Reiseinfo: Vorsicht bei Leitungswasser im Ausland

In Deutschland ist es kein Problem, das Wasser aus der Leitung zu trinken. Schließlich gehört es  dank der Trinkwasserverordnung zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Doch in anderen Ländern sollten Reisende vorsichtig beim Leitungswasser sein. Denn im Gegensatz zu Deutschland zählt sauberes Trinkwasser in zahlreichen Urlaubsländern nicht zu den Standards. Mit einigen Tipps ist dies jedoch für Touristen kein Problem mehr.

Reiseerkrankungen als Folge

Laut Weltgesundheitsorganisation haben rund drei Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem in Entwicklungsländern ist dies ein Problem und führt zu oftmals zu Erkrankungen und sogar Todesfällen. Auch Urlauber können davon betroffen sein. Rund 80 Prozent aller Reiseerkrankungen seien, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation, auf unsauberes Trinkwasser zurückzuführen.

Der Grund liegt darin, dass die Aufbereitungen des Leitungswassers in einigen Ländern gar nicht oder nur unzureichend durchgeführt wird. Marode Leitungssysteme, Kontaminierte Quellen, Brunnen und Behälter stellen zudem eine Gefährdung für die Wasserqualität dar. Des Weiteren wird das Wasser durch Schadstoffe aus der Landwirtschaft und Industrie belastet. Paradiesische Atmosphäre auf den Karibikinseln Martinique und Guadeloupe bedeuten  daher nicht automatisch sauberes Trinkwasser. Denn dort ist die Pestizidbelastung im Trinkwasser besonders hoch. Naturstoffe wie Arsen können ebenfalls die Wasserqualität beeinträchtigen, so wie in Bangladesch und den angrenzenden Regionen.

Wasserquelle beachten

Manchmal können Urlauber bereits an der Verfärbung oder dem Geruch des Wassers erkennen, dass es nicht zum Trinken geeignet ist. Reisende sollten aber selbst bei klarem Wasser beachten, dass es kontaminiert sein könnte. Experten vom Reisemedizinischen Zentrum raten generell bei Wasser im Ausland zur Vorsicht. Sobald das Wasser beispielsweise aus einem Brunnen stammt, kann es gefährlich für die Gesundheit werden. Urlauber sollten daher immer erfragen, woher das Wasser kommt – und dies gilt für jedes Urlaubsland. In Ballungszentren Südafrikas hat das Leitungswasser, möglichweise wider Erwartungen, eine gute Qualität. Wohingegen das Wasser in ländlichen Gegenden qualitativ stark minderwertig ist.

Abkochen als sichere Methode

Die sicherste Methode um Keime im Wasser abzutöten, ist immer noch das Abkochen. In höheren Lagen muss das Wasser aufgrund des niedrigeren Luftdrucks und somit auch wegen des niedrigeren Siedepunkts etwas länger kochen. Dieses Verfahren ist allerdings nur ohne Trübung beziehungsweise nur bei geringer Trübung des Wassers hilfreich. Beim Umfüllen sollte dann darauf geachtet werden, ein sauberes Behältnis zu verwenden. Reisemediziner warnen jedoch, dass durch diese Methode zwar Keime aber nicht Schadstoffe eliminiert werden. Filtern und chemisches desinfizierten kann ebenso hilfreich sein, um die Wasserqualität zu verbessern.

Eine Lösung ist daher, so rät das Auswertige Amt, bei zweifelhafter Wasserqualität auf Leitungswasser und ebenso auf Eiswürfel zu verzichten. Industriell abgefüllte und verschlossene Wasserflaschen sind dahingegen ebenso eine Alternative. Diese sind aber nicht überall zu bekommen und leider auch nicht immer garantiert keimfrei. Beim Zähneputzen ist abgefülltes Wasser ebenso ratsam. Denn es gilt: Vorsicht ist die beste Medizin.

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