Kitesurfen zählt zu den aufregendsten Trendsportarten der letzten zwei Jahrzehnte. Sie hat sich längst von einem Nischenhobby zu einer festen Größe während der Auszeit am Meer oder anderen Gewässern entwickelt. Wir stellen euch die besten Ziele in Europa und weltweit für dieses spaßige Abenteuer vor!
Überblick
Beim Kitesurfen zieht euch ein Lenkdrachen über das Wasser, während ihr auf einem schmalen Board Wellen und Sprünge meistert. Bei kaum einer anderen Sportart verschmelzen Geschwindigkeit, Balance und Natur so intensiv miteinander. Wer einmal den Moment erlebt hat, in dem der Wind das Brett unter den Füßen abheben lässt, versteht sofort die Faszination dahinter.
Wohin für den perfekten Kitespot? Rund um den Globus warten zahlreiche Orte, an denen sich sowohl Anfänger als auch erfahrene Surfer auf den Wellen austoben können. Dafür muss es nicht einmal extra in die weite Ferne gehen, denn bereits in Europa liegen beliebte Ziele für diesen actionreichen Wassersport. Zusätzlich genießt ihr zauberhafte Strände und viele neue Eindrücke.

Top Kitesurf Spots in Europa
In Europa könnt ihr an zahlreichen Küsten Kitesurfen. Spots findet man dort sowohl am Mittelmeer als auch entlang des Atlantiks. Die kurze Anreise macht diese Ziele auch für ein verlängertes Wochenende attraktiv.
1. Tarifa, Spanien
Ganz im Süden des schönen Andalusiens in der Region Cádiz liegt Tarifa, direkt an der Straße von Gibraltar, wo Atlantik und Mittelmeer aufeinandertreffen. Diese geografische Lage sorgt für eine der windreichsten Regionen Europas: Der Levante weht aus Osten, der Poniente aus Westen, sodass hier fast täglich zuverlässige Bedingungen herrschen.
Kilometerlange Sandstrände wie die Playa de los Lances bieten reichlich Platz für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Neben dem Sport lockt das andalusische Städtchen Tarifa mit einem historischen maurischen Kern, den ihr euch unbedingt näher ansehen solltet. Für eine Extraportion Kultur könnt ihr mit der Fähre sogar innerhalb von rund 35 Minuten einen Abstecher zum Nachbarn Marokko unternehmen.

2. Flag Beach, Fuerteventura
Im Nordosten der Insel Fuerteventuras liegt der Flag Beach, benannt nach den unzähligen bunten Flaggen der ansässigen Kiteschulen, die im Passatwind flattern. Eine natürliche Bucht, geschützt durch vorgelagerte Riffe, sorgt für flaches Wasser nahe der Küste und ruhigere Bedingungen weiter draußen.
Der stetige Nordostpassat weht hier von April bis September besonders zuverlässig, sodass euer Fuerteventura-Urlaub euch in diesem Zeitraum zu einem der beliebtesten Reviere auf den Kanaren führt. Vulkanische Landschaften, Dünen und feiner goldener Sand prägen die Umgebung und verleihen dem Kitespot einen fast mondähnlichen Charakter. Die Nähe zum Flughafen in Corralejo sorgt zudem für kurze Anreisen vom Urlaubsort direkt ans Wasser.
3. Prasonisi, Rhodos
An der Südspitze des Eilands verschmelzen Ägäis und Mittelmeer an einer schmalen Landzunge namens Prasonisi, was übersetzt „grüne Insel“ bedeutet. Diese besondere Lage auf Rhodos schafft zwei völlig unterschiedliche Bedingungen nebeneinander: Auf der einen Seite herrscht eine spiegelglatte Flachwasserlagune, auf der anderen türmen sich kräftige Wellen. Wer für das Abenteuer Kitesurfen Reviere für jede Könnerstufe sucht, ist hier genau richtig.
Der Meltemi, ein kräftiger Sommerwind aus Norden, bläst vor allem von Juni bis September verlässlich. Für Einsteiger eignet sich die ruhige Lagunenseite der Insel ideal, um im Rhodos-Urlaub erste Manöver zu üben, ohne von Strömung oder Wellengang abgelenkt zu werden. Fortgeschrittene wechseln bei stärkerem Passat zum wilderen Meer. Rund um Prasonisi haben sich mittlerweile mehrere Kitecamps mit Unterkünften direkt am Strand angesiedelt, sodass ihr euer Board am Morgen einfach ins Wasser tragen könnt.

4. Leucate, Frankreich
An der französischen Mittelmeerküste zwischen Perpignan und dem geschichtsträchtigen Narbonne liegt Leucate. Seit Jahrzehnten gilt dieser Ort bereits als Hochburg des Kitesurfens. Die berüchtigte Tramontane, ein böiger Fallwind aus den Pyrenäen, sorgt regelmäßig für kräftige Wellen und lockt Sportler aus ganz Europa an.
Kitesurfen, Mittelmeer und französische Strände sind eine perfekte Urlaubsmischung. Vor allem der flache Étang de Leucate, eine geschützte Lagune hinter den Dünen, bietet herausragende Bedingungen zum Erlernen der ersten Tricks, während der offene Abschnitt anspruchsvollere Wellen für Profis bereithält. Im Frühjahr findet zudem ein bekannter Wettbewerb namens Mondial du Vent statt, bei dem Weltklasseathleten ihr Können zeigen.
5. Guincho, Portugal
Nur wenige Kilometer von der portugiesischen Hauptstadt Lissabon entfernt liegt der Praia do Guincho, ein wilder Atlantikstrand am Rand des Naturparks Sintra-Cascais. Steile Klippen, feiner Sand und ein nahezu ständiger Nordwind formen einen der Top Kitespots, der schon mehrfach internationale Wettkämpfe beherbergte.
Erfahrene Sportler schätzen die kräftigen Böen und die imposante Wellenkulisse, während wir Einsteigern empfehlen, auf die geschützteren Buchten der Umgebung auszuweichen. Nach einem erlebnisreichen Tag am portugiesischen Strand lohnt sich ein Abstecher ins nahe gelegene Cascais, ein ehemaliges Fischerstädtchen mit eleganten Restaurants und historischen Gebäuden. Auch ein Ausflug zum Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Kontinentaleuropas, lässt sich hervorragend mit dem Kitetrip verbinden.
6. Brouwersdam, Niederlande
Zwischen den Inseln Schouwen-Duiveland und Goeree-Overflakkee liegt der Brouwersdam, ein künstlicher Damm, der das Grevelingenmeer vom offenen Gewässer trennt. Diese außergewöhnliche Konstruktion schafft eine ruhige Fläche auf der einen Seite und Wellen auf der anderen. Konstante Winde machen diese Region in der Provinz Zeeland mittlerweile zu einem der beliebtesten Kitesurf Spots Nordeuropas.
Zahlreiche Schulen haben sich direkt am Ufer niedergelassen und bieten Kurse für Einsteiger an, ebenso den Verleih von Ausrüstung. Zeeland punktet zudem mit gemütlichen Strandcafés, weiten Dünenlandschaften sowie kurzen Wegen zwischen Parkplatz und Wasser. Wer nach dem Sport noch Energie übrig hat, erkundet das nahe gelegene Zierikzee mit historischer Altstadt und dem imposanten Hafen.

7. St. Peter-Ording, Deutschland
An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste liegt das idyllische St. Peter-Ording. Dieser Ort punktet mit einem der breitesten Sandstrände Europas sowie einem Watt, das sich bei Ebbe kilometerweit erstreckt. Diese enorme Fläche bietet Kitesurfern reichlich Platz, ohne dass sich Sportler und Badegäste in die Quere kommen.
Der auflandige Wind von der offenen See sorgt an diesem beliebten Nordseestrand zudem für zuverlässige Bedingungen fast das ganze Jahr über. Mehrere Schulen bieten spezielle Kurse für Kinder und Einsteiger an, während erfahrene Sportler die Gezeiten an diesem Kitespot für spektakuläre Sprünge über die Wattrinnen nutzen. Im Anschluss laden urige Pfahlbauten-Restaurants direkt am Ufer zu frischem Fisch und Krabben ein.
Top Ziele weltweit
Beste Kitespots weltweit außerhalb von Europa findet ihr auf sämtlichen Kontinenten. Wer sich bei diesem Sport nach besonders exotischen Kulissen sehnt, dem steht die Wahl offen. Die Bandbreite an Zielen reicht dabei von malerischen karibischen Lagunen bis hin zu asiatischen Buchten.
8. Cabarete, Dominikanische Republik
An der Nordküste der Dominikanischen Republik liegt Cabarete. Einst ein beschauliches Fischerdorf, hat sich der Ort zu einem der besten Kitesurf Spots weltweit entwickelt. Von Dezember bis August weht hier ein zuverlässiger Passatwind, verstärkt durch eine Thermik, die täglich am frühen Nachmittag einsetzt. Die Bucht bietet sowohl flaches Wasser nahe der Küste als auch kräftige Wellen weiter draußen.
Zahlreiche Schulen ermöglichen professionellen Unterricht für jedes Niveau, während erfahrene Athleten sich beim jährlichen Wettbewerb „Master of the Ocean“ messen. Kilometerlange dominikanische Palmenstrände, karibisches Flair und eine lebendige Abendszene mit Bars direkt am Sand machen Cabarete auch abseits des Sports attraktiv. Ausflüge zu den Wasserfällen von El Limón runden das Vergnügen ab.

9. Cape Town, Südafrika
Vor der Kulisse des berühmten Tafelbergs liegt Blouberg Beach, einer der Kitesurfen Hotspots der südafrikanischen Metropole Kapstadt für ambitionierte Wassersportler. Der sogenannte Cape Doctor, ein kräftiger Wind, bläst hier zwischen November und März äußerst konstant. Zusammen mit dem imposanten Panorama macht das actionreiche Hobby besonders viel Spaß.
Große, flache Buchten wie Big Bay eignen sich hervorragend für Einsteiger, während erfahrene Sportler bei kräftigeren Böen anspruchsvolle Sprünge und Wellenfahrten wagen. Nach einer erlebnisreichen Session lockt die pulsierende Metropole mit Weinbergen, historischen Vierteln und exzellenter Gastronomie. Für noch mehr Abenteuer empfehlen wir Safaris im Landesinneren oder Ausflüge zum Kap der Guten Hoffnung.

10. Cumbuco, Brasilien
An der brasilianischen Nordostküste, unweit der Metropole Fortaleza, liegt Cumbuco, ein Ort inmitten weißer Dünenlandschaften und türkisfarbener Lagunen. Von Juli bis Januar weht ein konstanter Passatwind, der das Revier zu einem der besten Kitespots weltweit macht. Die Kombination aus flachem Süßwasser und offenem Meer bietet Abwechslung für jedes Können.
Zahlreiche Kiteschulen haben sich in der kleinen Ortschaft niedergelassen und bieten Kurse sowie den Verleih von Ausrüstung an. Abends laden einfache Strandrestaurants mit frischem Fisch, tropischen Früchten und weiterem leckeren brasilianischen Essen zum gemütlichen Ausklang ein. Buggyfahrten über die goldenen Sanddünen gehören für viele Reisende ebenso zum Programm wie mehrtägige Downwind-Touren entlang der Küste bis nach Jericoacoara.
11. Boracay, Philippinen
Die kleine Insel Boracay im Herzen der Philippinen zählt zu den schönsten und besten Kitespots Südostasiens. Sie begeistert mit puderzuckerfeinem Sand am berühmten White Beach. Von November bis April sorgt der trockene Amihan-Wind für stabile Bedingungen, während im Zeitraum Juni bis Oktober der feuchtere Habagat Abwechslung bietet.
Bulabog Beach an der Ostküste gilt als eigentliches Kitesurf-Zentrum mit flachem Wasser und sanftem Einstieg für Anfänger. Türkisfarbener Pazifik, tropische Vegetation und die entspannte Atmosphäre der malerischen Philippinen machen den Aufenthalt auch zwischen den Sessions unvergesslich. Am Abend verwandelt sich der gegenüberliegende White Beach in eine lebendige Meile mit Restaurants, Bars und Live-Musik direkt am Meer.

12. Mui Ne, Vietnam
An der Südostküste von Vietnam liegt Mui Ne. Das ehemalige ruhige Fischerdorf hat sich innerhalb weniger Jahre in einen der wichtigsten Kitesurf Spots Asiens verwandelt. Zwischen November und April weht hier der Nordost-Monsun und sorgt für tagelang stabile Bedingungen ohne Flaute. Rote und weiße Sanddünen prägen die Landschaft rund um den Ort und verleihen ihr einen fast wüstenähnlichen Charakter.
Die flache Bucht mit sanftem Wellengang eignet sich hervorragend für Einsteiger, während erfahrene Sportler bei kräftigem Wind spektakuläre Sprünge wagen. Neben dem Surfvergnügen lockt das köstliche vietnamesische Essen mit frischen Meeresfrüchten. Direkt am Strand findet ihr günstige Unterkünfte sowie eine entspannte Atmosphäre abseits der großen Touristenzentren des Landes. Ein Sonnenaufgang über den nahen Dünen, am besten mit dem Quad erkundet, gehört für viele Reisende zu den Höhepunkten.

13. Hood River, USA
Die besten Kitespots liegen nicht nur an der Meeresküste! Im Nordwesten der Vereinigten Staaten, zwischen den Bundesstaaten Oregon und Washington, schneidet der mächtige Columbia River eine spektakuläre Schlucht in die Landschaft. Diese natürliche Engstelle beschleunigt den Wind erheblich und schafft somit eines der zuverlässigsten Binnenreviere dieses Kontinents.
Hood River gilt für viele als heimliche Hauptstadt des amerikanischen Wassersports und bietet zahlreiche Schulen sowie eine aktive Community. Nicht nur Kiter zieht es dorthin, denn es gibt auch ideale Spots für Windsurfer. Zwischen den Sessions locken Obstplantagen, Craft-Bier-Brauereien und der imposante Blick auf den schneebedeckten Vulkan Mount Hood. Wer zusätzlich Abwechslung an Land sucht, findet in der Umgebung zudem großartige Wandermöglichkeiten entlang der spektakulären Wasserfälle.
14. Le Morne, Mauritius
Im Südwesten der Insel Mauritius thront der markante Le Morne Brabant, ein imposantes Bergmassiv, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und der gleichnamigen Bucht ihren Namen verleiht. Ein vorgelagertes Korallenriff schützt die Lagune vor hohem Wellengang und schafft dadurch spiegelglattes, türkisfarbenes Wasser direkt an der Küste. Von Juni bis September weht dort ein kräftiger, konstanter Passatwind.
Innerhalb der geschützten Lagune finden Einsteiger ideale Lernbedingungen, während sich jenseits des Riffs anspruchsvolle Wellen für erfahrene Profis auftürmen. Diese Nähe zweier völlig unterschiedlicher Reviere auf engstem Raum macht Le Morne zu einem der vielseitigsten Kitesurf Spots weltweit. Im Anschluss verwöhnen euch während eurer Mauritius-Reise luxuriöse Resorts, feine Küche und ein Ausflug zum historischen Gedenkort am Fuß des Berges.
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