Hurghada: Air Arabia lässt Passagiere sitzen

Gestrandet! Gleich mehrere Hundert Urlauber aus Deutschland sitzen derzeit in Ägypten fest, weil ihre Airline die Flüge gestrichen hat. Warum Air Arabia vier seiner Maschinen nicht hat starten lassen, ist noch unklar.

Mehr als 500 Passagiere konnten am Wochenende den Flughafen Hurghada nicht in Richtung Himmel starten. Der arabische Billigflieger hatte die vier Flüge kurzfristig und ohne Begründung abgesagt. Eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes bestätigte die Darstellung, nach der die gestrandeten Touristen zunächst am ägyptischen Airport festsaßen. Anschließend seien die Urlauber in benachbarten Hotels unterbracht worden und sollen nach und nach mit gecharterten Maschinen nach Hause geflogen werden.

Flugausfälle in Hurghada

Konkret handelte es sich um Flüge am Samstag und Sonntag, die nach Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf gehen sollten. Vor Ort hatte es dann geheißen, die Verbindungen seien abgesagt worden. Mehr Informationen erhielten die Reisenden nicht, sondern wurden in der Nähe untergebracht. Der zweite Informationsfluss enthielt dann etwas von fehlenden Papieren und nicht geleisteter Bezahlung. Air Arabia habe daher nicht in Richtung Deutschland starten können. Auch das Bundesaußenministerium wurde in Folge über das Problem informiert und will bei der Lösung helfen. Schnell in die Spur gekommen sind auch die Reiseveranstalter, die Ersatzflüge für die betroffenen Passagiere organisiert haben. Am Montag sind bereits die Urlauber, die ursprünglich nach Hamburg wollten, bis nach Hannover geflogen und anschließend über Land weiter in die Hansestadt gebracht worden. Für den geplanten Sonntagsflug in die norddeutsche Metropole gibt es am Dienstag eine ebensolche Ersatzverbindung bis Hannover. Auch die Reisenden in Richtung Stuttgart und Düsseldorf sollen erst am Dienstag zuhause ankommen.

Wie der Leipziger Reiseveranstalter LMX berichtet, seien von Air Arabia keine Zahlungsengpässe bekannt, die Fluglinie wolle zudem wieder ins Geschäft einsteigen. Zunächst erwarte man bei LMX jedoch eine ausreichende Erklärung für die Stornierungen bei Air Arabia. Auch der DRV hat bisher keine Hinweise auf die Gründe der Flugstreichungen. Ebenso ahnungslos ist man an den Flughäfen in Hamburg und Stuttgart. Gegenüber deutschen Medien hat sich das Flugunternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten bislang nicht zum Vorfall vom Wochenende geäußert.

Das können Urlauber tun

Wer demnächst eine Reise nach Ägypten antreten will, die auch von Air Arabia ausgeführt wird, kann sich zunächst an den zuständigen Reiseveranstalter wenden und die aktuelle Situation erfragen. Zunächst sieht es aber nicht danach aus, als befinde sich Air Arabia in einer finanziellen Krise.

Urlauber, die nicht wie geplant ihre Heimreise antreten können, müssen in der Regel von Airline oder Reiseveranstalter betreut werden, bis ein Ersatzflug geht. Nicht vergessen sollten Reisende dann aber auch, dass sie ihrem Arbeitgeber gegenüber eine Meldepflicht haben und nicht einfach fernbleiben können. Mehr zum Thema könnt ihr hier nachlesen.

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