Generalstreik in Spanien zum 8. März


In Spanien findet am 8. März 2018 ein Generalstreik statt. Wer als Urlauber und Geschäftsreisender in der kommenden Woche auf der Iberischen Halbinsel unterwegs ist, muss daher mit Einschränkungen rechnen.

Die wichtigsten Gewerkschaften des Landes CC.OO und UGT haben zu einem Generalstreik in Spanien aufgerufen. Am Donnerstag, 8. März, dem Internationalen Frauentag, wollen die Gewerkschaften gegen die Diskriminierung von Frauen protestieren. Auch in Spanien sind Frauen unter anderem in vielen Teilbereichen von Wirtschaft und Arbeit schlechter gestellt als Männer. Für Urlauber kann es an diesem Tag zu Behinderungen kommen.

Legt der Generalstreik Spanien lahm?

Am Internationalen Frauentag kann der geplante Generalstreik zu Behinderungen im öffentlichen Leben führen. Urlauber und Geschäftsreisende, die am 8. März bereits vor Ort sind, müssen damit rechnen, dass einerseits Geschäfte und Behörden geschlossen sein können und es andererseits auch zu Demonstrationen auf großen Plätzen und Straßen kommen kann. Besonders in den Metropolen und Madrid ist damit zu rechnen, dass viele Menschen am Internationalen Frauentag auf die Straße gehen, um ihre Solidarität auszudrücken. Nicht umsonst gibt es in Spanien derzeit zwei Millionen weibliche Arbeitslose. Auch verdienen spanische Frauen im Vergleich zu den Männern im Land knapp 6.000 Euro weniger im Jahr. Mit einer gewissen Lautstärke und Intensität bei den Protesten ist daher zu rechnen.

Tipps für Urlauber in Spanien

Wer kann oder sich von Demonstrationen eher eingeschüchtert fühlt, sollte größere Menschenansammlungen in Spanien am 8. März eher meiden. Beim Besuch von Sehenswürdigkeiten in Spanien ist es sinnvoll, sich ein bis zwei Tage vorab online zu informieren, ob diese auch wirklich geöffnet haben. Bei Banken, Supermärkten und Ladengeschäften muss ebenfalls mit Schließungen für diesen Tag gerechnet werden. Urlauber, die nicht in ihrem Hotel in Spanien versorgt werden, sollten sich schon an den Tagen zuvor mit Getränken und anderen Lebensmitteln für den Generalstreik eindecken. Auch der öffentliche Verkehr könnte teilweise zum Erliegen kommen, eine flexible Tagesplanung sollte diesen Umstand jedoch wettmachen können.

Für Urlauber, die am 8. nach Spanien fliegen oder die Heimreise nach Deutschland antreten, stellt sich die Frage, ob alle Flüge auch planmäßig stattfinden. Noch ist das genaue Ausmaß des Generalstreiks im Bereich Flugverkehr nicht klar, EUROCONTROL hat jedoch angekündigt, für die Flugüberwachung Mindestdienste garantieren zu wollen. Weil ein Generalstreik als höhere Gewalt gilt, können Passagiere von ihrer Airline bei Verspätungen und Flugausfällen keine Ausgleichszahlungen erwarten, wohl aber eine entsprechende Betreuung in dieser Zeit. Viele Reiseveranstalter bieten im Regelfall kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen an, sollte sich abzeichnen, dass ein Generalstreik massive Auswirkungen auf den Flugverkehr hat. Urlauber in diesem Zeitraum sollten sich daher zwei bis drei Tage vor Abflug beim Reiseveranstalter erkundigen, ob die Reise wie geplant stattfindet.

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