Liegt der Wert darüber, werden Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchssteuer einzeln berechnet.

So arbeitet der Zoll am Flughafen Nürnberg:

Quelle: YouTube/Franken Fernsehen

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